Gravety aus dem Saarland haben sich mit Of Cults And Chaos nach circa fünf Jahren mit neuem Studiomaterial zurückgemeldet und erinnern an Gernegrößen des Epic Doom wie Solitude Aeturnus oder Candlemass. Wir fragten bei Gitarrist Philipp Albert nach, wo die Wurzeln der Band liegen und welche Einflüsse Gravety dazu bewegt haben, selbst ein Instrument in die Hand zu nehmen.
Wann hast du erstmalig ein Instrument in die Hand genommen und welches Instrument war das?
Meine erste Gitarre hatte ich mir von meinem Zivildienstgehalt geholt. Das war eine Harley Benton Flying V und ein kleiner Harley Benton Transistorverstärker vom großen T. Schreckliche Gitarre, aber geile Optik.
Welche Platte hast du dir als Erstes selbst gekauft?
The Fat Of The Land von The Prodigy. Meine erste Heavy-Metal-Scheibe war Master Of Puppets von Metallica und direkt danach die Kill ’Em All. Nu Metal habe ich jetzt mal außen vorgelassen.
Wann und wo war dein erstes Livekonzert als Zuschauer und wer stand auf der Bühne?
Korn in Düsseldorf. Die Halle stand Kopf. Slayer auf Wacken 2002 bzw. 2006 (Unholy Alliance) waren ein Furz dagegen, was die Intensität im Publikum anging. Heute lasse ich es deutlich gemütlicher auf Konzerten angehen.
Wann und wo hast du erstmalig selbst auf der Bühne gestanden und ein Konzert / einige Songs gespielt?
Ich hatte bevor ich angefangen habe Gitarre zu spielen, Klavier gelernt. Und da gab es ein paar Auftritte mit der Musikschule. Mein erstes Konzert an der Gitarre auf einer Bühne war dann tatsächlich mit Gravety auf dem Into the Thrash.
Welche Musiker:innen sind deine Vorbilder?

James Hetfield (Riffs), Tony Iommi (für seine Riffs, seine Pionierarbeit im Heavy Metal, sowie seine Tonalität), Criss Oliva/Randy Rhoads (Soli).
Welche Bedeutung hat für euch der Bandname Gravety und sind bist du und deine Band-Members auf den Namen gekommen?
Als wir das erste Album gemacht haben, waren die Themen u.a. der Tod und der Stil Thrash ’n‘ Doom. Wir wollten beides relativ catchy kombinieren und sind so auf das Wortspiel Gravety gekommen. Grave für den Tod und Gravity für die Schwere der doomigen Riffs. Den doomigen Teil haben wir jetzt für das neue Album Of Cults And Chaos intensiviert.
Wo und wann haben Gravety erstmalig live auf der Bühne gestanden und wie waren die Reaktionen des Publikums?
Das war am 07.11.2009 auf dem Into The Thrash im kleinen Klub in Saarbrücken zusammen mit Godslave und Banished Force. Wir waren alle saunervös und unsere Setlist war überschaubar klein. Aber die Leute haben uns abgefeiert. Ab dem Zeitpunkt haben wir Blut geleckt. Das Adrenalin ist zumindest bei mir noch am Tag danach durch die Adern geflossen. Leider haben es einige Songs, die wir da gespielt haben, auf kein Album geschafft.
Bei welchen Bands mit welcher musikalischen Ausrichtung spielst du noch oder hast du bereits gespielt?
I never left the family. Ich hatte mal zeitweilig als Aushilfs-Live-Bassist für unsere Freunde von Godslave ausgeholfen und für ein Album den Tieftöner bei Blackthorne’s Blood bedient.

Nenn uns fünf Platten, die für deine Entwicklung als Musiker essenziell waren.
Die ersten fünf Alben von Metallica. Da ist alles drauf, was Heavy Metal ausmacht. Von rockigem Speed Metal (Hit The Lights, No Remorse, Seek And Destroy), epischen Thrash-Nummern (Master Of Puppets, Battery), Abrissbirnen (Creeping Death, Dyers Eve), doomigen Nummern (The Thing That Should Not Be, Sad But True), (Halb‑)Balladen (Fade To Black, One), Stadionnummern (Enter Sandman). Für mich waren Metallica nie eine reine Thrash-Metal-Band.
Ansonsten haben mich natürlich auch Black Sabbath, Judas Priest, Manowar, Savatage inspiriert.
Wenn du zu Hause entspannen möchtest, was legst du auf?
Aktuell stehe ich da auf wirklich melodisches Zeug zum Mitsingen. Visigoth z. B. geht aktuell immer.
Danke, die finalen Worte gehören dir.
Ich freue mich über das zahlreiche positive Feedback zu unserer neuen Platte Of Cults And Chaos und kann es kaum erwarten, die Veröffentlichung des Albums am 27.06.2026 zusammen mit Shaytan im Walhallica in Saarbrücken zu zelebrieren.



