Der Ekliche

“Etikettenschwindel mal anders!“

Name: Der Ekliche

Herkunftsland: Schotten, Deutschland

Firma: Ekliche Getränke (Inh. Tim Schöffmann)

Art des Getränks: Likör

Jahrgang: 2014

Link: http://www.der-ekliche.de

Abfüllmenge: 500 ml

Volumenprozent Alkohol: 32,0 %

Preis: 9,99 € (In der „Skull Version“ 14,99 €) – Literpreis: 19,98 €

So liebe Kinder, ihr kennt das ja, wenn die Mama sagt, dass wenn ein Totenkopf auf einer Flasche abgebildet ist, dann ist das nichts, was man trinken sollte. So – oder so ähnlich – hatte meine Mutter mir das wohl auch damals beigebracht, als ich gerade die ersten Schritte machte und mehr als nur Mama, Milch und Schreien verstanden habe. Dass das heute (ca. 25 Jahre später) ab und an mal anders ist, werde ich euch heute präsentieren, denn das, was ich hier stehen habe, ist eine ordentliche Dosis von etwas, was alles andere als gut von sich spricht – Der Ekliche.

Der Ekliche ist ein Likör, der optisch einiges her macht. So wurde die leuchtend grüne Flüssigkeit in eine klare Apothekerflasche abgefüllt, auf der ein Totenkopf dafür sorgt, dass man zusammen mit der durchschimmernden Farbe im Verkaufsregal gesehen wird. In meinen Augen hat das Produkt somit verpackungstechnisch schon mal gewonnen. Wer die handliche Flasche in der Hand hat, wird unweigerlich auch die Rückseite bemerken, auf der wohl das „Antietikett“ schlechthin aufgedruckt wurde – ich fasse zusammen: „…eigenartige Zusammensetzung…billigsten und ranzigsten Zutaten…abgestandener Geschmack…“ und so weiter.

Der Ekliche 02

Da fragt man sich doch gleich, dass, wenn ich die Flasche nun auf mache und den Likör toll finde, ist das dann gut oder schlecht? – Wir werden es sehen!

Nach dem Entfernen des Holzstopfens und dem Einschenken in ein übliches Likörglas, macht sich der relativ alkoholisch wirkende Geruch von Wodka breit, der von einer frischen Fruchtnote begleitet wird. Ist das nun „eklich“? Nein, überhaupt nicht. Denn wer einen leichten alkoholischen Geruch nicht mag, der braucht auch nicht zu den Mitbewerbern mit den zwei Augen oder zu sonstigen Spirituosen der Richtung greifen.

Also geht es weiter wie bei einem guten Whiskey – einmal in den Mund und wirken lassen. Auf der Zunge entwickelt Der Ekliche seine volle Wirkung, denn hier wird der Gaumen gefragt, wonach der deutsche Likör denn eigentlich wirklich schmeckt. Ehrlich gesagt, das weiß ich selbst nach dem dritten Glas noch nicht genau. Kirsch – Limette – Minze? Mein Fragen hat glücklicher Weise nach wenigen Minuten bei Google seine Lösung: Wildkirsche-Menthol.

Zum krönenden Abschluss gibt es dann noch einen Eklichen Cocktail á la 43 mit Milch nur diesmal Die Ekliche Milch. Ich kann behaupten, dass der Mixtur-Tipp alles andere als den Namen des Produktes zu Ehren wird, denn eklig ist hier überhaupt nichts.

Der Ekliche
Fazit: Top Aufmachung trifft auf ein top Produkt. Die Macher von der Ekliche haben eigentlich einen Orden verdient, denn sie haben das Sprichwort „aus Scheiße Gold machen“ in ein Produkt projiziert und das so lange geschüttelt, bis der vorzügliche Likör Marktreif wurde. Ich denke, es ist nicht einfach, neben bekannten Produkten auf sich aufmerksam zu machen und sich gegenüber dem Angebot der großen Abfüller zu behaupten. Die Eklichen Getränke haben alles, was ein Freund der süßen Spirituose braucht: Einen Eyecatcher, Humor und einen tollen Likör - was will man mehr?
Geschmack9
Geruch7
Abgang7.5
Optik10
Persönliche Gesamtnote: Kai R.9
Persönliche Gesamtnote: Petra D.8.5
PRO
  • Optisch Top
  • Lecker vom Geschmack
  • attraktiver Preis
CONTRA
  • alkoholischer Geruch
8.5Gesamtwertung
Leserwertung: (9 Votes)
7.1

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