Nickelback – Everything Under The Sun

30.10.2026 – Post-Grunge / Hard Rock / Alternative Rock – Virgin Music Group – 44:39 Minuten

Vier Jahre nach dem letzten Album Get Rollin’ kündigen die kanadischen Rocker Nickelback um Frontmann Chad Kroeger für diesen Herbst ein neues an und werden nächstes Jahr ein paar Konzerte in Deutschland spielen. Everything Under The Sun erscheint bereits am Freitag und kommt mit zwölf Tracks auf eine Spielzeit von fast 45 Minuten. Nickelback sind schwer erfolgreich und schlagen die Brücke zwischen Mainstream-Klängen und durchaus griffigen Post-Grunge-Riffs. Die Männer aus Hanna haben bereits mit dem ersten Silberling Curb vor genau 30 Jahren den Durchbruch geschafft. Die erfolgreichste Zeit, war das erste Jahrzehnt im neuen Jahrtausend. Silver Side Up und All The Right Reasons sorgten für den weltweiten Erfolg und den Sprung in die Mainstream-Radios.

Härtere Rocknummern und Balladen tapezieren die Wände auf Everything Under The Sun

Gleich der erste Track ist ein Hit. Rattle The Cage (feat. John 5) dürfte nicht nur bei mir der Favorit auf der Platte sein. Die Gitarren-Lines werden von Ryan Peake straff gezogen, der Refrain brennt sich tief in die Gehirnwindungen und der Groove macht einfach Spaß. Wenn der Song bei der Anhängerschaft nicht zündet, dann weiß ich auch nicht. Der Einstieg auf Everything Under The Sun ist überraschend wild und zielt auf klare Rockernacken. Eingängige Refrains bleiben bestehen, die Handschrift lässt aber Headbangen zu, ohne auch Fans weicherer Klänge zu vergraulen. Ab Leave Me Behind wird es bedachter.

Nickelback schalten in den Balladen-Modus

Für viele Anhänger genau das, was man sich von den Nordamerikanern wünscht. Von meiner Seite hätte die härtere Seite jedoch Bestand haben dürfen. Chad und Mike Kroeger liefern jedoch eine Produktion, die für alle Seiten Höhepunkte bietet. Ein Platz in den Radios ist damit gesichert. Während Rattle The Cage auf den Rockwellen laufen dürfte, ist ab Leave Me Behind alles für die Allgemeinheit zugänglich. Technisch und gesanglich liefern sie ein rundes elftes Studioalbum. Eine hohe Platzierung in den Charts dürfte nur Formsache sein und so drehen die Titel If I Don’t Go, Make Me Love You oder auch Lift Somebody Up warmherzige Kreise auf Everything Under The Sun.

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Nickelback – Everything Under The Sun
Fazit zu Everything Under The Sun
Everything Under The Sun kennt keine Grenzen und bewegt sich im Nickelback-Spektrum frei und ungefiltert. Die einzelnen Härtegrade sind durchaus spannend zu beobachten. Mit dem Hit Rattle The Cage loszulegen, ist ein taktischer Glücksgriff und zieht den Hörer sofort in das Studioalbum. Ein komplett wilder Ritt bleibt nach dem Opener jedoch aus. Das Ergebnis ist ein ausgeglichener Longplayer, der für den Fan individuelle Höhepunkte bereithält.

Anspieltipps: Rattle The Cage und Bottled Dreams
René W.
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