Künstler: Vanderbuyst

Label: Ván Records

Genre: Hardrock

Bandmitglieder:

Gesang und Bass – Jochen Jonkman
Gitarre – Willem Verbuyst
Schlagzeug – Barry Van Esbroek

Time For Metal / Ric1452:
HalloVanderbuyst! Danke, dass ihr an unserem kleinen Interview teilnehmt. Ich schätze, eure Zeit ist sehr begrenzt. Ein neues Album, eine riesige Tour und einige Gigs mit Saxon dazu. Euer Zeitplan sieht doch sehr gut aus, was haltet ihr selber von eurem Kickstart?

Vanderbuyst / Willem:
Hey, ich bin Willem, der Gitarrist, und so ein Interview zwischendurch ist kein Problem; ihr seid herzlich in die „Küche“ von Vanderbuyst eingeladen.
Was soll ich sagen? Ein Traum ist wahr geworden. Seit unserem ersten Album im Oktober 2010, war das alles eine Achterbahnfahrt. Natürlich träumt man davon, auf großen Festivals zu spielen, eine Riesentour zu machen und dabei noch von Bands wie Saxon unterstützt zu werden. Aber dies ist nicht einfach nur passiert, wir haben hart dafür gearbeitet, weil wir an die Band glauben. Aber wenn so etwas in Erfüllung geht, ist es einfach toll. Wir sind glücklich, aber wir wissen genau, das ist kein Freifahrtschein. Was noch: es geht noch weiter, denn das nächste Jahr sieht vielversprechend aus.
 
Time For Metal / Ric1452:
In Dutch ist erst euer zweites Album, aber ihr klingt, als ob ihr schon ewig zusammen spielt. Warum ist euer Teamwork so stark?

Vanderbuyst / Willem:
Vielen Dank, ich denke es hilft, dass wir so viel spielen. Ich habe letztens gehört, wir hätten 110 Gigs in 10 Monaten gemacht, und ich denke nicht, dass viele Bands, vor allem nicht in diesem Genre, so etwas von sich behaupten können. Selbst wenn wir an einem Wochenende drei Shows machen, versuchen wir, zwei Mal zu proben. Und auf der Tour mit Saxon haben wir an unseren freien Tagen geprobt, aber bald merkten wir, dass das doch ein wenig zu viel des Guten war, haha. Auf einer Tour wie dieser braucht man auch mal eine Pause. Außerdem weiß jeder in der Band, was von ihm erwartet wird und liefert diese Leistung, das macht uns zu einem starken Team, denke ich.
 
Time For Metal / Ric1452:
Und was denkt ihr von dem Review, das wir geschrieben haben?

Vanderbuyst / Willem:
Das war ein Mörder-Review! Wie Barry (unser Drummer) sagte: „Wir kriegen als Band bessere Noten als damals in der Schule“, haha. Danke!
 
Time For Metal / Ric1452:
Was sind eure Pläne für das nächste Jahr? Ihr habt einige Gigs auf großen Festivals, aber können wir auch auf ein neues Album zählen oder sonst irgendetwas Spezielles?

Vanderbuyst / Willem:
Nächstes Jahr fangen wir mit einer kleinen Tour im Januar mit Grand Magus, Steel Wing, Bullet und Skullfist an . Also ein verdammt geiler Start. Ich hoffe, wir werden im Laufe des Jahres noch ein wenig mehr touren. Ich fände es gar nicht schlimm, dauerhaft unterwegs zu sein. Des Weiteren wollen wir auf den Festivals spielen, die wir letztes Jahr verpasst haben. Hellfest ist bestätigt und das is echt genial. Außerdem werden wir beim German Headbanger Open Air sein. Wir würden 2012 sehr gerne ein drittes Album rausbringen. Ich habe bereits eine Menge Material dazu geschrieben. Aber lass uns erst mal auf In Dutch konzentrieren. Wir spielen mehr und mehr Konzerte als Headliner, daher spielen wir länger und die neuen Songs sind da sehr willkommen. Wir können es gar nicht erwarten, die Songs live zu präsentieren.
 
