Vitruvius – Vitruvius

„Sympathischer Gesang zu progressiven Klängen“

Artist: Vitruvius

Album: Vitruvius

Spiellänge: 57:29 Minuten

Genre: Progressive Metal/ Rock

Release: 25.02.2011

Label: Dust On The Tracks Records

Link: http://www.myspace.com/vitruviusband

Klingt wie: Athem, Thy Symphony

Band Mitglieder:

Dulce Robles – Gesang
Armando Thame – Bass
Oskar Villarreal – Gitarre
Ronnie Rodriguez – Schlagzeug

Tracklist:

  1. Stealing A Tear From The Rain
  2. Inner Space
  3. Somewhere
  4. Memories
  5. Alchemist
  6. Shade My Sight
  7. Lost Perception
  8. Stain In The Moon
  9. Black Sphere Pt 1
  10. Black Sphere Pt 2

Heute habe ich wieder was Exotisches für Euch im Programm: und zwar die Band Vitruvius, die ihr gleich gleichnamiges Album Vitruvius im Februar 2011 veröffentlichten. Nicht nur mit ihrer Musik (Progressive Metal/ Rock) wirken sie nicht gradlinig, sondern lassen ihr Herkunftsland gekonnt mit einfließen. Vitruvius kommen nämlich aus Mexiko und trumpfen mit ihrer Sängerin Dulce Robles auf, die eine ansprechende, sympathische Gesangsstimme hat. Beim gesamten Album wird aber schnell deutlich, dass der progressive Sound nicht neu erfunden wird. Dafür aber werden die Gitarrensolis sehr sauber gespielt und auch im Allgemeinen ist der Sound vom Album bestechend. Alle Komponenten werden genau richtig in Szene gebracht, sodass kein Instrument unter den Tisch fällt oder zu dominant auftrumpft. Memories zum Beispiel beginnt sehr verhalten und entwickelt sich zu einer sanften Ballade, die viel Gefühl in sich vereint und Dulce Robles aufleben lässt. Echt beeindruckend, was die Mexikanerin da zustande bringt. Dennoch wirkt mir das Musikalische phasenweise zu abgeklärt und die Solis zu vorausschauend und steril. Woran etwas an Hörspaß verloren geht. Shade My Sight geht fixer als die anderen Werke zu. Der Bass wird hörbar etwas nach vorne geschraubt und gibt ein ungleiches Duett mit Dulce Robles, die sich mit ihrer Wohlfühlstimme eng an die Instrumente schmiegt und einen angenehmen Gesamteindruck hinterlässt. Zum Ende verzaubern uns Black Sphere Pt 1 und Black Sphere Pt 2. Wobei der erste Teil rein instrumental gehalten ist und diverse Einflüsse der klassischen Musik aufnimmt. Angenehme Töne dringen dem Hörer ins Ohr und lassen ihn träumend in den zweiten Teil abdriften. Leichte Klänge werden durch das Schlagzeug aufgepeitscht, das die Hhärte vorgibt. Erst nach geraumer Zeit gesellt sich dann auch wieder der Gesang zu den Instrumenten – ein echt cooles Ende und ein gebührender Abschluss des Albums.

Fazit: Manchmal ist es ein wenig zu vorhersehbar, was die Mexikaner spielen. Jedoch wird dies durch den einfach stimmigen Gesamteindruck wieder wett gemacht. Zudem möchte ich noch einmal den extrem harmonischen Gesang erwähnen, der Vitruvius eine ganz eigene Note verpasst. Vitruvius ist für alle Rock- Fans, die progressive Klänge lieben und auch mit Frauengesang kein Problem haben, zu empfehlen. Gleiches gilt natürlich für die Metaler, die hierbei aber den soften Sound in Kauf nehmen müssen. Hörern von Progressive Metal dürfte die Platte ebenfalls gefallen, wenn sie sich auch für harmonischen Frauengesang begeistern können. Von mir gibt es für diese stimmige Leistung 7,5 Punkte nach Mexiko! Anspieltipps: Memories und Shade My Sight
Rene W.
7.5
7.5
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