“Iron Maiden und „The Big3“ – am Ring!“

Festivalname: Rock Am Ring 2014

Bands: 257ers, Against Me!, Alligatoah, Alter Bridge, Anthrax, Architects, Avenged Sevenfold, Awolnation, Babyshambles, Battlecross, Betty Who, Black Stone Cherry, Booka Shade, Boysetsfire, Breton, Buckcherry, Chevelle, Coldrain, Crazy Town, Crossfaith, Crystal Fighters, Darlia, Der Wieland, Die Fantastischen Vier, Editors, Example, Fall Out Boy, Falling In Reverse, Georg Auf Lieder, Gesaffelstein, Ghost, Ghost Town, Gogol Bordello, Haim, Heaven Shall Burn, Huntress, In Extremo, Iron Maiden, Jake Bugg, Jan Delay & Disko No.1, John Newman, Josh Record, Kaiser Chiefs, Karnivool, Kasabian, Kings of Leon, Klangkarussell, Kvelertak, Left Boy, Linkin Park, Lonely The Brave, Mando Diao, Marteria, Mastodon, Maximo Park, Metallica, Milky Chance, Miss May I, Nessi, New Politics, Nine Inch Nails, Nothing More, Of Mice & Men, Opeth, Pennywise, Portugal. The Man, Powerman 5000, Queens Of The Stone Age, Quicksand, Radkey, Rea Garvey, Rival Sons, Rob Zombie, Rudimental, SDP, Seether, Sierra Kidd, Slayer, Suicide Silence, Teesy, The Brian Jonestown Massacre, The Fratellis, The Offspring, The Pretty Reckless, The Treatment, Triggerfinger, Trivium, Voodoo Six, Walking Papers, We Are Scientists, Woodkid, Young The Giant

Ort:
Nürburgring, Eifel (Rheinland-Pfalz)

Datum: 05.06.2014 – 08.06.2014

Kosten: 213,50 € zzgl. Gebühren & Versand

Genre: Rock, Metal, Indie, Alternative, Pop

Besucher: ca. 85.000 Besucher

Veranstalter: Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co. KG (http://www.mlk.com/)

Link: http://www.rock-am-ring.com/

Rock Am Ring 2014 - Plakat

Es gibt Festivals, zu denen muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. Eins – wenn nicht sogar das etablierteste Rockfestival Deutschands – findet dieses Jahr zum neunundzwanzigsten Mal am Eifler Nürburgring statt – das Rock Am Ring Festival.

Alljährlich muss man sich als Metalfan leider überlegen, ob sich das Line-Up lohnt, denn im Vergleich zum Wacken Open Air bringt der Veranstalter Marek Lieberberg nicht nur Metalbands auf die Bühne, sondern quasi so alles, was Rang und Namen hat. Damit mischen sich zu den uns bekannten Bands zumeist aktuelle Chartbreaker oder Hip-Hop- bis Pop-Stars und -Sternchen. Dieses Jahr wird nicht nur drei Tage lang gefeiert, sondern der Ring wird von Donnerstag bis Sonntag mit ordentlicher Musik beschallt.

Da wir ein Metalmagazin sind, greife ich mal das aus dem Line-Up auf, was für uns wahrscheinlich die größte Relevant hat – die Metalbands.

Am Donnerstag beginnt das Spektakel mit einem Klassiker. Iron Maiden werden also als erster Headliner auf der Hauptbühne stehen. Mit The Offspring und Pennywise kommt guter Punkrock, während Falling In Reverse die Post-Hardcoreszene auf die Rennstrecke locken dürften. Da der Donnerstag (ähnlich wie die Night To Remember des Wacken Open Airs) zwar nur zum Anheizen gedacht ist, hat man als Fan des härteren Genres aber schon mal mindestens Iron Maiden, die sich live auf jeden Fall lohnen.

Das wirkliche Programm beginnt aber ab dem Freitag, den 06.06.2014: Hier geben sich Of Mice And Men, Architects, Buckcherry, Mastodon und Anthrax die Klinke in die Hand, während The Nine Inch Nails als harter Headliner eingeplant ist. Wer auf tanzbaren Punk steht, den kann man aber für diesen Tag die Band Gogol Bordello empfehlen.

Am Samstag gibt es die „ultraharte Band“ Linkin Park als rockigen Headliner (hoffentlich spielen sie etwas vom Hybrid Theory-Album). Während die Poprock-Truppe von Fall Out Boy zusammen mit den für den Metal sehr „unbedeutenden“ (Achtung, Ironie) Bands wie Slayer, Rob Zombie oder die Progressive Metal-Band Opeth nur im Vorabendprogramm spielen darf, ist für diesen Tag das Stuttgarter Hip Hop-Quartett Fanta4 zusammen mit Jan Delay & Disko No.1 als Headliner eingeplant.

Der Abschlusstag wird dann quasi der Höhepunkt für alle Metalheads, die sich auf das Rock Am Ring-Festival verirrt haben. Heute gibt es Metallica, Avenged Sevenfold, Alter Bridge, den Mittelalter Metal-Verein In Extremo und Boysetsfire auf die Ohren.

Auch wenn der (Vor-)Bericht ein wenig wehleidig klingen mag, das Rock Am Ring-Festival ist ein genial durchgestyltes und kommerziell extrem erfolgreiches Festival, welches auf dem Markt ein Alleinstellungsmerkmal hat. Auch wenn ich denke, dass der Name Rock Am Ring den musikalischen Inhalt des Festivals nicht wirklich wiedergibt, ist das Festival nicht ohne Grund das größte seiner Art in Deutschland. Wenn ich mir zusammenrechne, was ich für Iron Maiden, Metallica, Anthrax, Slayer und Rob Zombie einzeln bezahlen würde, dann ist der Eintrittspreis von 213,50 € zwar berechtigt, jedoch finde ich ist 200 € eine Marke, die einem Fan echt schon wehtut. Wenn man jetzt noch überlegt, dass man für Essen und Trinken vor Ort auch noch einen ordentlichen Preis zahlt, dann ist das Rock Am Ring alles andere als ein Schnäppchen.

Doch das Festival hat klar seinen Charme und das sollte auch nicht unter den Tisch gekehrt werden. Wer das Setting mag und The Big 4 (ohne Megadeath) mal sehen will, der sollte sich schleunigst ein Ticket zulegen.

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