Band: Servant
Herkunft: Hann. Münden, Deutschland
Genre: Black Metal
Label: AOP Records
Link: https://www.facebook.com/ServantMagick
Bandmitglieder:
Gesang, Gitarre – Farago
Gitarre – Samael
Schlagzeug – Apophis
Bass – Thanatos
Erst 2021 gegründet, haben sich Servant innerhalb kürzester Zeit zu einer festen Größe im deutschen Black Metal entwickelt. Mit Lux Ex Inferis steht bereits das dritte Studioalbum der Band aus Hann. Münden in den Startlöchern. Zwischen frostigen Black-Metal-Riffs, melodischen Passagen und modernen Post-Black-Metal-Einflüssen zeigt das neue Werk eindrucksvoll, wie konsequent die Band ihren eigenen Weg verfolgt. Nach den ersten Singles und einem intensiven Auftritt beim Burning Q steigt die Vorfreude auf die Veröffentlichung und die anstehenden Herbstshows mit Groza. Wir haben mit Servant über die Entstehung von Lux Ex Inferis, die musikalische Entwicklung der vergangenen Jahre, die Zusammenarbeit mit den Gastmusikern und die bevorstehende Tour gesprochen.
Time For Metal / René W.:
Lux Ex Inferis ist bereits euer drittes Studioalbum, obwohl Servant erst vor fünf Jahren gegründet wurden. Wie hat sich der Entstehungsprozess vom ersten Song bis zum fertigen Album entwickelt?
Servant / Farago:
Grüße dich, tatsächlich ist Lux Ex Inferis, welches im Oktober erscheint, bereits sogar unser viertes Studioalbum. Was den Entstehungsprozess angeht, würde ich sagen, dass bis auf wenige Ausnahmen, alles sehr der Arbeitsweise der letzten Alben geähnelt hat. Im Grunde genommen ist es so, dass alle Songs, die bei Servant entstehen, in erster Linie instinktiv funktionieren. Wir versuchen, den passenden Moment aufzugreifen und, wenn möglich, direkt zu wandeln. Eine emotionale Achterbahn ist da sicherlich nicht ausgeschlossen, vielleicht sogar hilfreich. Sobald der kompositorische Teil abgeschlossen ist, geht es in der Regel relativ zeitnah ins Studio. So können wir, auch im Studio, die noch anhaltende Inspiration bestmöglich nutzen.
Time For Metal / René W.:
Welche musikalischen und inhaltlichen Ideen standen am Anfang von Lux Ex Inferis, und gab es ein bestimmtes Konzept oder eine Atmosphäre, die sich durch das gesamte Album ziehen sollte?
Servant / Farago:
Bei der Entstehung von Lux Ex Inferis gab es im Vorfeld kein bestimmtes Konzept. Jedoch sorgten bestimmte Faktoren und vor allem die aktuelle Gefühlswelt sicherlich für eine gewisse Atmosphäre, welche sich anschließend durch einen großen Teil des Albums ziehen sollte. Wir hatten einfach das Gefühl, dass es der richtige Zeitpunkt ist, den bestehenden Gefühlszustand festzuhalten. Thematisch und musikalisch könnte man sagen, dass das Album vor allem reich an Gegensätzen ist. Ein Licht hat seine stärkste Wirkung in Dunkelheit. Ohne Zerstörung kein Wiederaufbau, ohne Leben kein Tod. Das alles hängt unmittelbar miteinander zusammen. Lux Ex Inferis kann als eine schmerzvolle Reise zur Erkenntnis gedeutet werden.
Time For Metal / René W.:
Lux Ex Inferis wirkt sehr geschlossen und gleichzeitig abwechslungsreich. Habt ihr beim Songwriting inzwischen eine andere Herangehensweise als noch bei euren ersten Veröffentlichungen?
Servant / Farago:
Die Frage würde ich tatsächlich mit einem Nein beantworten. Der Drang des Kreierens und die Art und Weise, die Dinge der eigenen Gedankenwelt festzuhalten, sind, wie seit der ersten Platte, nahezu identisch geblieben.
Time For Metal / René W.:
Das Artwork von Lux Ex Inferis gefällt mir persönlich richtig gut. Welcher Künstler hat das Cover entworfen und welche Einflüsse hattet ihr als Band auf das Design?
Servant / Farago:
Vielen Dank, wir sind auch sehr zufrieden mit dem Artwork. Es stammt aus der Feder von Misanthropic Arts Illustration, welcher auch bereits unser letztes Coverartwork designt hat. Die Idee dazu stammt von unserem Gitarristen Samael. Es spiegelt den Inhalt von Lux Ex Inferis sehr gut dar und lässt immer noch genügend Interpretationsfreiheit für Betrachter übrig. Die Kommunikation war sehr gut und effektiv. Nach einigen Skizzen war bereits der Weg zum finalen Artwork klar und wurde anschließend zu unserer vollsten Zufriedenheit fertiggestellt.
