The Duskfall – The Everlasting Shadows

30.10.2026 – Melodic Death Metal – The Circle Music – 39:25 Minuten

Die Schweden The Duskfall begleiten mich persönlich seit den ersten beiden Werken Frailty und Source. Ein Start mit Charakter und einer hohen Intensität. Seitdem ist beiden Männern aus Luleå viel passiert. Aus dem einstigen Thrash Death Metal mit melodischen Säulen wurde ein durchaus stabiler Melodic-Death-Metal-Sound. Seit der Auflösung 2008 wurde es jedoch sehr ruhig um die Band. Daran hat sich auch seit 2014 nichts geändert. Im Jahr der Reunion wurde Where The Tree Stands Dead veröffentlicht, um im Anschluss erneut in der ungeliebten Versenkung zu verschwinden. Ein Grund zweifelsohne: die Pause von Mikael Sandorf, die sich durch alle seine Projekte zog. So steht für Gates Of Ishtar auch erst im nächsten Jahr Murder The Light nach fast 30 Jahren auf dem Programm. Helltrain war ein kurzer Ausflug in der offiziell The-Duskfall-Pause und nun greift der Skandinavier wieder an und übernimmt dafür das Mikrofon. Auf The Everlasting Shadows steuert er somit erstmals auch die Vocals bei und gibt seinen Gitarren-Slot an Ronny Edlund ab.

Das Ergebnis offenbart sich durchaus interessant. Das Fundament bleibt, das musikalische Gebäude wird jedoch neu gemauert. Alte The-Duskfall-Gedanken bekommen In-Flames-Handschriften der ersten Tage, dazu gesellen sich melodische Death-Metal-Nackenbrecher aus dem gängigen Genre-Repertoire. Vielseitig führen die fünf Männer durch das siebte Studioalbum. Where The Tree Stands Dead setzt nicht nur immer wieder Nadelstiche, sondern verändert fortlaufend sein Gesicht, ohne das große Ganze aus dem Auge zu verlieren. Die Konkurrenz hat die letzten zwei Jahrzehnte auch nicht gepennt und so ist es wahrlich nicht einfach, einen eigenständigen Fußabdruck neu zu inszenieren, wie es bei Frailty und Source noch recht spielend gelang. The Duskfall müssen sich 2026 gefallen lassen, eine der skandinavischen Melodic-Death-Metal-Bands zu sein, die im großen Pool um Aufmerksamkeit kämpfen. Fairerweise muss man sagen, dass die Platte wirklich gut unter der Nadel läuft und mit Entomb My Shadow, World Of Lies und Golem mehrere Höhepunkte ausspuckt. Da kann man nur die Daumen drücken, dass sie die Aufmerksamkeit bekommen, die sie schon immer verdient haben.

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The Duskfall – The Everlasting Shadows
Fazit zu The Everlasting Shadows
Die langen Pausen waren für die Entwicklung von The Duskfall sicher nicht förderlich. Den gewissen Frust, trotz guter Leistungen viel zu stiefmütterlich wahrgenommen zu werden, kann man mehr als gut verstehen. Mit The Everlasting Shadows beginnt der Kampf aufs Neue und ich persönlich drücke der Band beide Daumen, dass sich der gewünschte Zuspruch endlich einstellt. Frailty und Source laufen seit Jahren und wer sie kennt, weiß sie nicht nur zu schätzen, sondern auch zu lieben. The Everlasting Shadows ist eine Entwicklung, wenn man die Zwischenschritte mal außen vor lässt, mit der man sehr gut leben kann.

Anspieltipps: World Of Lies und Golem
René W.
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