Beatsteaks – Please

Die Berliner Punks versuchen sich in verschiedenen Styles

Artist: Beatsteaks

Herkunft: Berlin, Deutschland

Album: Please

Spiellänge: 37:41 Minuten

Genre: Alternative, Punkrock, Rock

Release: 28.06.2024

Label: BeatRec / Warner

Link: https://beatsteaks.com/

Bandmitglieder:

Gesang, Rhythmus-Gitarre – Arnim Teutoburg-Weiß
Lead-Gitarre – Bernd Kurtzke
Rhythmus-Gitarre, Keyboard, Gesang – Peter Baumann
Bass – Torsten Scholz
Schlagzeug, Begleitgesang, Keyboard – Thomas Götz
Melodieschlagzeug – Dennis Kern (Live)

Tracklist:

  1. Goodbye
  2. Detractors
  3. Dead Man
  4. Katharina
  5. Traumschiff
  6. Against All Logic
  7. Love Like That
  8. The Lunatics (Have Taken Over The Asylum)
  9. Why & Because
  10. Magic Feel
  11. Tonight

Vor 29 Jahren gegründet, kommt nun nach sieben Jahren Pause das neunte Studioalbum der Berliner Punks von den Beatsteaks heraus. Die Releaseparty fand am Erscheinungstag zusammen mit dem Geburtstag von Sänger Arnim Teutoburg-Weiß auf der Berliner Wuhlheide statt.

Produziert hat das neue Album Olaf Opal, einer der versiertesten zeitgenössischen Produzenten. Das Equipment wurde direkt im Publikumsbereich des Berliner Columbia Theaters aufgebaut, um aus vorhandenen Demos, Melodien, Riffs und Textfragmenten das neue Album zu entwickeln und aufzunehmen.

Mit Goodbye steht nicht der Rausschmeißer an erster Stelle, sondern ein Energie-aufbauender, hämmernder, elektronisch wirkender, ungewöhnlicher Track. Track zwei ist dann gleich die Hitsingle Detractors aus April. Es war die erste Singleauskopplung und schlug ein wie eine Bombe. Melodie und Tempo passen, ein eingängiger Rhythmus sowie Refrain sind immer noch Hitgaranten. Die zweite Single folgte keine vier Wochen später. Dead Man kommt ganz anders daher. Auch schön melodiös, erinnert mich der Stil ein klein wenig an die Spielart des Reggaes. Katharina klingt wie ein Alternativ Crossover aus den 90ern. Traumschiff, die dritte Single aus dem Album, klingt wiederum modern und Against All Logic nimmt wieder Fahrt auf. Love Like That ist so gar nicht meins. Eine Ballade ist es nicht, aber Tempo hat der Song auch nicht. Mit The Lunatics (Have Taken Over The Asylum) verarbeiten die Hauptstädter einen Song der englischen New-Wave-Pop-Band The Fun Boy Three groovig und düster. Der Song war auf dem 1982 erschienen gleichnamigen Debütalbum von drei ehemaligen britischen Musikern der Ska-Band The Specials. Von Ska der alten Tage ist leider nichts mehr übrig. Besser geht es dann mit Why & Because weiter. Hier kommt wieder Geschwindigkeit auf. Tanzbar, trotz anderem Stil bleibt es bei Magic Feel. Man kann jedenfalls nicht sagen, dass die Songs alle gleich klingen. Hier mischt sich eine ganz andere Klangart in die Trackliste. Der letzte Vorbote erschien dann zwei Wochen vor Release. Tonight als vierte Single schließt das Album ab.

Das Album wird digital auf allen bekannten Plattformen im Stream und Download erhältlich sein. Physikalisch ist das Album natürlich auf CD erhältlich. Das Vinyl gibt es natürlich auch in einer limitierten, farbigen Auflage. Neben der original schwarzen Ausgabe ist auch eine White Vinyl bestellbar.

Beatsteaks – Please
Fazit
Für sieben Jahre Pause ist mir das zu wenig. Klar gibt es den Hit Detractors, aber sonst bleibt das Album farblos. Es gibt viele Spielarten des Rock, langweilig ist die Platte nicht. Nur eben nicht auf hohem Niveau.

Anspieltipps: Detectors, Goodbye, Why & Because
Norbert C.
8
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Punkte