Eventname: The Big Goodbye
Headliner: Kissin‘ Dynamite
Vorband: League Of Distortion
Ort: Inselpark Arena, Hamburg
Datum: 26.09.2026
Kosten: ab 59,95 € VK, 65,00 € AK
Genre: Stadion Rock, Hard Rock, Glam Rock
Besucher: ca. 4000 Besucher (Ausverkauft)
Veranstalter: FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH (https://fkpscorpio.de/)
Link: https://www.kissin-dynamite.de/de/
Setlist:
- I’ve Got The Fire
- DNA
- No One Dies A Virgin
- Only The Dead
- Heartattack
- Glory Days
- Ecstasy
- My Monster
- Out In The Rain
- I Salute You
- Love Me, Hate Me
- Flying Colours
- Heart Of Stone
- Lie For Me
- The Devil Is A Woman
- Steel Of Swabia
- Raise Your Glass
- You’re Not Alone
- Not The End Of The Road
- Coming Home
- Six Feet Under
- Good In Goodbye
Die deutsche Glam- und Stadion-Rock-Formation Kissin‘ Dynamite zieht dieser Tage für drei Konzerte durch die Republik. Dafür hat sich die Band aus gegebenem Anlass was Besonderes einfallen lassen. Eine große Arenatour soll es sein und so spielen sie nur drei ausgewählte Shows dafür in imposanten Hallen mit mehreren tausend Besuchern. Heute steht der zweite Stopp auf dem Fahrplan und so zieht es Kissin‘ Dynamite für die The Big Goodbye Sause in die Hansestadt Hamburg. Wie der Titel es schon verrät, wird Abschied genommen. Hannes Braun, Sänger und Frontmann der Schwaben, verlässt nach diesen ausgewählten Konzerten die Band als Frontmann, bleibt den Jungs allerdings in anderer Position erhalten.
Bestes Wetter, ausgelassene Stimmung und ein bisschen Wehmut
Bereits vor Einlass bildet sich eine beachtliche Schlange vor der Inselpark Arena. Auf gut 200 Meter dehnt sich diese zu Spitzenzeiten aus. Mit dem offiziellen Startschuss verschwindet diese jedoch in Handumdrehen und der Einlass läuft überraschend zügig wie reibungslos. Da können sich andere Locations und Veranstalter eine Scheibe von abschneiden.

Am immer noch frühen Abend sprinten League Of Distortion auf die Bretter der Inselpark Arena. Die 2022 von Sängerin Anna Brunner und Gitarrist Jim Müller gegründete Band, lässt direkt ihren Modern Metal für sich sprechen. Agil und hungrig wollen League Of Distortion beim Kissin‘ Dynamite punkten. Kraftvolle Riffs, eine intensive Liveshow und starke Songs machen es der Truppe einfach. Rebel By Choice zündet sofort und hinterlässt den ersten positiven Eindruck. Anna ist am Mikrofon flexibel und setzt ihre Gesangsfarben stimmungsvoll ein. Viel Zeit bleibt den Künstlern nicht. Gut 30 Minuten haben sie Zeit, um Inselpark Arena zum Beben zu bringen. My Hate Will Go On macht Spaß und bringt die Fanschaar weiter auf ihre Seite. Neue Anhänger sind League Of Distortion sicher, mit L.O.D zünden sie ihr kleines Feuerwerk. Die Nummer hat Kissin’‑Dynamite-Charakter und bringt die Meute zum Toben. Ein guter Start in einen intensiven Konzertabend.
Kissin‘ Dynamite sorgen in der Inselpark Arena für über zwei Stunden Extase

Die gute Stimmung von League Of Distortion macht den Einstieg noch mal leichter. Kissin‘ Dynamite drehen mit Hannes Braun den Regler von null auf hundert. I’ve Got The Fire hebt gefühlt das Hallendach an. Energiegeladen, bis in die Haarspitzen motiviert, setzten die Männer aus Burladingen und Münsingen auf ein Hit-Feuerwerk. Nicht nur für Hannes ist dieser Abend ein besonderer, auch für alle anderen Protagonisten ist die Kulisse beeindruckend. Als Headliner 4000 Metalheads in Bewegung zu bringen, ist keine Selbstverständlichkeit. DNA und No One Dies A Virgin sorgen für einen fulminanten Einstieg in ein langes Set mit vielen alten Werken aus den ersten Tagen der Band.

Im Mittelpart sorgen Werke wie Ecstasy, My Monster oder auch Out In The Rain für Furore. Die Show wird durch Videosequenzen aufgewertet. Nicht nur Hannes nutzt bei jedem Song den Steg ins Publikum. Nah an den Fans ist die ganze Band, außer Sebastian Berg hinterm Schlagzeug, der das bunte Treiben seiner Kollegen zufrieden hinter der Schießbude begutachtet. I Salute You und Love Me, Hate Me bringen die Köpfe zum Nicken. Die Hände werden gen Hallendecke gestreckt und die Stimmung könnte nicht besser sein. Der Partymodus ist schon lange eingeschaltet und trotzdem bleibt die Wehmut um den Abgang von Hannes in den Köpfen. Nach der Ballade Heart Of Stone, die Hannes am Klavier begleitet, wird bei Lie For Me Wasser an die Besucher in den ersten Reihen verteilt. Die Temperatur und Stimmung sind am Siedepunkt. Ein Höhepunkt ist neben Lie For Me das erste Duett bei Ekstase mit Anna Brunner. Beide Gesangsfarben verschmelzen und nehmen die Fans mit auf eine emotionale Reise.

The Devil Is A Woman darf da nicht fehlen, gleiches gilt für den wohl härtesten Track der Karriere mit Steel Of Swabia. Das Schlussdrittel ist nicht nur von weiteren Hits geprägt, sondern vom Konfettiregen, der Bootstour durch die Menge und ganz kleinen Freudentränen auf beiden Seiten. Alle Besucher kommen voll auf ihre Kosten und saugen Raise Your Glass und You’re Not Alone förmlich auf. Mit Not The End Of The Road ist erstmals Schluss. Was wäre eine The-Big-Goodbye-Arena-Tour ohne Zugabe? Unvollendet – und so kommen Kissin‘ Dynamite unter Applaus wieder auf die Bühne, um drei weitere Werke zu zelebrieren. Coming Home sorgt für Gänsehaut, Six Feet Under drückt das Gaspedal noch einmal herunter und mit Good In Goodbye sagt Hannes Auf Wiedersehen. Ein letztes Mal wird er Anfang Oktober in Köln mit der Band auf der Bühne stehen. Wünsche wurden heute in Hamburg keine offengelassen und so verlassen alle Fans zufrieden und mit einer kleinen Träne im Auge die Inselpark Arena, in der Kissin‘ Dynamite gezeigt haben, warum ihnen dieser grandiose Aufstieg in den Stadion-Rock-Olymp gelungen ist.































