“Das Interview mit Maik Weichert vor dem Auftritt von Heaven Shall Burn am 18.09.2016 in der Zeche Carl in Essen.“

Artist: Heaven Shall Burn

Herkunft: Saalfeld/Saale, Deutschland

Genre: Metalcore, Melodic Death Metal

Label: Century Media Records

Link: https://www.heavenshallburn.com

Bandmitglieder:

Gesang – Markus Bischoff
Gitarre – Maik Weichert
Gitarre – Alexander Dietz
Bassgitarre – Eric Bischoff
Schlagzeug – Christian Bass

 Heaven Shall Burn - Live Essen 2016 -5

Time For Metal / Petra D.:

Im Review zu Wanderer hatten wir nur die erste CD zur Verfügung. Erzähl doch mal ein wenig zur zweiten CD und warum man die Special Edition kaufen sollte.

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Naja, eigentlich kauft man die zweite CD ja nicht, denn der Preis, für den die Special Edition angeboten wird, ist der normale Preis für eine CD und die zweite mit den Coversongs ist da eben dabei. Außerdem sind diese ja auch nicht neu aufgenommen, sondern schwirren bereits in der Musikwelt herum – z.B. gab es mal einen Bonussong in Korea oder Japan oder Südamerika und dann mal auf einem obskuren Sampler und einem Tribute und deshalb wollten wir die jetzt alle mal zusammenpacken für die Fans. Andere Bands hätten die Songs wahrscheinlich wirklich extra als eine eigene CD verkauft.

 

Time For Metal / Kai R.:

Also quasi ein Best-Of eurer Coversongs?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Eigentlich sind das alle Coversongs, die wir veröffentlicht haben, seit wir bei Century Media Records unter Vertrag sind. Also seit 2004. Die Rohstoffe kosten heute ja kaum was, also ist es auch relativ egal, ob man jetzt eine oder zwei CDs raushaut. Aber es ist halt für die Fans ganz cool. Wir hatten letztens auch festgestellt, dass man sich z.B. auf Spotify leider keine Liste unserer Coversongs machen kann, weil diese eher schwer zu finden sind und so hauen wir die alle mal zusammen raus.

 

Time For Metal / Kai R.:

Die Alben Veto und Invictus sind in Deutschland auf den 2. bzw. 9. Chartplatz gelandet. Was erhofft ihr euch von Wanderer?

Heaven Shall Burn - Wanderer

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Na, wir wissen es nicht genau. Wir haben dieses Mal bewusst gesagt, dass uns die Charts egal sind, weil wie die Charts jetzt tatsächlich berechnet werden, ist ja fast schon Schamanentum. Umsätze und bestimmte Packages – da wird die CD mit so und so viel Prozent im Verhältnis zur Zugabe in der Box und so Sachen berechnet und da haben wir entschieden, dass wir uns nicht darum kümmern. Wir wollen halt coole Boxen machen und deshalb haben wir auch eine Box mit drei CDs, was wohl für die Chartbewertung nicht so optimal ist, da zwei CDs wohl besser wären zu einem Preis von ca. 20 €.

 

Time For Metal / Kai R.:

Sind da eher die Spotify-Hörerzahlen interessanter für euch?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:
In fünf Jahren interessiert es eh niemanden mehr, auf welchem Platz in den Charts du mal gewesen bist oder so. Für die Leute da draußen ist es vielleicht noch ganz cool, wenn man sagen kann „die Platte war in den Top 10.“. Also die Top 10 wird Wanderer bestimmt erreichen, aber im Musikbusiness interessiert das einfach keine Sau mehr. Da kommt es eher darauf an, wie viele Freunde du auf Facebook hast oder wie viele Klicks auf YouTube. Die Chartpositionierung haben wir da einfach mal außenvorgelassen und schauen einfach mal, was da so passiert.

 

Time For Metal / Kai R.:

Wanderer hat in unserem Review 9,9 von 10 möglichen Punkten erhalten – aus unserer Sicht kann man also nicht wirklich viel besser machen. Wir haben eigentlich nur einen kleinen „Griff ins Klo“ entdeckt und das ist das Ende von My Heart Is My Compass. Warum endet der Track so abrupt?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Hast du die Promoversion gehört?

 

Time For Metal / Kai R.:

Den Stream vom Label selber.

