Artist: Octoploid
Herkunft: Finnland
Album: Beyond The Aeons
Spiellänge: 39:04 Minuten
Genre: Death Metal, Black Metal, 70er Psychadelic Rock, Stoner
Release: 05.07.2024
Label: Reigning Phoenix Music (RPM)
Format: CD, Vinyl, Download
Link: www.facebook.com/octoploidmusic/
Bandmitglieder:
Gesang — Mikko Kotamäki
Gitarre — Peter Salonen
Tasteninstrumente – Kim Rantala
Bass, Keys und Backgroundgesang – Olli-Pekka Laine
Schlagzeug – Mikko Pietinen
Gäste:
Gesang — Petri Eskelinen (Feastem)
Gesang — Tomi Koivusaari (Amorphis)
Gesang — Tomi Joutsen (Amorphis)
Gesang — Janitor Muurinen (Xysma, Mannhai)
Gesang — Jón Aldará (Hamferð)
Gitarre — Samu Leminen
Keyboards — Kasper Mårtenson (ex-Amorphis)
Gitarre Track 8 — Ile Laaksomaa
Tracklist:
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- Dawns In Nothingness
- Coast Of The Drowned Sailors
- Human Amoral
- Shattered Wings
- Beyond The Aeons
- Hallowed Flame
- Concealed Serenity
- Dusk Of Vesk
Octoploid ist das Nebenprojekt von Olli-Pekka Laine, seines Zeichens Bassist bei Amorphis, Barren Earth und Mannhai. Mit Beyond The Aeons kommt nun die erste Scheibe seiner im Jahre 2022 gegründeten Soloband. Neben seiner Stammbesetzung haben sich diverse Sänger berufen gefühlt, mit Stimmgewalt zu unterstützen. Da auch zwei Amorphis-Sänger dabei sind, liegt der Verdacht nahe, dass es sich stilistisch nicht so weit weg von eben den finnischen Progmetallern bewegt. Bereits im Opener Dawns In Nothingness ist das nicht von der Hand zu weisen. Aber das ist überhaupt nicht schlimm. Ein wenig Black, ein wenig Death und mit etwas Prog gemischt fertig. Passt. Wenn beim ersten Song noch Mikko Kotamäki (Swallow The Sun ist seine Stammband) zu hören ist, dann kommt jetzt Tomi Koivusaari in Verbindung mit Janitor Muurinen von Mannhai zum Einsatz. Ansonsten haben wir hier lupenreinen finnischen Death Doom Metal wie in Laines Stammband Amorphis. Interessant an dieser Stelle auch, ob sich da irgendwelche Parallelen zu der neuen The Eternal Scheibe (Review hier) ergeben, denn da macht ja der Jan Rechberger seit Neuestem den Drummer. Um es vorwegzunehmen, es gibt bis auf Sänger Tomi Joutsen wenig Ähnlichkeiten.
Mit Coast Of The Drowned Sailors machen Octoploid weiter. Nach dem melodischen Intro geht es mit Amorphis-ähnlichen Riffs weiter. Zur Überraschung sind Pink-Floyd-Anleihen zu hören und das Stück endet mit einem positiven Dur-Akkord, eher untypisch für diese Art der Musik. Das folgende Human Amoral wird mit einem interessanten Übergang vom zweiten Stück eingeleitet. Was dann folgt, ist eine Aneinanderreihung heftiger Hooks, eingängiger Melodie und einem megageilen Gegrowle von Tomi Joutsen (ich mag ihn einfach). Dass dieser Song ausgekoppelt wurde, erschließt sich mir sofort. Das ist die richtige Werbung für das neue Album, das an vielen Stellen komplexer ist als dieser Track. Top Song. Mit einem ungewollten, aber stilistisch sehr interessanten Song geht es weiter. Shattered Wings kommt mit Doppel-Twin-Gitarreneffekten à la Wishbone Ash um die Ecke. Nach Human Amoral fast schon fast ein Affront und Stilbruch. Die 70er lassen deutlich grüßen. Wird nicht zu meinem Lieblingssong.
Der Titelsong beginnt etwas psychedelisch, bevor eine spacige Gitarre den kurzen Track schnell beendet. Ein Glücksfall? Hallowed Flame schleicht sich wie ein Walzer in die Gehörgänge. Die düstere Atmosphäre wird durch Swallow The Sun Sänger Mikko Kotamäki heraufbeschworen. Ein interessanter Wechsel, der mal wieder zeigt, wie abwechslungsreich diese Platte ist. Die Grundmelodie wird erst beim zweiten Hören richtig aufgenommen und zeigt die komplexen Songstrukturen. Es folgt mit Concealed Serenity der gefühlt langsamste Song. Fast schon flamencoartige Strukturen in einigen Parts werden durch eine hervorragende Gitarrenarbeit von Ile Laaksomaa weggewischt. Mit Dusk Of Vex endet nach gut 40 Minuten die mir vorliegende Fassung. Dieser Song beginnt ziemlich psychedelisch und die Sitarklänge lassen an die Beatles erinnern. Schleichend entwickelt sich der Track in einen klassischen Death Metal Song und im Refrain wird dem 70er-Jahre-Prog gefrönt. Drumtechnisch schafft es Mikko Pietinen eine gewisse Leichtigkeit mit einzubringen. Ebenfalls ein interessanter Track, der erst bei mehrmaligem Hören richtig eingängig wird. Es gibt mit Monotony einen Bonustrack, der mir nicht vorliegt.




