Artist: Gloryful

Herkunft: Gelsenkirchen, Deutschland

Genre: Heavy Metal

Release: 25.04.2014

Label: Massacre Records

Link: http://www.gloryful.net

Bandmitglieder:

Gesang – Johnny La Bomba
Gitarre – Jens ‘Shredmaster JB’ Basten
Gitarre – Vito Papotto
Bass – Daniel ‘Danij’ Perl
Schlagzeug – Hartmut Stoof

Gloryful Band Bild Juni 2014

Time For Metal / Heike L.:

Hallo Jens ‘Shredmaster JB’ Basten,

ihr habt ja mittlerweile schon zwei sehr gute Alben rausgehauen und auch etliche Auftritte absolviert. Aber es mag ja immer noch den einen oder anderen geben, der euch nicht kennt. Könnt ihr vielleicht kurz etwas zur Bandgeschichte erzählen?

Gloryful / Jens ‘Shredmaster JB’ Basten:

Johnny und ich starteten die Band als 2-Mann Projekt im Sommer 2010. Wir nahmen einfach die ersten 3 Songs auf, die wir zusammen geschrieben hatten und veröffentlichten das ganz als Sedna´s Revenge MCD. Die gute Presse motivierte uns schnell weiterzumachen und daraus eine richtige Band zu formen. Dann ging alles Schlag auf Schlag, erste Konzerte, dann der Deal mit Massacre Records, das Debut The Warrior´s Code im Mai 2013. Tja und nun ist bereits das zweite Album Ocean Blade am Start. Läuft.

Time For Metal / Heike L.:

Ihr habt nach noch nicht einmal einem Jahr bereits einen ebenfalls sehr gelungenen Nachfolger des Debütalbums rausgehauen und dazu ja auch einen sehr ausführlichen Track-by-Track-Kommentar ins Netz gestellt. War euch denn beim Debütalbum schon klar, dass die zweite Scheibe schnell nachgeschoben werden soll? Und war das Thema des zweiten Albums ebenfalls zumindest schon greifbar?

Gloryful / Jens ‘Shredmaster JB’ Basten:

Ich bin schon ein Fan davon schnell nachzulegen, ja. Das heist aber nicht dass das auch immer so klappt. Wir sind recht fixe Songwriter und als The Warrior´s Code rauskam, war das Album ja bereits 5 Monate fertig. Da haben wir die gute interne Stimmung einfach genutzt und haben weiter komponiert. Auf welchen Lorbeeren hätten wir uns denn auch ausruhen sollen? Ich meine wer den Zirkus etwas besser kennt weis, dass man gerade am Anfang richtig Gas geben.

Time For Metal / Heike L.:

Wie läuft das bei euch überhaupt mit dem Songwriting ab? Erst die Musik und dann die Texte? Und bringen sich da alle ein?

Gloryful / Jens ‘Shredmaster JB’ Basten:

Erst die Musik, dann die Texte. Johnny kommt meist mit 1-2 Riffs für einen Song an, dann programmieren wir dazu die Drums am Rechner und er spielt die Rhythmus-Klampfen ein. Wenn noch Lead-Melodie drauf soll, probiere ich spontan was dazu passen könnte. Meistens einigen wir recht rasch auf eine Vorabversion des neuen Songs. Oft sind es auch gleich 2-3 neue Titel, an denen wir innerhalb einer Arbeitssession werkeln. Die Demo-Versionen hört Johnny dann daraufhin ab und probiert u.a. im Auto dazu passende Gesangslinien zu finden. Darauf folgen die Worte dann oft ganz von allein. Wenn er dann einen Text fertig hat kommt er nochmal zu mir und wir nehmen eine Vorab-Version auf. Bass und Drums werden dann erst bei den finalen Album-Aufnahmen besprochen. Das geht meist aufgrund der guten Vorarbeit meist recht fix.

Time For Metal / Heike L.:

Mittlerweile durfte ich euch ja anlässlich eurer Release-Party auch live erleben. Gibt es ein spezielles Fitnessprogramm, damit ihr diese schweißtreibende Show ohne Probleme absolvieren könnt? Vor der Show saht ihr jedenfalls alle sehr entspannt aus 😉

Gloryful / Jens ‘Shredmaster JB’ Basten:

Haha, der eine so, der andere so, sag ich mal. Ich mache recht wenig Sport, ist ein Zeitproblem. Johnny macht da schon mehr. Hartmut ist ein Tischtennis-Ass, Daniel macht auch irgend so ein Training-Programm glaube ich usw..

Time For Metal / Heike L.:

Auch sonst seid ihr noch bei der einen oder anderen Veranstaltung zu sehen, z. B. am 17.05. bei Mörchens Metal Meeting. Ich denke mal, ihr seid lieber auf der Bühne als im Studio… 😉

Gloryful / Jens ‘Shredmaster JB’ Basten:

Es ist ultrawichtig als junge Band permanent auch live präsent zu sein. Daher haben wir auch jetzt erstmal an jeder Ecke und sogar auf einer Kegelbahn gespielt. Alles zu seiner Zeit halt. Sonst verkauft man aber auch nix. Die CDs, LPs und Shirts müssen ja schließlich an den Mann/die Frau gebracht werden. Zum Glück kommen auch immer wieder Anfragen rein, dann läuft das auch recht stressfrei ab mit dem Booking. Zudem haben wir auch den ein oder anderen Booker, der uns Sachen zuspielt, klar.