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Na gut, auf CD ist das natürlich nicht so. Da geht der Track nahtlos in den Song danach über. Als ich den Promolink durchgehört habe, ist mir das aber auch aufgefallen und hat mir nicht so gut gefallen.

 

Time For Metal / Petra D.:

Auf Wanderer haben wir ja zwei Gastsänger (bei Prey To God Mr. Corpsegrinder von Cannibal Corpse und bei The Cry Of Mankind Aðalbjörn Tryggvason von Sólstafir) zu hören bekommen. Wie kam es zur Zusammenarbeit?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Also beim Corpsegrinder war es so ein Wunsch von unserem Sänger Marcus, weil er ein großer Fan von ihm ist und er der brutalste Death Metal-Sänger ist, den es wohl gibt. In unserer Crew gibt es ein paar Leute, die auch für Cannibal Corpse arbeiten und so haben wir dann den Kontakt hergestellt. Die Leute von Cannibal Corpse kannten wir zwar vom Sehen, waren jetzt aber nicht mega gute Kumpels oder so. Also war es schon ziemlich cool, dass die da Bock hatten mitzumachen. Als Cannibal Corpse in Leipzig gespielt haben, sind wir mit dem Auto dann dorthin, haben den Song aufgenommen und haben noch einen coolen Tag zusammen verbracht. Das hat schon ziemlich Spaß gemacht.

Solstafir 2 - PartySan 2014 - Time For Metal

Und der Sólstafir -Sänger das ist ein ganz alter Kumpel von mir, den ich schon ewig kenne. Da haben Sólstafir noch finstersten Black Metal gemacht, da kannte ich die schon und wir wollten immer schon mal was zusammen machen. Aber Heaven Shall Burn und Sólstafir wie sie jetzt klingen – das war bisher immer schwierig zusammenzubringen und bei dem My Dying Bride-Coversong hat das eigentlich ganz gut gepasst. Ich habe mir gedacht: „Irgendeinen Farbtupfer brauchen wir da noch.“, und da habe ich den Adi mal gefragt und da er auch großer My Dying Bride-Fan ist, hat er mitmachen wollen.

Also das eine war eher so eine Freundschafts- und das andere eine Fansache.

 

Time For Metal / Kai R.:

Auf Veto gibt es den deutschsprachigen Song Die Stürme Rufen Dich. Plant ihr in Zukunft weitere deutschsprachige Lieder?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Naja, da habe ich noch gar nicht weiter drüber nachgedacht. Bei Die Stürme Rufen Dich war es ja so, dass es da ganz gut gepasst hat. Da ist ja diese Textzeile „und damit ihr es versteht…“ und dann fängt der deutsche Text dann ja an, damit es die, die es angehen soll, auch verstehen.

Keine Ahnung. Ich sage mal von der musikalischen Sprache her kann ich es mir für Heaven Shall Burn eher schlecht vorstellen, da hätte ich Angst, dass es dann eher so in die Ecke Equilibrium abdriftet, ohne dass das jetzt total scheiße ist, aber es wäre eben etwas komplett anderes. Aber wer weiß, abwegig ist es nicht, aber es müsste dann schon passen.

 

Time For Metal / Petra D.:

Neben eurer Musik arbeitet ihr ja unter anderem als Rechtsanwalt (Maik Weichert), Krankenpfleger (Marcus Bischoff), Ergotherapeut (Eric Bischoff), Berufsschullehrer (Christian Bass) und Produzent (Alexander Dietz).

Ich muss dich direkt fragen, in welchem Rechtsgebiet du denn eigentlich tätig bist.

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Also ich bin jetzt kein Anwalt. Ich bin Rechtswissenschaftler und mache Verfassungs- und Staatsrecht und habe an der Staatswissenschaftlichen Fakultät promoviert. Ich habe Jura studiert und dann war ich noch Promotionsstudent der Staatswissenschaften. Verfassungsrecht und auch Kunstfreiheit sind so meine Bereiche. Der Fall Böhmermann wäre jetzt genau so eine Rechtsfrage, die ich bearbeiten könnte.

