Wie kommt eine Band aus Finnland nach Italien? Cardinals Folly aus Helsinki, ursprünglich als The Coven gegründet, existieren seit mehr als 20 Jahren. Mit Let The Posers Fall! sind die Skandinavier erstmals beim italienischen Undergroundspezialisten Cruz Del Sur Music gelandet und hier in bester Gesellschaft mit zum Beispiel Smoulder, Apostle Of Solitude oder Fer De Lance. Doom und Heavy Metal sind das Betätigungsfeld der Truppe, die anscheinend keine Poser mag. Ob das auch für die Hair-Metaller wie Cinderella, Poison, Bon Jovi und Co. gilt, die gerne in die Rubrik Poser Metal einsortiert werden?
Let The Posers Fall! liefert kein Poser Metal
Zehn Stücke, verteilt auf gut 44 Minuten, liefern Cardinals Folly. Bereits das Intro zeigt genau die Trademarks, die bei doomigem Metal zu erwarten sind. Der Bass dröhnt, die Düsternis zieht auf und legt sich wie ein Schleier auf den Plattenteller. Hitch-Hike entführt die Hörerschaft durchaus flott in die Heavy-Doom-Region, der Titeltrack Let The Posers Fall! und New York Ripper klingen bereits vom Titel her düster. Der Bass übernimmt das Ruder und der Gesang tritt in den Hintergrund, sodass die Stücke vor allem Doom-Fans ansprechen sollten.
Aber auch einen Hauch an Epic streuen die Protagonisten in den Cocktail (I Am The Zodiac), der Bass dominiert und das Gebräu erinnert zum Beispiel an die finnischen Combos Reverend Bizarre oder Lord Vicar. Dominant bleibt aber der düstere Sound, der sich mit dem nachfolgenden Luchador inklusive einer aggressiven Note präsentiert und mit dem runden Refrain durchaus punkten kann.
Pferdegalopp? Your Stallions Are Burning galoppiert durch den finsteren Wald, um auf dem Cultist Highway zu landen, wo die Fahrt doomig und düster, aber nicht zu langsam, fortgesetzt wird. Zum Finale geht es über ein Interlude zum schleppenden Providence, sodass Cardinals Folly die komplette Bandbreite der doomigen Spielwiese nutzen.
Hier geht es für weitere Informationen zu Cardinals Folly – Let The Posers Fall! in unserem Time For Metal Release-Kalender.



