“Höllisch gute Musik“
Artist: Devil’s Train
Herkunft: Deutschland, Griechenland, Finnland
Album: II
Spiellänge: 51:04 Minuten
Genre: Hard Rock, Heavy Rock
Release: 23.01.2015
Label: Edel / Ear Music
Link: https://www.facebook.com/devilstrain
Produktion: von R.D. Liapakis und Fredrik Nordström (Mix)
Bandmitglieder:
Gesang – R. D. Liapakis
Gitarre – Laki Ragazas
Bassgitarre – Jari Kainulainen
Schlagzeug – Jörg Michael
Tracklist:
- Down On You
- Hollywood Girl
- Gimme Love
- Mr. Jones
- Can You Feel
- Rock Forever
- Let’s Shake It
- Girl Like You
- Born To Be Wild
- You And Me
- Thunderstorm
- Suffocated
- Immigrant Song (Bonus Track)
Man sollte ja eigentlich meinen, dass R.D. Liapakis als Frontmann der Band Mystic Prophecy und als Produzent für viele namhafte Bands aus Rock und Metal voll ausgelastet wäre. Aber dem ist wohl definitiv nicht so, denn er gründete im Jahr 2012 die Band Devil’s Train. Außer ihm sind mit Laki Ragazas (Mystic Prophecy), Jari Kainulainen (Masterplan, Ex-Evergrey, Ex-Stratovarius) und Jörg Michael (Ex-Stratovarius, Ex-Mekong Delta, Ex-Axel Rudi Pell) ebenfalls nicht ganz Unbekannte mit am Start. Im Jahr 2012 erschien das selbstbetitelte Debütalbum Devil’s Train, knapp drei Jahre später folgt am 23.01.2015 das sinnigerweise II benannte zweite Album.
So abwechslungsreich wie das ganze Album, geht es schon mit den ersten vier Titeln los. Der Uptempo-Kracher Down On You eröffnet das Album. Zum zweiten Titel, Hollywood Girl, der das Tempo ziemlich drosselt, wurde vorab ein Video veröffentlicht und ich denke mal, die Jungs hatten sehr viel Spaß beim Dreh. 😉 Bis zum Anschlag wird das Gaspedal dann bei Gimme Love durchgetreten. Hier darf Laki Ragazas sich mal mit einem richtig schön dreckigen Solo hervortun. Waren bis jetzt schon die Blues Rock-Einflüsse mehr oder weniger unüberhörbar, so setzt Mr. Jones mal ein richtiges Ausrufezeichen. Vor meinem geistigen Auge taucht sofort ein träge dahinfließender Fluss auf, Mücken schwirren durch die Gegend, der Schweiß rinnt von der Stirn. Im letzten Drittel legt der Song noch mal an Tempo zu, das Gitarrensolo von Laki Ragazis passt wie A…. auf Eimer.
Unter den insgesamt 13 Titeln auf dem Album finden sich auch zwei Coverversionen. Hier kommt es sicherlich auch auf den persönlichen Geschmack an. Mit Born To Be Wild konnte ich schon im Original nicht sehr viel anfangen. Die Version von Devil’s Train ist zwar sehr gelungen, hätte meiner Meinung nach aber nicht sein müssen. Anders sieht es mit dem Bonustrack Immigrant Song aus. Das ist einer meiner Lieblingssongs von Led Zeppelin und Coverversionen werden wir von mir dementsprechend misstrauisch aufgenommen. Aber an der Version hier gibt es nichts zu meckern, der Gesang von R.D. Liapakis ist variabel genug, um auch die Nuancen dieses Songs richtig wiederzugeben.



