Event: Havok – EU / UK Tour 2026
Bands: Havok, Blood Red Throne, Xonor, Eradikated
Ort: Logo Hamburg, Grindelallee 5, 20146 Hamburg
Datum: 05.10.2026
Kosten: VVK circa 35 € plus Gebühren, 40 € AK
Zuschauer: ca. 180 Menschen
Genre: Thrash Metal, Death Metal
Link: https://www.logohamburg.de/
Setlist Havok:
- Hang ’Em High
- Prepare For Attack
- Give Me Liberty…Or Give Me Death
- Fifth Generation Warfare
- No Amnesty
- D.O.A.
- Covering Fire
- Dab Tsog
- Phantom Force
- The Ultimate Weapon
- Afterburner
- Intention To Deceive
- From The Cradle To The Grave
Was lässt sich an einem Montagabend veranstalten? Viele Menschen müssen erst mal in den Rhythmus der Woche kommen. Dazu passt ein Besuch im Hamburger Logo gut. Der Rhythmus ist eine ordentliche Portion Thrash Metal mit einem Tupfer Todesblei. Früh geht es in Richtung Dammtor und in den altehrwürdigen Club. Um 18:30 Uhr steht bereits die erste Band auf der Bühne.
The Generation Army sind jetzt Eradikated

Aus The Generation Army wird Eradikated. Vor etwas mehr als sechs Jahren waren The Generation Army auf dem Heathen Rock Festival in Harburg. Eine Pandemie später stehen Eradikated auf den Brettern des Logos und liefern nach wie vor Thrash Metal, irgendwo zwischen den bekannten US-Größen mit europäischem Einfluss. Das Tempo variiert und vor allem im vorderen Teil des Sets drückt der Fünfer aus Schweden ordentlich aufs Tempo. Eine gute halbe Stunde hat die Truppe, dann steht der erste Wechsel auf der Bühne an, während sich die Location noch weiter füllt.
Fetisch-Masken, Gorilla und Xonor

Kurze Umbaupause, dann stehen Xonor aus der Schweiz auf der Bühne, die mit ihren Fetisch-Masken zumindest visuell für Aufmerksamkeit sorgen. Musikalisch mischt die Truppe zum Thrash Metal eine ordentliche Crossover- und Core-Schlagseite, sodass das Gebräu deutlich moderner klingt als noch bei Eradikated. Vor allem aber setzen Xonor auf Showeffekte, bei denen ein Gorilla mit auf der Bühne tanzt, und die Truppe versucht, die Meute vor der Bühne zu einem Moshpit zu bewegen. Wer den Laden kennt, der weiß um die baulichen Gegebenheiten. Die kleine freie Fläche vor der Bühne ist die Tanzfläche und die moschenden Leute achten wie üblich darauf, dass niemand Schaden nimmt oder an einer der Holzverstrebungen hängenbleibt. Wie Eradikated, so haben auch Xonor eine gute halbe Stunde und um kurz vor 20 Uhr steht bereits die zweite Umbaupause an.
Death-Metal-Geballer von Blood Red Throne

Musikalisch aus dem Rahmen fallen Blood Red Throne aus Norwegen, die sich im Style von Cannibal Corpse und Co. durch ihr Set knallen, wozu Bassist Stian Gundersen das passende T-Shirt trägt. Aber im Publikum sind durchaus einige Death-Metaller, die den Abriss der Norweger feiern. Es rumpelt ordentlich im Gebälk und die Haare fliegen vor der Bühne. Am Ende eine Geschmacksfrage, die Thrash-Metal-Fans sehen in der Regel reserviert von der Seite auf das Treiben.
Das Set liefert insgesamt neun Stücke, die sich bunt über sieben Platten verteilen. Bei einer Band mit knapp 30 Jahren Geschichte ist die Spielzeit mit circa 45 Minuten knapp bemessen. Arterial Lust vom 2005er-Werk Altered Genesis beendet das Death-Metal-Inferno für den heutigen Abend und macht Platz für den Headliner.
Havok sind der würdige Headliner

Gegen einige Minuten nach 21 Uhr stehen Havok auf den Brettern und brettern mit Hang ’Em High kräftig los. Warum Havok heute Headliner sind, zeigt sich nicht nur an den Instrumenten. Gerade Sachen wie The Ultimate Weapon oder die Klassiker Afterburner und From The Cradle To The Grave liefern sauberen Bay-Area-Stoff. Wären Platten wie Burn oder die EP Point Of No Return circa 20 Jahre früher auf den Markt gekommen, würden Havok in einem Atemzug mit Exodus, Testament oder den Death Angel genannt werden. Schnell, prägnant und auf den Punkt gespielt unterhalten Sänger und Gitarrist David Sanchez und seine Mannschaft die Meute, wobei sich schnell die kleine Fläche vor der Bühne zur Moshpit-Area umfunktioniert.
Eigentlich spielen Havok ein nahezu perfektes Set, es ist einfach nur um drei bis vier Nummern zu kurz. Eine gute Stunde Havok und 13 Titel gibt es nur auf die Ohren, die mit From The Cradle To The Grave ihren Auftritt beenden. Start um 18:30 Uhr, Ende um 22:15 Uhr. Für die arbeitende Bevölkerung nicht schlecht, je nachdem, wie die Arbeitszeit fällt. Trotzdem hätten Havok gerne 15 oder 20 Minuten länger spielen dürfen.
Die Bands sind alle im Club unterwegs und stehen für Bilder, Autogramme etc. zur Verfügung, während die Fans die Location verlassen und durch den angenehmen Herbstabend ihren Heimweg antreten.


