 

Time For Metal / Petra D.:

Ihr habt ja auch ein paar Mitglieder der medizinischen Berufe bei euch in der Band. Nutzt ihr das dann auch, wenn z.B. einer von euch nach einem Auftritt mal ein Wehwehchen hat oder so?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Also, dass wir einen Ergotherapeuten in der Band haben, ist schon förderlich, wenn mal einer umgeknickt ist oder sich die Hand verknackst hat. Da weiß der Eric doch gut Bescheid. Große medizinische Probleme, dass da ein Intensivkrankenpfleger wie unser Sänger Marcus einschreiten müsste, haben wir ja zum Glück noch nie gehabt. Unser anderer Gitarrist der Alex ist ja quasi Profimusiker, hat sein eigenes Studio und ist Produzent, aber er hat – glaube ich – auch Krankenpfleger oder sowas in der Art gelernt. Der wäre also auch vom Fach und hat eine Menge medizinisches Wissen, aber bis jetzt – toi, toi, toi – war es noch nicht so schlimm.
Wir sind auf der Autobahn mal zu einem Unfall dazugekommen und da haben Marcus und Alex dann erste Hilfe leisten können. Aber innerhalb der Band hatten wir da bisher eher wenig Bedarf.

Heaven Shall Burn - Live Essen 2016 -38

Time For Metal / Kai R.:

Habt ihr verschiedene Persönlichkeitsbilder in der Band – also wer ist z.B. der Organisator, der Schussel, der Langschläfer, der „Verfressene“, etc.?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Also wenn es um Sachen vergessen geht oder so, dann bin das eigentlich immer ich, weil ich so einen ganzen Haufen im Kopf habe – dieses „zerstreute Professor“-Ding wird mir dann immer nachgesagt, obwohl ich gar kein Professor bin.

Eine Eigenschaft, die uns ganz gut voranbringt ist, dass der Alex so ein Perfektionist, was das Technische und Musikalische angeht. Der ist beim Soundcheck manchmal schon ganz Nazi-mäßig und versucht da die Dinge zu perfektionieren.

Aber sonst würde ich sagen, dass wir keinen dabei haben, der einen totalen Hau weg hat und deswegen einen Persönlichkeitsstempel bekommen hat. Wir sind da eher durchschnittlich.
Ich bin höchstens der einzige, der mal früh ins Bett geht, wenn die anderen noch Party machen. Ich bin dann eher so der Langweiler.

 

Time For Metal / Kai R.:

Was hört ihr privat so für Musik?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Alles.

 

Time For Metal / Petra D.:

Auch Helene Fischer?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Naja, Helene Fischer jetzt nicht unbedingt, aber es gibt auch schon peinliche Ohrwürmer, die man hat. Naja, was heißt „peinlich“. Aber ich hör z.B. grade im Auto eine CD von Heinz Rudolf Kunze. Den mag ich sehr – bzw. mehr als Maffay oder Westernhagen oder so die ganzen Vögel. Obwohl Maffay ja auch ganz cool ist.

 

Time For Metal / Kai R.:

