Warsenal – Feast Your Eyes

Der letzte Staub aus den Achtzigern

Artist: Warsenal

Herkunft: Montreal, Kanada

Album: Feast Your Eyes

Spiellänge: 38:21 Minuten

Genre: Thrash Metal, Speed Metal

Release: 15.11.2019

Label: Svart Records

Link: https://www.facebook.com/pg/WarsenalOfficial/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Mathieu Rondeau
Bassgitarre – Jeffrey Millaire
Schlagzeug – Vincent Caron

Tracklist:

  1. Forever Lost
  2. I Am The Blade
  3. Lords Of Rifftown
  4. Insatiable Hunger
  5. Doomed From Birth
  6. You Better Run
  7. Burning Ships
  8. Feast Your Eyes
  9. Chrystal Whip

Vor sieben Jahren gab es die erste Demo der Kanadier Warsenal. Es folgte das Debüt Barn Burner vor vier Jahren, das in diesem Monat von Feast Your Eyes abgelöst wurde. Verschlagen hat es das Trio aus Montreal zu Svart Records, die weltweit für solide Undergroundarbeit stehen. Harte Riffs greifen bei Sänger und Gitarrist Mathieu Rondeau in schnelle Elemente, die durch Jeffrey Millaire am Bass und Vincent Caron hinterm Schlagzeug noch vorne geprescht werden.

Die Handschrift der Kombo führt uns in die Achtziger zurück. Old School mit markanten Merkmalen wandeln sie auf den Pfaden der ersten Thrash Metal Gehversuche, wo der Gesang noch höher und die Gitarren meist bis zum Limit gepusht wurden. Was macht Warsenal jedoch im Jahr 2019 aus? Der Spaß an der Musik steht hier im Vordergrund. Das spürt man bei jedem Titel. Die lange Pause zwischen den einzelnen Veröffentlichungen scheint die Jungs gar nicht zu stören, da die Karriereleiter keine Bedeutung hat. Lust und Laune Attacken, kein Käfigdenken und den freien Willen, die alten wilden Zeiten neu aufleben zu lassen, bringen die drei Nordamerikaner dazu, unbeschwerten alten Stoff aus der Anlage zu drücken. Wie ein gutes Songwriting funktioniert, haben sie definitiv gelernt. Fans dieser Zeit kommen auf ihre Kosten und können den ganzen Staub der letzten Jahrzehnte gen Himmel blasen. Den ganz großen Glanz möchten Titel wie I Am The Blade oder Doomed From Birth nicht erzeugen. Mit einem festen Biss hält Mathieu Rondeau den Hörer vor den Boxen. Neben einem Mix aus früheren Thrash und Speed Metal Vocals lässt er die Saiten seiner Gitarre fliegen. Mit einem guten Rhythmus im Blut kann man schnell das müde Tanzbein schwingen. Bringen die drei die Power auch auf die Bühne, kann man bei den Werken Burning Ships oder Chrystal Whip nicht nur ordentlich einen bechern, sondern auch einen wilden Pit anführen.

Warsenal – Feast Your Eyes
Fazit
Schlussendlich fehlt es an Wiedererkennungswert und den Mut, auch altem Material ein eigenes Gesicht zu verleihen. Kritikpunkte, die Warsenal wohl am Arsch vorbeigehen dürften. Die Zielgruppe klar festgelegt, kann mit einer guten Aufnahme überzeugt werden. Bands im ähnlichen Format haben nicht selten mit ihrer Grundidee daneben gelegen. Mit Feast Your Eyes kommt man schnell klar und tut keinem auf Dauer weh.

Anspieltipps: I Am The Blade und Burning Ships
Rene W.
7
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Pro
Contra
7
Punkte
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