Time For Metal / Heike L.:

Das Mörchens Metal Meeting ist ja noch ein relativ überschaubares Festival. Gibt es denn irgendeins der großen Festivals, vom Wacken mal abgesehen, auf dem ihr gern auftreten würdet? Und wenn ihr selbst dasLine-Up für dieses Festival zusammenstellen dürftet, auf welche Bands dürften wir uns dann freuen?

Gloryful / Jens ‘Shredmaster JB’ Basten:

Die dickeren Sachen sind dieses Jahr das Out & Loud Geiselwind, das Metalfest Loreley sowie das Dong Open Air. Dazu kommen noch andere coole Sachen wie das Rage Against Racism, das Aaarrgh Open Air in Uttenhofen und 2 HM-Club Open Airs. Wir freuen uns auch sehr auf die Powerwolf Show in der Oberhausener Turbinenhalle, das wird nur fett werden. Wenn alles klappt drehen wir dort und auf der Loreley auch gleich Live-Videoclips ab, mal sehen. Wenn wir selbst aussuchen dürften ist es schnell gesagt: Maiden, Manowar, Priest, fertig.

Time For Metal / Heike L.:

Wenn man den Gesprächen der Musiker rund um die Konzerte so zuhört, scheinen es insbesondere die kleineren und lokalen Bands nicht gerade leicht zu haben. Ich habe jetzt schon des Öfteren davon gehört, dass z. B. Plattenfirmen nicht auf Anfragen reagieren oder Veranstalter ziemlich hohe Hürden aufbauen. Umso bewundernswerter ist es ja dann, wenn man trotzdem hartnäckig sein Ziel verfolgt. Wie seht ihr das? Gibt es denn auch ein Konkurrenzdenken zwischen den Bands, oder ist das alles eine große Familie?

Gloryful / Jens ‘Shredmaster JB’ Basten:

Das Biz wird gerade echt etwas härter, das stimmt. Das liegt ganz einfach an den rückläufigen Sales. Die Labels müssen die Kohlen quasi über geeignete Kooperationen wieder reinholen. Und dadurch wird es auch im Underground enger. Im Großen und Ganzen ist es aber schon eher eine Familie, allerdings meine ich damit eher die komplette Metal-Szene, und nicht insbesondere das Ruhrgebiet oder so. Konkurrenzdenken steckt in der Natur des Menschen, jedenfalls nachdem er in kapitalistisch geprägten Industrienationen sozialisiert wurde, haha. Das muss man dann wohl als positiven Antrieb, immer etwas Besseres zu erreichen zu wollen, als eine Art Motor begreifen.

Time For Metal / Heike L.:

Apropos Familie. So aktiv, wie ihr über einen längeren Zeitraum seid, bleibt dafür dann wohl weniger Zeit. Oder ist das alles noch gut unter einen Hut zu bringen?

Gloryful / Jens ‘Shredmaster JB’ Basten:

Unser alter Basser Olli hat sich z.B. klar für die Familie entschieden, da er nun Vater zweier Kinder ist war das einfach zu viel mit den ganzen Shows, Proben und Aufnahmen usw.. Wir anderen kriegen das aber noch immer irgendwie unter einen Hut. Passt schon.

Time For Metal / Heike L.:

Ich denke mal, das nächste Interview machen wir dann wieder in knapp einem Jahr, wenn das dritte Album veröffentlicht wurde. 😉 Ich frage jetzt nicht, ob da schon irgendwelche Ideen bei euch in den Köpfen rumspuken…

Habt ihr noch etwas, das ihr den Lesern von Time for Metal gern sagen möchtet?

Gloryful / Jens ‘Shredmaster JB’ Basten:

Ja, haltet Ausschau nach unserem dritten Album, dass exakt in 11 Monaten erscheinen wird, haha. Naja nee mal im Ernst. Wir haben schon mit dem Songwriting begonnen, bzw. wir hören einfach nie damit auf, haha. Bald kommt erstmal das Ocean Blade Vinyl auf den Markt, ggf. wird es sogar eine schmucke Picture-LP. Checkt mal alle www.gloryful.net und natürlich dort unsere merchstore. Wer uns buchen will einfach via facebook oder contact@gloryful.net ansprechen. Danke für euren geilen Support bis jetzt! Wir freuen uns euch auf den Sommerfestivals zu sehen!

Time For Metal / Heike L.:

Herzlichen Dank. Ich freue mich schon, euch beim Mörchens Metal Meeting wieder live erleben zu können!

Kommentare

Kommentare

61Followers
382Subscribers
Subscribe
14,044Posts