Garagedays – Dark And Cold

„Gute Ansätze in zu viel Mittelklasse“

Artist: Garagedays

Album: Dark And Cold

Spiellänge: 41:18 Minuten

Genre: Heavy / Power / Thrash Metal

Release: 27.05.2011

Label: Massacre Records

Link: http://www.garagedays.at

Klingt wie: Insidead , Sacrarium

Band Mitglieder:

Dominik Eder – Bass
Marco Kern – Gesang, Gitarre
Rene Auer – Gitarre
Matthias Mai – Schlagzeug

Tracklist:

  1. Last Breath
  2. Lord Of Darkness
  3. Father
  4. Blow Away
  5. Four
  6. I’m Your Hate
  7. Piece Of Shit
  8. Conscience
  9. Black Bridges
  10. Dark And Cold

Das Debütalbum Dark And Cold der Tiroler Band Garagedays hat den Weg zu mir gefunden und steht so für ein Review für euch bereit. Erst einmal bin ich gespannt, was mich erwarten wird, da die Genrebeschreibung etwas schwammig ist. So lausche ich dem Anfang von Last Breath, der gleich sehr thrashig startet und von einem kraftvollen Gesang begleitet wird. Dass die Jungs mit ihren Instrumenten umzugehen wissen, zeigen sie ebenfalls direkt beim ersten Song. Feine Einzelarbeit gestaltet den Song zu einem guten Operer. Father wurde ebenfalls sehr interessant gestaltet und weist diverse Einflüsse auf – unter anderem von Metallica. Doch die Ausführung des musikalisch eingeschlagenen Weges will mir nicht so ganz gefallen. Nach stärkeren Stücken schleichen sich auch sehr gern belanglose wie z.B. Lord Of Darkness oder Blow Away ein. Die Soli, die in fast jedem Track untergebracht werden, klingen sehr ähnlich und können das musikalische Gewand nicht wie erwünscht lockern. Mit Four präsentieren die Österreicher einen sehr ruhigen Song der leicht an die sanften Tiamat-Stücke erinnert. Mit viel Gefühl wird der Takt vom Schlagzeug vorgegeben und die Saiten der anderen Instrumente gezupft. Gesanglich kann sich Marco Kern gut auf das ruhigere Stück einstellen und macht so diesen Song zu einem der besten auf der Debütscheibe. Besonders erwähnenswert ist, dass kein anderer als Andy Laroque von King Daimond die Platte gemixt hat: Garagedays haben sich da gleich den richtigen Mann ausgesucht! Die Produktion ist echt top, was aber nichts an der Tatsache ändert, dass mit Highlights auf Dark And Cold etwas stark gegeizt wurde.

Fazit: Solide ist Dark And Cold allemal, aber nun mal keine Scheibe, wo man nach dem Hören mit der Zunge schnalzt. Rockige Riffs werden schwungvoll angeschlagen, verlieren aber über die Länge an Power und damit an Hörspaß. Sehr durchwachsen zeigt sich das erste Werk, einige Songs können auf voller Länge überzeugen, andere werden von Anfang an zu einer müden Nummer. Was aber nicht zu abwertend betrachtet werden darf! Das Potenzial, gute und spannende Stücke zu schreiben, ist da und dass dieses beim ersten Mal nicht bei jedem Track klappt, ist ganz normal. So gebe ich unseren Nachbarn aus Österreich 6,5 von 10 Punkten und zwei Anspieltipps die sich Power /Thrash Metal-Liebhaber ruhig mal anhören können. Anspieltipps: Last Breath und Father
Rene W.6.5
6.5

Kommentare

Kommentare

Weitere Beiträge
Sacred Reich – Awakening