Time For Metal / Ric1452:
Wenn ihr auf die letzten drei Jahre zurückblickt, was denkt ihr über den großen Fortschritt der Band?

Vanderbuyst / Willem:
Wir sind froh, dass der Erfolg weitergeht und wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben. Aber jedes Mal, wenn man ein Ziel erreicht, muss man sich ein neues stecken. Wir wissen, dass, wenn man mit den harten Jungs spielen möchte, harte Arbeit nicht genug ist: man muss noch härter arbeiten. Deshalb denke ich, sind wir bessere Musiker geworden. So etwas wie die Tour mit Saxon war eine ordentliche Lehrstunde. Jede Nacht habe ich mir ihren Gig angesehen. Die Jungs sind schon über dreißig Jahre auf der Bühne, die wissen, wie man den Leuten einheizt. Wir haben eine Menge von ihnen gelernt. Ich denke nicht, dass wir jemals ruhig da sitzen und relaxen, denn es gibt immer etwas, was man besser machen kann.
 
Time For Metal / Ric1452:
Wie kamt ihr auf die Idee, den 80er Jahre Hardrock “auferstehen” zu lassen? Er war niemals tot, aber vor zehn Jahren wurde Hardrock noch häufiger gespielt.

Vanderbuyst / Willem:
Wir hatten niemals den Plan, ihn wiederzubeleben. Wie du schon sagtest: Hardrock ist nicht tot, besonders nicht für uns. Wir wollten diese Musik spielen, weil wir sie mögen. Wir drei haben eine Leidenschaft für den Hardrock und Heavy Metal der 80er Jahre. Dass die Menschen es so annehmen würden, hatten wir nicht erwartet. Natürlich wusste ich durch das Touren mit meiner alten Band, dass da draußen noch massig Platz für Hardrock ist. Aber dass die Reaktionen im Endeffekt so groß waren, kam unerwartet. Auch in den Niederlanden werden wir gegrüßt, auch von Nicht-Metalheads. Irgendwie klingt die Oldschool-Musik wieder frisch.

 

Time For Metal / Ric1452:
Ihr lasst den Sound der 80er Jahre wirklich modern klingen. Habt ihr irgendwelche Geheimnisse oder seid ihr einfach so frisch?

Vanderbuyst / Willem:
Haha, das klint fast schon widersprüchlich. Oldschool ist wieder modern. Irgendwas wie Neo-Oldschool oder Neu-Retro. Wie schon gesagt, wir denken da nicht so drüber nach. Meiner Meinung nach muss Musik von Herzen kommen. Ich glaube, dass 80er Jahre Hardrock zeitlos ist. Er hat einfach alle Zutaten, auf die man zurückblicken kann, wenn man härteren Rock hört. Vielleicht ist es die Musik von heute, bei der man eine Wand von Lärm hat, aber eigentlich nichts mehr mitbekommt. Hardrock, wie wir ihn spielen, ist da dynamischer. Ich schätze die Leute realisieren, dass ihnen etwas fehlt, und so langsam merken sie, dass es Hardrock ist.

 

Time For Metal / Ric1452:
Wie schafft ihr es, im Studio aufzunehmen, zu touren und gleichzeitig euer Privatleben im Gleichgewicht zu halten?

Vanderbuyst / Willem:
Ich kann dir sagen: das ist nicht einfach. Wir alle haben Teilzeitjobs und wir müssen auf Knien betteln, um einen freien Tag zu bekommen, mal wieder, haha. Von unserem Sozialleben durften wir uns auch verabschieden. Jedes Wochenende ist mit Shows gedeckt, von daher können wir den Geburtstag vom Sohn einer Schwester von uns vergessen. Aber ist auch egal, wenn der eh so langweilig ist. Wir beschweren uns nicht, wenn es das ist, was wir opfern müssen, tun wir es gerne.

 

Time For Metal / Ric1452:
Eine Frage zum Spaß: was ist euer Lieblingsgetränk auf der Bühne? Und in eurer Freizeit?

