ASP Intimus-Tour am 07.04.2017 in der Kieler Pumpe

“07.04.2017 – ASP Intimus in der Pumpe Kiel“

Artist: ASP

Ort: Kiel, Die Pumpe

Datum: 07.04.2017

Tour: Intimus Tour 2017

Eintrittspreis: 30,80 € incl. Gebühren

Spiellänge: 02:10 Stunden

Genre: Rock, Gothic Novel

Link:  http://www.aspswelten.de/

Bandmitglieder:

Gesang – Alexander „Asp“ Frang Spreng
Gitarre, Keyboard, E-Bass – Lutz Demmler
Leadgitarre – Sören Jordan
Bassgitarre – Andreas „Tossi“ Gross
Schlagzeug – Stefan Günther

Tracklist:

  1. Augenaufschlag / De Profundis
  2. Wechselbalg
  3. Die vielen Jahre
  4. Aufbruchstimmung
  5. Du bist nie allein
  6. Hunger
  7. Me
  8. Astoria verfallen
  9. Varieté Obscur
  10. Der Strom
  11. Schwarzer Schmetterling
  12. Finger weg! Finger!
  13. 20.000 Meilen
  14. Souvenir, Souvenir
  15. Rücken an Rücken
  16. Werben
  17. Nie mehr

 

„ASP unmasked“  oder  „Alles anders“.

Total unvoreingenommen trete ich den Weg in die altehrwürdige Pumpe an. Eine Viertelstunde vor dem Einlass warten bereits fast einhundert Fans vor dem Eingang, alle sind gut drauf. 700 passen hinein, eine handvoll Karten sind an der Abendkasse noch zu haben.

Um vor die Bühne zu gelangen, muss man sich an einem Merch-Stand der Superlative vorbeidrücken. Neben den Standards kann man sich von Schmuck bis hin zu einer Fußmatte mit allem eindecken, was das Fanherz begehrt. Preislich am oberen Rand der Skala, wird reichlich gekauft.

Pünktlich beginnt das Set, eine Support-Band gibt es nicht. Die Bühne ist für ein Semi-Akustik-Konzert spärlich beleuchtet. Die Beleuchtung ist ausschließlich auf Sänger Alexander „Asp“ Frank Spreng ausgerichtet. Bereits nach wenigen Akkorden werde ich aus dem Fotograben wieder herausgebeten. Bilder sind nur vom Rand des Zuschauerraumes erlaubt! Zusätzlich zur Begrenzung auf drei Titel bleiben da nicht viele Möglichkeiten, die Band im richtigen Licht darzustellen. Muss das sein? Lasst uns doch die 10 bis 12 Minuten vor der Bühne, dann sind doch auch alle zufrieden… Die Bitte der Band, auch Handys in der Tasche zu lassen und das Konzert zu genießen, wurde von den Securitys mit Nachdruck und unschönen Gesten verfolgt.

– Alles anders… So auch die Setlist. Dargeboten werden Titel, die selten zum Zuge kommen. Teilweise so weichgespült, dass man das Gefühl hat, auf einem Popkonzert zu sein. Bewusst wird auf die bekannten und beliebten Titel verzichtet. Selbst auf den Kultsong Ich will brennen wird verzichtet. Dem überwiegend jungen, weiblichen Publikum gefällt es.
– Alles anders… So auch die Getränke auf der Bühne. Auf die Darreichung einer Tasse Pfefferminztee auf der Bühne reagiert „Asp“ entrüstet und fordert ein Bier. Dieses kommt jedoch nicht, einzig ein paar Wasserflaschen schmücken die Bühne.

Der Pfefferminztee schmeckt nicht…

– Alles anders… Oder auch doch nicht. Das Gitarrensolo von Lutz Demmler als Einleitung des letzten regulären Titels Werben und die Ankündigung, es bei der nächsten Tour „20.000 Meilen“ im Herbst wieder krachen zu lassen, stellten die Fans der härteren Gangart zufrieden.
– Alles anders… Die einzige Zugabe, Nie mehr, sollte bitte nicht als Programm gesehen werden. Akustik-Gigs werden bei Bands und Zuschauern immer beliebter. Der heutige Abend bewies es wieder einmal.
– Alles anders… Auch die „Nachspielzeit“ ist eher ungewöhnlich. Schon im Vorfeld bei der Tourankündigung wurde auf eine anschließende Autogrammstunde hingewiesen. Kaum 10 Minuten nach dem letzten Ton finden sich alle Bandmitglieder an einem aus Bühnenelementen gestalteten Meet- and Greet-Bereich ein. Geduldig harren hunderte Fans bis kurz vor Mitternacht aus. Jeder bekommt einzeln vorgelassen seine Autogramme, Fotos und kurze Gespräche, bis der Letzte zufrieden die Location verlassen hat. Das hat Art!

Auch für Time for Metal Mitarbeiter ein Momentchen Zeit.

Fazit: Für reine ASP-Fans ein Muss, Genießer von härterer Rockmusik sollten lieber bis zum Herbst warten. Ansonsten ein sehr kurzweiliger Abend zu einem relativ günstigen Eintrittspreis.

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