Alunah – Strange Machine

Die Briten versuchen es weiter mit neuen Ideen

Artist: Alunah

Herkunft: Birmingham (UK)

Album: Strange Machine

Genre: Doom Metal, Psychedelic Rock, Stoner Metal

Spiellänge: 42:28 Minuten

Release: 15.04.2022

Label: Heavy Psych Sounds Records

Link:  http://www.alunah.co.uk/

Bandmitglieder:

Siân Greenaway – Gesang
Daniel Burchmore – Bass
Jake Mason – Schlagzeug
Matt Noble – Gitarre

Gastmusiker:

Gitarre (auf Dead Woman Walking) – Shane Wesley (Crowbar)

Tracklist

  1. Strange Machine
  2. Over The Hills
  3. Fade Into Fantasy
  4. Broken Stone
  5. Psychedelic Expressway
  6. The Earth Spins
  7. Silver
  8. Teaching Carnal Sins
  9. Dead Woman Walking

Am 15.04.2022 ist das neue Album Strange Machine der Birminghamer Doomer Alunah bei Heavy Psych Sounds Records erschienen. Dort ist es als CD und Vinyl in den Farben Black, Baby Blue (450 Stück), Transparent Splatter Blue/Orange (150 Stück) und Test Press (15 Stück) erhältlich.

Alunah sind eine mir sehr vertraute Band, da ich alle bisherigen Alben von ihnen in Vinyl im Plattenschrank stehen habe. Live habe ich sie erstmals 2017 in Düsseldorf gesehen, damals noch mit dem Ehepaar Sophie (Gesang) und David Day (Gitarre). Danach hat sich bei der Band einiges getan, denn Mitbegründerin Sophie Day verließ überraschend die Band und wurde durch Siân Greenaway ersetzt. Später verließ auch David Day Alunah und wurde durch Dean Ashton (Diamond Head) ersetzt, der das erste Album Violet Hour (2018) auf Heavy Psych Sounds Records mit einspielte.

Der ist mittlerweile auch schon wieder Geschichte, denn er wurde von Matt Noble bereits 2020 ersetzt. Kontinuität ist was anderes, was geblieben ist, ist der Labelvertrag mit dem erstklassigen italienischen Heavy Psych Sounds Records Label. Strange Machine ist das zweite Album von Alunah bei den Italienern und insgesamt das sechste.

Auf dem Heavy Psych Sounds Labelfestival in Berlin 2019 traf ich die Band dann in der neuen Besetzung. Da hatte ich noch die Gelegenheit, mich mit Bandgründer Jake Mason über das neue Album und die Vergangenheit mit dem Ehepaar Day zu unterhalten. Wir sprachen auch die Unterschiede im Stil, gerade die naturverbundene, heidnische und feierliche Erhabenheit in den ersten Alben an. Es liegt natürlich bei jedem selbst, welchen Stil er bevorzugt. Ich mag die Band, mag auch deren Veränderungen, obwohl ich zunächst etwas mit dem Weggang von Sophie Day haderte.

Der gute Jake Mason hält Alunah nach all den Jahren der Bandgründung seit 2008 am Laufen und das ist auch gut so. Sängerin Siân Greenaway ist mittlerweile eine feste Größe in der Band und ihre Stimme schon ein markanter Bestandteil der „neuen“ Alunah.

Auch dieses Mal gibt es aus meiner Sicht noch einmal einige Veränderungen in musikalischer Sicht. Ist der Opener Strange Machine noch ein kerniger Doomer, dann nimmt man den ersten rockigen Anlauf mit Over The Hills (and far away, sorry, das musste sein 😉 ). Nach den Erhebungen erforscht man psychedelische Täler wie in Fade Into Fantasy oder man nimmt den Psychedelic Expressway inklusive Flötenspiel, um mal richtig abzuheben. Doomige Sachen wie Broken Stone begegnen uns auf dieser Fahrt jedoch immer wieder. Alunah versuchen auf Strange Machine, einen Spagat zwischen Doom und Psychdeledic Stoner Rock. Das läuft ganz gut und wird nicht zu einem Dead Woman Walking (so der Titel des letzten Songs). Dies ist gewiss nicht nur Siân Greenaway mit ihrer Stimme zu verdanken. Die klingt sogar in Dead Woman Walking noch erfrischend frisch.

Alunah – Strange Machine
Fazit
Alunah erkunden auf ihrer Strange Machine nochmals ihre musikalische Ausrichtung in einigen Details. Sie haben sich mittlerweile in der Szene etabliert und sind immer mal wieder für eine Überraschung gut. Das ist schon eine Strange Machine, die da bei Alunah abläuft.

Anspieltipps: Strange Machine, Psychedelic Expressway und Dead Woman Walking
Juergen S.
8.4
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