Vanderbuyst / Willem:
Vor einem Konzert trinken wir keinen Alkohol. Wir denken, wir haben einen Job zu erledigen: so hart zu rocken wie möglich! Du kannst nichts abliefern, wenn du betrunken bist. Wir haben so viele Bands ihre Show versauen sehen ,weil sie betrunken waren, das ist bedauernswert. Auf der Bühne mag ich allerdings ein Bier, als Symbol dafür, dass die Party angefangen hat. Zusammen mit einer Menge kann man zu Hardrock Bier trinken. Aber meistens bleibt keine Zeit zum Trinken, weil wir unsere Songs mit so wenig Pausen wie möglich spielen. Freizeit? Sowas gibt es bei uns nicht, haha.
 
Time For Metal / Ric1452:
Wie bereitet ihr euch auf Konzerte vor? Manche spielen Karten oder Videospiele, andere lesen ein Buch, was macht ihr an (un-)spannenden Sachen?

Vanderbuyst / Willem:
Ein wenig entspannen. Meistens wärmen wir uns backstage auf, sogar mit Dehnübungen. Es klingt vielleicht etwas blöd, aber das ist ebenfalls etwas, was wir beim Touren gelernt haben. Wenn du von der ersten Minute an Vollgas geben möchtest, sei vorbereitet. Wenn wir eine Support Band haben, dann sehe ich mir diese auch meistens an.

 

Time For Metal / Ric1452:
Was macht ihr nach einem Konzert? Party oder Entspannen?

Vanderbuyst / Willem:
Nach einer Show brauche ich fünf Minuten zum Verschnaufen, aber danach ist Party mit den Fans angesagt!!!!

 

Time For Metal / Ric1452:
Wenn ihr die Wahl hättet, mit welcher Band würdet ihr gerne mal auf Tour gehen?

Vanderbuyst / Willem:
Wir haben bereits einige unserer Helden begleitet, wie z.B.: Saxon und Michael Schenker. Zur Zeit höre ich mir das Earthshaker-Album von Y&T an und ich würde gerne die Bühne mit diesen Jungs teilen. Ich habe sie schon einige Male gesehen und sie waren immer gut. Oder die Scorpions!!!! Eine Schande, dass sie aufhören.
 
Time For Metal / Ric1452:
Und was hört am liebsten in eurer Freizeit? Als Inspiration oder beim Grillen?

Vanderbuyst / Willem:
Wir hören eine Menge Verschiedenes, von klassischer Musik bis zum frühen Rock’n’Roll und sogar Abba. Manchmal höre ich Musik als Musikant und studiere sie. Im Van höre ich meistens Heavy Metal und Hardrock. Beim Grillen würde ich ZZtop hören. Die letzten zwei Wochen habe ich oft die ersten zwei Accept-Alben gehört.
 
Time For Metal / Ric1452:
Ein wenig Nostalgie: was ist die beste Erinnerung in euer “kurzen” Bandgeschichte?

Vanderbuyst / Willem:
Ich denke die Tour mit Saxon; die war wirklich speziell. Eine meiner Lieblingsbands zu supporten war super, aber das ganze einen Monat lang quer durch Europa, das werde ich nie vergessen. Die Sommer Festivals waren aber auch sehr schön, z.B. das RockHard Festival – so tolle Zuschauer. Unsere erste Show als Headliner in Köln war auch genial. Viele Highlights!!!

 

Time For Metal / Ric1452:
Und die Schlechteste?

Vanderbuyst / Willem:
Mir fällt nichts Schlimmes ein, ich schätze bisher sind wir von Peinlichkeiten verschont geblieben. Ich hoffe wir bleiben so glücklich!
 
Time For Metal / Ric1452:
Zu guter Letzt: wollt ihr den Lesern noch irgendwas mit auf den Weg geben?

Vanderbuyst / Willem:
Ich hoffe, wir sehen uns bei einem unserer Konzerte zum Oldschool Headbangen! Cheers!

 

Time For Metal / Ric1452:
Vielen Dank, dass ihr an diesem Interview teilgenommen habt! Ich hoffe, ich bekomme nochmal die Chance, ein Album von euch zu reviewen oder ein weiteres Interview mit euch zu führen. Wir von Time For Metal wünschen euch viel Erfolg weiterhin!

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