Wolves Den – Miserere

Kaskade aus Fäulnis und Verderbtheit!!

Artist: Wolves Den

Herkunft: Deutschland

Album: Miserere

Spiellänge: 44:01 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 24.04.2020

Label: Trollzorn Records

Link: https://www.facebook.com/wolvesdenband/

Produktion: Sebastian Moder – Grotesque Studios

Bandmitglieder:

Gesang und Bass – Helge Stang
Gitarre – Mexx
Gitarre – Stefan Botz
Drums – Manu Di Camillo

Tracklist:

1. Tides Of Hate
2. Pfad Ins Dunkel
3. Der Frost In Mir
4. Nachtmahr
5. Häresie
6. Antaios
7. Melancholera
8. Nameless Grave

Wolves Den wurden 2013 von Bassist und Sänger Helge Stang (Ex-Equilibrium) sowie Gitarrist Max „Mexx“ Steiner (Festering Salvia, Ex-Dead Emotions) gegründet. Komplettiert wird das Münchner Quartett von Drummer Manuel Di Camillo (Ex-Ex-Equilibrium) und Gitarrist Stefan Botz (Odem Arcarum, Ex-Somber Serenity). 2015 erschien das Debütalbum namens Deus Vult und nun legen sie ihr uns zweites Werk ans Herz. Wie man der Bandaufzählung entnehmen kann, handelt es sich bei den Protagonisten nicht gerade um musikalische Neulinge und dieses hört man auch an jeder Ecke und Kante.

Tides Of Hate eröffnet die dunklen Klänge aus dem bayrischen Wald. Drumklänge und ein bedrohliches Szenario kommen aus den Boxen. Klingt wie ein Marsch, begleitet mit Gitarrenklängen. Ein Argh, Gummi, wieder „marschierend“ und so weiter. Gute Idee, kommt definitiv fett. Nach 90 Sekunden geht der Song eigentlich so richtig los. Im Midtempo vorgetragen und melodisch, mit atmosphärischen Klängen im Hintergrund. Klingt sehr düster und ist eine gute Eröffnung. Der Gesang ist fett aggressiv, wie der ganze Song. Die getragene Melodie ist richtig fett und am Ende wird dann doch noch geholzt, ja sehr geil. Gelungener Aufbau und mit einen „Minimarsch“ endet der Spaß.

Pfad Ins Dunkel ist dann schon das Highlight des Albums, also für mich. Zuerst bewegt man sich wieder auf melodischen und atmosphärischen Klängen. Sehr interessant vorgetragen. Der Song wirkt strukturiert aufgebaut mit kurzen Ballerintermezzi, die dann immer wieder auftauchen. Sehr fett. Der melodische Part, der Refrainpart, ist sehr geil und erinnert mich an die Band Obscurity. Dann wird aber so richtig Fahrt aufgenommen. Melodisches Riff rüber und Blastbeatattacke. Screamige Vocals schreien hasserfüllt alles nieder, Grunzer begleiten den Pfad ins Dunkle. Fettes Riffing unterbricht die Zerstörung und aus. Ja, kann man machen.

Gefällt mir echt gut, obwohl ich nie ein Black Metal Fan war und sein werde, ich aber aufgrund meines hohen Alters meinen Horizont durchaus erweitert habe. Ich bin in dem Bereich auch nicht so bewandert, aber das nachfolgende Frost In Mir klingt, auch aufgrund der deutschen Sprache, ein wenig nach Hünengrab Im Herbst von Nagelfar. Das Album habe ich mir damals nur wegen des Namens gekauft, hehe. Der Song entwickelt sich aber musikalisch in eine andere Richtung und zieht auch irgendwie an mir vorbei.

Nachtmahr kommt mir da schon eher entgegen, zumal hier auch deathmetallischer Gesang verwendet wird, aber auch flüsternde Elemente. Der Song schleppt sich sehr düster und melancholisch durch die Botanik, kommt mit einen Cleanpart, kurzen Regenklängen und gesprochenen Wörtern um die Ecke und klingt gerade aufgrund des langsamen Tempos sehr fett. Nur solche Songs würde ich als langweilig empfinden, aber so passt es absolut. Kommt gut, zumal das nachfolgende Stück, Häresie, nach einem kurzen Vorspieler schön schnell um die Ecke kommt. Passt hervorragend zusammen.

Und so baut man Song für Song auf und besonders im atmosphärischen Bereich können sie auftrumpfen. Der Anfang von Antaios. Dieser Chorgesang und der langsame Aufbau. Respekt, das hat schon was.

Wolves Den – Miserere
Fazit
Wolves Den bieten nicht wirklich etwas Neues, aber selbst ich, der kaum Black Metal hört, bin durchaus angetan. Schockt. Die Bayern liefern eine gute Mischung aus Black und Death Metal ab, wobei man melodisch, atmosphärisch, aber eben auch aggressiv zu Werke geht. Blastbeats gehen immer, aber komischerweise reizen mich hier eher die atmosphärischen Klänge. Die fette Produktion übernimmt dann den Rest. Fans dieser Richtung sollten zuschlagen.

Anspieltips: Tides Of Hate, Pfad Ins Dunkel und Antaios
Michael E.
7
Leser Bewertung1 Bewertung
10
7
Punkte
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