Eventname: Ghosther – The Orange Blackout Tour 2026
Headliner: Ghosther
Vorbands: Terradown, Stellvris
Ort: Backstage Club, München
Datum: 27.06.2026
Kosten: ab 20,50 € VVK
Genre: Melodic Death Metal, Groove Metal, Modern Metal, Metalcore
Besucher: ca. 80-110
Veranstalter: Backstage Concerts GmbH (https://www.backstage.eu/)
Link: https://www.ghosther.org/
Setlist Ghosther:
- No Gods
- Alone In This
- Better Me
- Breathing
- Karma
- Criminal Love
- Undertow
- Drum Solo
- No Tomorrow
- Control
- Orange Silence
- Doomed
- A Beautiful Mind
- Bleed Me Out
- Undertow
- Mindset Baby
- Resistance
35 Grad im Backstage Club, kaum Luft im Raum, und trotzdem spielt an diesem Abend keine der drei Bands auf Sparflamme. Schon vor dem Headliner ist klar, dass das Tourfinale von Ghosther kein ruhiger Abend wird.

Den Anfang machen Terradown aus Breda in den Niederlanden. Die Band geht sofort mit viel Druck auf die Bühne. Drei Gitarristen, starke Doublebass-Passagen und ein massiver Sound sorgen dafür, dass das Publikum schnell aufmerksam wird. Besonders sympathisch ist die deutschsprachige Ansprache an die Crowd. Gerade weil die Band aus den Niederlanden kommt, kommt das sehr gut an und schafft sofort Nähe. Ein weiterer starker Moment ist das Gitarrensolo bei Checkmate. Terradown machen genau das, was eine erste Band an so einem Abend machen soll: Stimmung aufbauen, die Leute mitnehmen und den Raum auf den Headliner vorbereiten.

Danach sind Stellvris aus Prag an der Reihe. Bei ihnen geht es noch einmal eine Spur wilder zu. Die Band hat unglaublich viel Energie und vor allem die Sängerin zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Auf der Bühne ist ständig Bewegung, ohne dass es hektisch wirkt. Das Publikum reagiert begeistert und lässt sich von der Spielfreude der Band anstecken. Auch das Cover im Set kommt sehr gut an. Besonders persönlich wird es, als Stellvris ihrer Tourmanagerin zum Geburtstag Happy Birthday singen. Dieser Moment zeigt, dass es an diesem Abend nicht nur um Härte und Lautstärke geht, sondern auch um Zusammenhalt innerhalb der Tourcrew.
Als Ghosther schließlich auf die Bühne kommen, passt sofort alles zusammen. Das Intro wirkt stark, das Banner wird dunkel angeleuchtet und die Spannung im Club ist deutlich zu spüren. Danach legt die Band mit viel Energie, guter Laune und sichtbarer Freude los. Man merkt sofort, dass dieses Konzert etwas Besonderes für sie ist. Es ist das Finale ihrer ersten eigenen Headliner-Tour im Münchner Backstage Club.

Das Publikum ist von Beginn an voll dabei. Selbst an der Abendkasse werden noch Tickets gekauft. Trotz der nicht ganz vollen Location ist die Stimmung deutlich größer, als es die Besucherzahl vermuten lässt. Besonders der Gitarrist fällt immer wieder durch seine direkte Interaktion mit der Kamera auf. Ghosther überzeugen aber nicht nur durch Energie. Zwischen den Songs wird es auch ernst. Eine bewegende Ansage gegen Mobbing leitet Karma ein. Später spricht die Band über Depressionen, bevor Coming Closer folgt. Gerade der Wechsel zwischen voller Power und persönlichen Themen macht den Auftritt besonders. Die Botschaften wirken ehrlich und passen zur direkten Verbindung zwischen Band und Publikum.
Mit Drummer Ben und Bassist Chris stehen außerdem zwei neue Mitglieder auf der Bühne. Beide fügen sich gut in das Gesamtbild ein und wirken bereits wie ein fester Teil der Band. Der Sound ist, wie man es aus dem Backstage kennt, klar und druckvoll. Trotz der extremen Hitze geben Terradown, Stellvris und Ghosther alles.
Am Ende bleibt kein einzelner Höhepunkt hängen, weil die gesamte Show wie ein Höhepunkt wirkt. Für Ghosther ist es ein starkes Tourfinale mit viel Energie, Spaß und echter Nähe zum Publikum.































