Wer kennt sie nicht, die atmosphärischen Schweden von Wormwood? Also ich nicht, und ich bin gerade ein bisschen froh, dass sich das mit der EP Å nun geändert hat.
Und EP meinen die Fünf jedenfalls ernst: zwei (oder eher drei, das kann man nicht so genau sagen) Songs und knapp 16 Minuten Spielzeit sind erst mal die groben Eckdaten.
Das nächste Faktum ist dann auch, dass Schweden eigentlich eher für Old School Death Metal bekannt ist und weniger für atmosphärischen Black Metal. Damit brechen Wormwood ein wenig und erinnern ein bisschen an die schwedischen Kollegen Shining. Zumindest erinnert das Songwriting hier und da an die werten Kollegen.
Wo aber Shining eher auf rohe Brutalität setzt, machen Wormwood einen kontrollierten, teils schon rockigen Eindruck. Klar, auf Blastbeatgewitter kann nicht verzichtet werden, doch gepaart mit dem Sound macht sich eher der Eindruck von Zerbrechlichkeit breit, in dem man gerne darin versinken kann.
Der Sound
Dieser schmiegt sich ebenfalls leicht rockig ins Ohr und kommt ohne irgendwelche Trigger-Signale auf den Drums aus. Das unterstreicht noch mal dieses handgemachte, ehrliche Handwerk von Wormwood und macht besonders Spaß zum Anhören. Besonders, dass der Bass, gerade in den C-Parts, viel Raum bekommt, unterstreicht auch noch mal das Songwriting weiter. Gerade bei Yra Extas kommt das gut zur Geltung.
Zwei Songs
Während der Opener einen düsteren Vibe hat, startet Purposeless Geometry sehr in Dur mit einem leicht … ja, sagen wir mal „albernen“ Refrain, was man so nicht erwartet und extrem mutig ist.
Genau das hat aber auch zur Folge, dass der Song im Ohr bleibt, sowas wie einen Hit-Charakter entwickelt, ohne poppig zu werden.
Zwei Songs mit Gegensätzen und ein kleines Kunstprojekt, welches vom Video weiter ausgemalt wird.
Hier gibt es weitere Informationen zu Wormwood – Å in unserem Time-For-Metal-Release-Kalender.



