Flame Rising – Liberation

Groove Metaller aus Köln mit tollem Debüt

Artist: Flame Rising

Herkunft: Köln, Deutschland

Album: Liberation

Spiellänge: 46:31 Minuten

Genre: Groove Metal

Release: 13.11.2020

Label: Independent

Link: www.flamerising.com

Bandmitglieder:

Gesang – Christoph „Krys“ Handels
Gitarre – Frank Zaiczek
Schlagzeug –  Tobias Hemme
Bass, Hintergrundgesang – Valentin Klug

Tracklist:

  1. Snake Charmer
  2. Hymns Unchanted
  3. Seething
  4. Flame Rising
  5. Pricks
  6. Death Seed Impending
  7. Bitter Pill
  8. Gone And Through
  9. Confessional Rhymes
  10. Black Patrol

Da schreibt mich doch ein gewisser Christoph Handels über den Facebook-Messenger an. Der junge Mann ist genauso wie ich Mitglied in einer Heavy Metal Fans Facebook-Gruppe. Er fragt, ob ich nicht mal in das Album seiner Band Flame Rising hineinhören möchte. Klar, Christoph, schick es mal, ich höre mal rein. Jetzt steht auch fest, dass ich nicht nur reinhören, sondern es auch ausposaunen muss, denn der Erstling von Flame Rising gefällt mir richtig gut und bleibt gut im Ohr hängen.

Obwohl ich im Kölner (Underground) Raum recht oft unterwegs bin, habe ich bis dato von Flame Rising tatsächlich noch nicht so viel mitbekommen. Dabei hat sich die Band bereits 2016 formiert. Zunächst als Quintett gestartet, schrumpfte man 2018 auf ein Quartett zusammen. Den Bass übernahm Valentin, der zuvor die Rhythmusgitarre innehatte. Eine Menge an lokalen Konzertauftritten hat die Band bereits hinter sich und auch die Teilnahme am SPH Band Contest (zu diesem Contest gibt es nicht allzu viel zu sagen, außer, dass die Bands hier nicht unbedingt als Sieger raus gehen), die die Band sogar bis ins Regionalfinale bringt.

Das hier vorliegende Debütalbum, welches am 13.11.2020 veröffentlicht wird, wurde bereits 2018/2019 eingespielt und im Spacelab-Míxing Studio von Christian „Moschus“ Moos erfolgte das Mixing & Mastering. Da kann ich schon vorweg sagen, dass hier sehr gute Arbeit geleistet wurde, denn der Sound auf der Scheibe, die als CD veröffentlicht wird, ist schon sehr fett und unterstreicht die Mucke der Band!

Zehn Songs sind auf dem Debüt Liberation vorzufinden, die eine Menge Spaß machen. Bereits der Opener Snake Charmer haut mächtig rein. Der Schlangenbeschwörer beeindruckt durch klasse Gitarrenarbeit, melodischen Refrain und Tempowechsel. Frank Zaiczek darf seine Gitarre regelrecht beschwören. Christoph „Krys“ Handels überzeugt mit einer kräftigen Stimme. Der Song groovt ungemein, was sich durch das ganze Werk zieht.

Mit Hymns Unchanted folgt ein Hammersong, bei dem die Gitarre einfach nur so kracht und Krater im Schlachtfeld hinterlässt. Die Rhythmusgruppe treibt das Ding ungemein nach vorne und klingt unheimlich böse.

Seething macht seinem Namen alle Ehre, denn der Song brodelt regelrecht vor sich hin. Das folgende Flame Rising ist einfach nur Programm für die Band. Die Flamme lodert hier lichterloh bei geilen Thrashanteilen. Frank Zaiczek darf erneut an der Gitarre zeigen, was er kann. Dabei ist er jedoch nie alleine, denn das wirkt schon sehr professionell, was die Band nicht nur in diesem Song veranstaltet.

Pricks sind eine Menge kleiner grooviger Stiche, die in kurzer Reihenfolge ihr Ziel finden.

Death Seed Impeding weist einige Richtungs- und Tempoänderungen auf. Von Schweinsgalopp bis beschwörende Sequenzen ist hier alles dabei.

Bitter Pill, diese Pille muss man erst einmal schlucken. Nach einem zwar ruhigen, aber rockigen Beginn geht das Zäpfchen ab, von wegen Pille. In diesem Song geht es, wie sollte es anders sein, erneut hin und her. Diese Pille scheint ein Mix zwischen Barbituraten und Amphetaminen zu sein. Da muss man echt schauen, welche Wirkung sie hat. Auf jeden Fall spürt man einen mächtigen Bass.

Egal, vorbei und durch, also Gone And Through groovt es anschließend.

Schnell sind wir nun fast am Ende des Albums. Confessional Rhymes kommt fast hymnisch rüber, ohne jedoch an Tempo zu verlieren. Zu dem vorherrschenden Cleangesang gesellen sich ein paar Grunzer, die den Song herrlich auflockern. Christoph „Krys“ Handels schafft es, egal, wie er es macht, mit seiner Stimme zu überzeugen.

In Black Patrol legen Flame Rising noch einmal alles rein, was ihre Platte ausmacht. Eine Menge treibender Groove, thrashige und auch hymnische Passagen. Und klar natürlich Tempiwechsel und stimmliche Variationen.

Flame Rising – Liberation
Fazit
Die Kölner Groove Metaller legen mit Liberation einen tollen Erstling vor. Mitreißend und abwechslungsreich. Man merkt, dass die Band schon einige Zeit zusammen ist und sich ausreichend Zeit gelassen hat, ein sauberes und kraftvolles Debüt hinzulegen. Das kann sich absolut sehen lassen, denn die Leidenschaft und Begeisterung der Band kommt authentisch rüber. Liberation bleibt im Ohr haften!

Anspieltipps: Hymns Unchanted, Flame Rising und Pricks
Juergen S.
8.5
Leser Bewertung8 Bewertungen
7.7
8.5
Punkte
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