Time For Metal / René W.:
Auf Tabula Rasa ist Groza als Gast vertreten. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande und warum hat gerade dieser Song nach einem Gastbeitrag verlangt?
Servant / Farago:
Wir kennen und schätzen die Band seit unserer gemeinsamen Tour mit Ellende 2024. Da wir zur Band ein sehr gutes Verhältnis haben, fragte ich P.G., ob er sich vorstellen könnte, zu dem Song einen Gesangspart beizutragen. Nachdem er zusagte und wir seine Gesangsspuren erhielten, war es uns absolut klar, dass der Song genauso wie er jetzt ist, auf Lux Ex Inferis gehört. Bei Tabula Rasa hat P.G. mit seiner Stimme genau eine Facette eingebracht, die für den Song noch nötig gewesen ist, um seine volle Wirkung zu entfalten.
Time For Metal / René W.:
Auch Lethian von Nornir ist auf dem Album vertreten. Was bringen solche Gastbeiträge für euch in einen Song ein, was ihr mit der eigenen Besetzung vielleicht nicht erreichen würdet?
Servant / Farago:
Auch hier verhält es sich ähnlich. Ich halte Lethian für eine großartige und authentische Künstlerin. Als die Aufnahmen zu De Profundis abgeschlossen waren, hatten wir das Gefühl, dass ihre Stimme den Kontrast zu meiner noch viel stärker erweitern würde. Nachdem wir ihre Gesangsspuren erhielten, wussten wir, dass das fehlende Element für den Song nun gefunden wurde. Wir sind wirklich stolz darauf, mit solchen Künstlern wie P.G. und Lethian gearbeitet zu haben!
Time For Metal / René W.:
Im Herbst geht es gemeinsam mit Groza auf Tour. Wie sehr freut ihr euch darauf, Lux Ex Inferis erstmals ausführlicher live präsentieren zu können?
Servant / Farago:
Ja, Groza werden bei einer Show in Leipzig mit dabei sein, aber die Tour findet hauptsächlich gemeinsam mit unseren Labelkollegen Firtan statt. Wir sind jetzt gerade mitten in den Vorbereitungen zur Tour und brennen darauf, neues Material auf die Bühne zu bringen. Es ist immer wieder ein großartiges Gefühl, den Reifungsprozess neuer Songs zu spüren und mit dem Publikum zu teilen. Diese Momente sind stets sehr wichtig für uns. Die Band ist gerade durch das Livespielen über die letzten drei Jahre stärker zusammengewachsen. Wir sehen der Sache erwartungsvoll entgegen.
Time For Metal / René W.:
Ihr habt mit eurem Auftritt beim Burning Q bereits gezeigt, welche Energie Servant live entfalten können. Was dürfen Fans bei den kommenden Herbstshows erwarten, und wird es auch Überraschungen in der Setlist geben?
Servant / Farago:
Vielen Dank erst mal, dass du das so wahrgenommen hast. Für uns ist es immer ein Hin und Her zwischen dem, was von der Bühne kommt, und dem, was vom Publikum zurückkommt. Die daraus resultierende Energie kann durchaus zu großartigen Momenten führen. Bei der Setlist wird sich sicher auch das eine oder andere ändern.
Time For Metal / René W.:
Was erwartet eure Fans auf den kommenden Shows, eher neueres Material oder einen Mix aus allen drei Werken?
Servant / Farago:
Ich würde sagen, dass wir hier den Fokus auf die letzten beiden Veröffentlichungen legen werden. Aber der eine oder andere ältere Song wird sicherlich mit dabei sein. Wichtig ist, dass eine gewisse Dynamik innerhalb der Setlist erhalten bleibt und die Songs dadurch bestmöglich dargestellt werden können.
Time For Metal / René W.:
Nach vier Studioalben in nur fünf Jahren scheint bei Servant momentan kein Stillstand in Sicht. Was steht nach der Veröffentlichung von Lux Ex Inferis und der Herbsttour als Nächstes auf eurer Agenda? Habt ihr bereits Festivals für 2027 in Planung?
Servant / Farago:
Unser Fokus liegt jetzt erst einmal darauf, Lux Ex Inferis live auf die Bühne zu bringen. Für 2027 sind bereits einige Festivals und Konzerte in Planung – mal schauen, was sich daraus entwickelt.