Dann mal von einem lockeren Thema zu etwas Ernsterem. 2014 waren in Thüringen Landtagswahlen, wobei die AfD 10,6 % der Stimmen gewinnen konnte. Es folgte Mecklenburg Vorpommern mit 20,8 % in diesem Jahr. Wie seht ihr diese Entwicklung und denkt ihr, dass daraus ein Handlungsbedarf resultiert bzw. seid ihr der Auffassung, dass ihr hier ganz klar Stellung beziehen müsst?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Ja, also das ist ja ein bisschen zu einfach. Es ist schon wichtig, dass da jetzt mal jemand wie Jennifer Rostock Flagge zeigt, aber das wäre jetzt nicht so unser Ding, da es nun mal nicht so einfach ist. Das Tragische ist ja nicht, dass jetzt so viele Leute die AfD wählen, das Traurige ist, dass ich nicht sagen kann, dass jeder, der diese Partei wählt, ein Idiot ist, sondern, dass diese Leute so Idioten wählen. Das Schlimme ist, dass auch Leute, die in der Gesellschaft etwas zum Positiven verändern wollen, glauben, sie finden kein anderes Gehör als bei der AfD. Wie viel sagt das denn bitte über die politische Landschaft in Deutschland aus? Wie viel ist da auch kaputtgegangen?
Ich habe ja auch eine Zeit im Thüringer Landtag gearbeitet und wenn dir da der Björn Höcke über den Weg läuft, da würdest du am liebsten reinschlagen, so ein Vollpfosten ist das. Und andererseits gibt es da – das muss man auch ehrlich sagen – auch Leute bei der AfD, da verstehst du nicht, warum die bei der AfD sind. Also das sind wirklich intelligente Leute, die etwas machen wollen. Die könntest du auch in die SPD oder Die Linke packen – das zeigt einfach, dass das Spektrum in dieser Idiotenpartei einfach total breit ist. Umso schlimmer ist es, dass dann die paar Leute, mit denen man noch was anfangen könnte, da trotzdem engagiert sind.
Da steht man in Erfurt auf dem Domplatz und hört dann Björn Höcke hetzen und denkt sich: „Ey, der Typ ist Gymnasiallehrer und den würde kein 18-Jähriger ernstnehmen.“. Den würden die auslachen in der Schule. Aber dann stehen da erwachsene Menschen und hängen an seinen Lippen, weil sie einfach eine Scheißangst vor der Zukunft haben und nicht mehr glauben, dass ihnen die CDU, SPD oder Die Grünen helfen können. Und das ist in erster Linie ein Fehler, den die etablierten Parteien gemacht haben.
Ich war zum Beispiel heute in Essen auf dem Weg zum Fußball, da bin ich bestimmt 2 km gelaufen und vielen Menschen begegnet. Da kann man natürlich nicht aus jedem einen Literaturprofessor machen, aber es hat trotzdem jeder das Recht, ohne Angst vor der Zukunft zu leben. Und das haben die etablierten Politiker komplett aus den Augen verloren, weil sie nur noch für Profitmaximierung für irgendwelche anderen Gestalten zuständig sind. Und wenn ich den Leuten die Angst nicht nehmen kann, muss ich mich nicht wundern, wenn die solche Erscheinungen wie die AfD wählen. Das ist nur ein Symptom. Deswegen kann ich nicht sagen: „Jeder, der die AfD wählt, ist bekloppt.“. Wenn ich mich als Demokraten bezeichne, muss ich akzeptieren, dass der Hartz IV-Asi von nebenan eine Stimme hat, die genauso viel zählt wie meine, obwohl ich einen Doktortitel habe. Sonst habe ich eine Logokratie oder etwas anderes, aber keine Demokratie und das vergessen dann viele sogenannte „Demokraten“ dann schon.
Ich kann einfach nicht 20 % der Wähler in Mecklenburg Vorpommern als „rechte Idioten“ bezeichnen. Das geht auch nicht. Dann werde ich an dem Problem nichts ändern. Die radikalste Lösung, um mit der AfD am schnellsten innerhalb von vier oder fünf Jahren Schluss zu machen wäre, die einfach in die Regierungsgewalt zu packen. Dann würden die Leute merken, dass die nichts auf die Kette kriegen und genauso korrumpierbar sind wie die anderen Politiker und dass sich auch nichts ändert. Dann sind die so schnell erledigt wie Die Piraten. Aber das will man natürlich auch nicht – einen Migrationsminister aus den Reihen der AfD.

 

Time For Metal / Kai R.:

Auf jeden Fall kein leichtes Thema. Kommen wir zu etwas anderem. Wir haben ab und an Fragen, die wir gern von Interview zu Interview mitnehmen. Und das wäre: Wie seht ihr die Homosexualität im Metal?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Mir fällt ganz spontan nur Judas Priest ein.
Aber das ist ein Thema, mit dem wir nur viele Berührungspunkte haben, weil wir uns in der linksalternativen Szene bewegen, wo diese Bewegungen, die Rechte der Homosexuellen zu stärken, eine Rolle spielen. Aber jetzt im Metal-Bereich ist das nicht wirklich ein Thema. Mir fällt da jetzt auch keine Band ein, die speziell engagiert wäre oder so.
Die meisten Metaller, die ich kenne, sind schon eher konservativ. Aber denen ist es im Prinzip egal, mit wem irgendjemand im Bett liegt. Die können halt eher dieses „Tuntige“ nicht leiden. Die wollen jetzt keinen Dirk Bach auf der Bühne haben, aber ob der Death Metal-Sänger nun einen Mann oder eine Frau liebt, das ist den meisten Leuten ja egal. Die haben eher diese irrationale Angst vor dem „Tuntentum“. Aber dennoch jubeln sie Dee Snider in voller Schminke auch zu.
In den Kreisen, in denen wir uns als Band bewegen, ist das Ganze kein Thema – im positiven Sinne. Ich denke, dass wir die Diskriminierung auch nicht wirklich wahrnehmen, da es uns nicht selbst betrifft. Wir denken „Es ist doch alles cool und tolerant.“, aber vielleicht ist ja doch nicht so. Neulich z.B. war ich mit einem Kumpel, der homosexuell ist, bei einer Party und da war dann so ein Besoffener, der den blöden Spruch brachte „Wer ist denn bei euch die Frau in der Beziehung?“. Und da meinte mein Kumpel nur so ganz trocken: „Wieso? Wir sind beide Männer. Sonst zählt das doch nicht als schwul.“. Das fand ich eigentlich ganz schlagfertig.

