Apewards – Akrasia

05.05.2023 – Blues Rock, Stoner Rock – Independent – 34:46 Minuten

Weil im September noch die Ruhe vor dem Sturm im Weihnachtsgeschäft ist, kann ich noch einmal zurück in die Kiste der liegengebliebenen Alben. Bisweilen fische ich da sehr oft in den dunklen Ecken, dieses Mal allerdings nicht. Mit Akrasia von Apewards finde ich da ein Album aus der Blues Rock und Stoner Ecke.

Akrasia ist bereits im Mai im Eigenvertrieb erschienen. Über die Bandcampseite ist das Album als CD und in den limitierten schönen Vinylfarben Clacier und Dark Forrest (jeweils auf 100 Stück limitiert) erhältlich.

Unter Akrasia (Willensschwäche, Unbeherrschtheit, Handeln wider besseres Wissen) versteht man den Fall, dass eine Person eine Handlung ausführt, obwohl sie eine alternative Handlung für besser hält. War das nun bei mir jetzt auch so der Fall!? Nein, da besitze ich dann doch das genaue Gegenteil von Akrasia, also Enkrateia, die Macht über sich selbst, Macht über die eigenen Leidenschaften und Instinkte, Selbstkontrolle und Selbstbeherrschung. Ich stehe also dazu, Akrasia aus der Kiste rausgezogen zu haben und mache gerne ein Review dazu.

Apewards ist ein Marburger Trio, welches schon seit 2012 unterwegs ist. Seitdem wurden fünf EPs, zwei Studioalben und ein Livealbum veröffentlicht. Bis zum letzten Album We The Living war man noch als Quartett unterwegs. Nachdem Gitarrist Vincent Krause nach der Veröffentlichung des letzten Albums die Band verließ, machten Frank Eckerle (Schlagzeug und Rhodes Piano), Lukas Plümpe (Bass) und Nico Gehle (Gitarre und Gesang) als Trio weiter. Nach der zweiteiligen EP Peaks folgt nun mit Akrasia der dritte Longplayer.

Akrasia beginnt mit einem geilen Heavy (Blues) Rocker. Last Dance knallt und groovt richtig und lädt zu einem heißen Tänzchen ein. Mit dem direkt darauffolgenden Anima zeigen die Marburger, dass sie aber auch die Leichtigkeit des Seins beherrschen. Den Song würde ich unter dem Motto „Move Your Hips“ einordnen. Danach werden Storys erzählt und da geht es natürlich wieder richtig heavy ab. Balladen können Apewards allerdings auch, das beweisen sie mit Take The Lead.

Ein akustisches Intermezzo mit Together Silent leitet uns in den zweiten Teil des Albums über, der mit Death Cult Of Denial, einem lauten Aufschrei beginnt. Düster und ein wenig verspielt kommt dann What Holds Us Together Is Decay daher, allerdings immer noch recht laut. Ziemlich verträumt entschweben wir mit dem Titelsong Akrasia dann schon fast diesem sehr abwechslungsreichen Album. Das Outro ist allerdings dem Epilog Half An Angel überlassen. Für mich persönlich liegen die Stärken des Albums gerade im ersten Teil.

HIER! geht es für weitere Informationen Apewards – Akrasia in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Apewards – Akrasia
Juergen S.
8.7
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