On Thorns I Lay – Threnos

Es piekt nur ein bisschen

Artist: On Thorns I Lay

Herkunft: Athen, Griechenland

Album: Thronos

Genre: Melodic Death Metal, Doom Metal

Spiellänge: 45.11 Minuten

Release: 21.02.2020

Label: Lifeforce Records

Link: https://www.facebook.com/onthornsilay/

Bandmitglieder:

Gesang – Stefanos
Gitarre – Chris
Keyboards – Antony
Schlagzeug – Stelios
Gitarre – Akis
Bass – Jim

Tracklist:

  1. The Song Of Sirens
  2. Ouranio Deos
  3. Cosmic Silence
  4. Erynies
  5. Misos
  6. Threnos
  7. Odysseia

On Thorns I Lay sind Griechen, die sich in einer Mischung aus Melodic Death Metal und Doom Metal mit einem Hauch Gothic probieren.

In den frühen Neunzigern starteten sie unter dem Namen Paralysis, bevor sie sich zwischenzeitlich in Phlebotomy und dann 1995 in On Thorns I Lay umbenannten. Nachdem 2006 zunächst einmal Schluss war, firmiert die Band seit 2008 erneut unter dem Namen On Thorns I Lay.

Threnos ist bereits das neunte Album der Band, jedoch das erste beim Label Lifeforce Records. Erschienen ist es am 21.02.2020 als CD, black Vinyl und limited blue/ grey marbled vinyl (100 Stück).

Gemischt und gemastert wurde Threnos von niemand Geringerem als Dan Swäno. Das wird immer wieder gerne von Bands/Plattenfirmen erwähnt. Der Name Dan Swäno erscheint mittlerweile so oft, dass dies aus meiner Sicht fast nicht mehr erwähnenswert ist, weil halt inflationär. Aber was soll es, wir können zumindest davon ausgehen, dass das Album gut abgemischt ist. Und ja, dies schon einmal vorab: Es ist gut abgemischt.

Threnos war im antiken Griechenland ein Trauer- oder Klagelied über den Tod eines geliebten Wesens.

On Thorn I Lay erzählen uns auf Threnos in sieben Songs von griechischen Mythen. Diese Mythen werden episch langsam mit viel Melodie dargeboten. Dramatik und Melancholie werden durch den Einsatz von klassischen Instrumenten wie Violinen oder Klavier scheinbar verstärkt.

Der Sound ist ziemlich gewaltig. Knurrende Harsh-Voices von Sänger Stefanos treffen auf volle orchestrale Arrangements. Die doomige Stimmung manifestiert die Musik, die noch genügend Anleihen im Melodic Death Metal nimmt. Das Tempo stimmt zu jeder Zeit. Manchmal übertreibt man es mit einigen Hinzunahmen, wie zum Beispiel der Klaviereinlage im The Song Of Silens, dem weiblichen Sprechgesang in Ouranio Deos, begleitet von Synthieklängen oder dem rockigen Einsatz einer (Hammond) Orgel in Erynies. Das dürfte jedoch Geschmacksache sein, denn der eine oder andere Hörer findet das bestimmt ganz interessant. Ich persönlich finde die kernigen Death/Doom Arrangements ohne Firlefanz angenehmer, so wie sie zum Beispiel über weite Strecken in Misos gebracht werden.

Auf jeden Fall schaffen es On Thorns I Lay, dem Hörer auf Threnos in ihren Songs ein Gefühl von Resignation und Depression zu vermitteln. Dies wird mit großer epischer Orchestration, teilweise zu stark und zu üppig ausgedehnt. Dies ist jedoch Geschmacksache, wie ich bereits erwähnt habe, und gestehe das auch gerne ein.

On Thorns I Lay – Threnos
Fazit
Ob On Thorns I Lay mit Threnos auf Rosen gebettet sind, bleibt abzuwarten. Threnos ist schon ein gutes Melodic Death / Doom Werk, welches sich über sieben Songs bedächtig im Midtempo dahinwalzt. Für mich immer dann am schönsten, wenn es richtig dreckig ist. Manchmal meinen die Griechen es mit Einlagen der Keyboards, die klassische Instrumente simulieren, etwas zu gut. Aber auch dies dürfte seine Hörerschaft haben. Etwas weniger Bombast und Melodie würden meine Nackenhaare eher zum Kribbeln bringen.

Anspieltipps: Erynies, Misos und Threnos
Juergen S.
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