Judas Priest - Souls Of Redeemer

Time For Metal / Petra D.:

Time For Metal ist jetzt in seinem 6. Jahr seit Gründung – für eine Selbstreflektion würden wir gern wissen, ob ihr schon einmal etwas von uns gehört habt?

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Also das Review von euch hatte ich jetzt gelesen, ja. Aber sonst hatte ich da noch keine Berührungspunkte. Aber ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die sich online über Metal informieren. Ich bin höchstens mal auf einem Message Board oder so Ami-mäßig auf Metal Injection. Ansonsten bin ich eher so der klassische Magazin-Leser. Neulich habe ich mir sogar das Ablaze geholt, weil ich wissen wollte, was so die Fascho-Ecke im Metal macht. Aber das war auch schon echt finster…

 

Time For Metal / Petra D.:

Dann eine Sache, die mir besonders am Herzen liegt. Time For Metal ist ja ein offiziell eingetragener Verein mit Sitz in Willich. Hier am schönen Niederrhein gibt es weitere Vereine – u.a. den Tierschutz für Willich e.V., für den wir uns auch privat einsetzen. Derzeit kämpft der Verein mit einer Flut von Tierwelpen, die kaum zu bewältigen ist. Hättet ihr, da ihr euch ja bekanntlich auch für den Tierschutz einsetzt, vielleicht Lust und Zeit, diesen Verein mit einer kleinen Aktion zu unterstützen? Beispielsweise mit einem Spendenaufruf über Facebook, denn der Tierschutz für Willich e.V. sammelt Futter-, Spielzeug und weitere –Spenden über eine Wunschliste beim Tierschutz-Shop und würde sich bestimmt sehr freuen, wenn diese Liste im größeren Rahmen geteilt werden würde.

 

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Also das mit der Welpenflut ist bei uns im Tierheim auch grade ein totales Problem. Und die Tierschutzvereine und Tierheime müssen da auch mit den bürokratischen Grenzen kämpfen. Und oftmals können die Tiere aus anderen Kreisen schon nicht bei sich aufnehmen – auch weil oft der Platz nicht da ist.
Aber sendet uns gern mal den Link. Wir machen lieber sowas Regionales als dass wir jetzt einen Greenpeace-Link teilen oder so.

 

Anmerkung der Redaktion: Den besagten Link, unter dem ihr dem Tierschutzverein für Willich e.V. etwas über den Tierschutz-Shop zukommen lassen könnt, findet ihr hier: Wunschliste beim Tierschutz-Shop

Mehr über den Tierschutzverein für Willich e.V. erfahrt ihr hier: Facebook-Seite des Tierschutzverein für Willich e.V.

 

Time For Metal / Kai R.:

So, dann wären wir auch fürs Erste durch. Wir haben ja gleich noch das Vergnügen, euch bei der Arbeit, also eurem Auftritt hier in der Zeche Carl zugucken zu dürfen.
Seid ihr denn schon aufgeregt?

Heaven Shall Burn - Live Essen 2016 -28

Heaven Shall Burn / Maik Weichert:

Nein, gar nicht. Das ist ja grade das Coole an der Tour. Die ist ja eher so in „kleineren“ Clubs, damit wir uns auch nicht so viele Gedanken machen müssen. Da fährt man halt einfach los und muss nicht noch ein halbes Jahr vorher an einer Lichtshow basteln oder tausend Crewmitglieder mitnehmen. Einfach losfahren und spielen ist schon mal ganz erholsam zwischendurch. Und wenn man eh weiß, dass es ausverkauft ist, muss man auch nicht aufgeregt sein und sich fragen: „Ohje, kommt heute Abend überhaupt jemand?“, oder sich Gedanken machen, ob – so wie früher – überhaupt einer kommt. Aber jetzt ist es eher eine Vorfreude auf heute Abend.

 

Time For Metal / Kai R. und Petra D.:

Danke dir für das Interview und deine Zeit!

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