SkeleToon – Nemesis

Solider Powermetal aus Italien

Artist: SkeleToon

Herkunft: diverse Orte, Italien

Album: Nemesis

Spiellänge: 56:04 Minuten

Genre: Power Metal

Release: 25.09.2020

Label: Scarlet Records

Links: https://www.facebook.com/Skeletoonband/
https://skeletoon.bigcartel.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Tomi Fooler
Gitarre – Andy „K“ Cappellari
Gitarre – Fabrizio „Fabbro“ Taricco
Bassgitarre – Giacomo „Jack“ Stiaccini
Schlagzeug – Enrico „Henry“ Sidoti

Gastmusiker:
Gitarre – Bill Hudson (NorthTale)
Gesang – Giacomo Voli (Rhapsody Of Fire)
Gesang – Alessandro Conti (Trick Or Treat/Twilight Force)

Tracklist:

  1. Prelude: Falling Galaxies
  2. Brighter Than 1000 Suns
  3. Will You Save All?
  4. Nemesis
  5. Starseeker
  6. Cold The Night
  7. Follow Me Home
  8. Wake Up The Fire
  9. Il Tramonto Delle Ere
  10. Arcana Opera
  11. The NerdMetal Superheroes
  12. Carry On

SkeleToon aus Italien und Powermetal – wahrscheinlich rümpft jetzt erst mal fast jeder die Nase. Das Thema Powermetal und Italien ist nicht erst seit Rhapsody On Fire ziemlich ausgelutscht und jetzt noch eine neue Band?

SkeleToon entstanden 2015 aus der ehemaligen Helloween Tributeband Jack O’Lantern. Treiber für die neue Band war Tomi Fooler, der sich als Ziel setzte, den Nachweis anzutreten, dass Powermetal nicht nur ein altes und langweiliges Musikkonzept ist. So nennen sich die Herren von SkeleToon auch Nerd Powermetal und beschäftigen sich u.a. mit Computer-Rollenspielen, Kinofilmen und Comics. Man ist bezüglich Studioarbeit sehr aktiv, so wurden in den fünf Jahren bereits drei Langeisen auf den Markt geworfen (The Curse Of The Avenger (2016), Ticking Clock (2017) und They Never Say Die (2019)). Nemesis wurde als dreiteilige NerdMetal Saga angekündigt, wovon in 2020 nun der erste Teil erscheint.

Nach dem knapp einminütigen Intro geht es mit Brighter Than 1000 Suns los. Mit typischem Powermetal, recht schnell in einer sehr hohen Stimmlage gesungen, also irgendwo zwischen Dragonforce und Rhapsody On Fire verortet, wird der Hörer von den Nerds begrüßt. Will You Save All? ist etwas mehr der klassische Powermetal der 80er und 90er, recht rund und melodisch, die Stimme von Tomi muss man mögen und wird sicher nicht in jeden Gehörgang passen. Der Titeltrack Nemesis bringt andere Töne zum Vorschein und es wird kräftig geknurrt und das bei einer Powermetalscheibe aus Italien. Eine ganz interessante Nummer mit einem sehr eingängigen Refrain. Starseeker liefert typischen 80er-Jahre Powermetal, Cold The Night ist die auf ein Powermetal gehörende Ballade und mir mit zu viel Schmalz und Epos versehen. Follow Me Home klingt nach Helloween, also ein Mix aus Speed und Powermetal. Wake Up The Fire kommt als solider Track aus den Boxen, bevor es italienisch wird mit Il Tramonto Delle Ere. Pianoklänge empfangen den Hörer, ansonsten reiht sich die Nummer in das bereits geschriebene ein – etwas mehr Dragonforce und weniger 80er-Jahre Style, solide ist auch hier passend. Arcana Opera ist mit mehr als acht Minuten der Longplayer auf der Scheibe. Außer, dass der Song länger ist als andere, gibt es allerdings keine weiteren herausragenden Merkmale. Solider Powermetal mit der einen oder anderen Tempovariation und orchestralen Elementen im mittleren Teil und einem recht langen reinen instrumentalen Part. The NerdMetal Superheroes klingt erst mal so wie sein Vorgänger aufhörte, ansonsten bleibt der Schuster bei seinen Leisten. Mit Carry On endet Teil eins der NerdMetal Saga mit dem auf dem Langeisen vorherrschenden Sound.

SkeleToon – Nemesis
Fazit
SkeleToon haben das Rad auf jeden Fall nicht neu erfunden und auch kein neues Genre kreiert. Eigentlich bleibt eine Nummer im Gedächtnis, das ist Nemesis, wo man mal eine gutturale Stimme einbaut. Wenn man schon etwas Neues im Powermetal ankündigt, dann kann man etwas mehr ausprobieren als das, was die Herren hier abliefern. Genrefans können auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren, insgesamt eine ganz solide Scheibe, allerdings ohne große Höhepunkte und so bleibt man im Mittelmaß kleben.

Anspieltipps: Nemesis und Arcana Opera
Jürgen F.
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