Lorna Shore, Watain, Converge und Green Lung sind vier Bands, die ihr mittlerweile bestens kennt. Sie sind grundverschieden und doch in ihren jeweiligen Genres gleichermaßen meisterhaft. Das werdet ihr beim Mystic Festival 2027 in Gdańsk-Letnica (Danzig) selbst erleben können.
Lorna Shore
War Machine ist der Titel eines Songs vom 2025 erschienenen fünften Album des Quartetts aus New Jersey, I Feel the Everblack Festering Within Me. Zugleich ist es die treffendste Beschreibung dessen, was Lorna Shore heute sind: eine gnadenlose, kompromisslose Maschine der totalen Zerstörung, die alles vernichtet, was ihr in den Weg kommt. Die Amerikaner haben den Deathcore auf ein neues Niveau gehoben und die für das Genre typische Brutalität und Intensität mit epischer Größe angereichert. Über die Gesangsparts von Will Ramos müssen wir gar nicht erst viele Worte verlieren – der höllische Albtraum, der sich darin offenbart, hat bereits das Interesse so manchen Wissenschaftlers geweckt.
Watain
Wo wir gerade von der Hölle sprechen: Watain kommen, um die Hölle auf Erden ein letztes Mal auf die Bühne zu bringen. Sie gehören zu jenen Bands, die den Black Metal tatsächlich ins 21. Jahrhundert geführt haben. Nächstes Jahr – genau 30 Jahre nach der Bandgründung – findet diese Reise ihr Ende: Die Schweden veröffentlichen ihr letztes Album und verabschieden sich von der Bühne. Wie Frontmann Erik Danielsson selbst sagt, freuen sie sich darauf, „vor dem Ende noch einmal auf Tour zu gehen und die Menschen daran zu erinnern, welche Kräfte in dieser Musik stecken können, wenn sie nicht durch die Gesetze und Befindlichkeiten der modernen Welt gebremst wird. Watain ist ein Überbleibsel einer dunklen Vergangenheit, das heute nur noch als Mythos und Erinnerung existiert – zu ursprünglich und vielleicht zu real für die heutige Zeit.“
Converge
Nach fast vier Jahrzehnten auf der Bühne und einem Vierteljahrhundert seit der Veröffentlichung ihres bahnbrechenden, genreprägenden Albums Jane Doe müssen Converge niemandem mehr etwas beweisen. Und doch haben sie gleich zweimal bewiesen – mit Love Is Not Enough im Februar und Hum Of Hurt im Juni –, dass sie ihresgleichen suchen, wenn es um Musik geht, die wie eine Frontalkollision aus Metal, Noise-Rock und Hardcore klingt. In diesem Wahnsinn steckt nicht nur Methode, sondern auch eine tief empfundene, menschliche Botschaft – ebenso kompromisslos wie der Sound der Band.
Green Lung
Das im September 2026 erschienene vierte Album von Green Lung, Necropolitan, lädt die Hörer dazu ein, durch die Friedhöfe Londons – der Heimatstadt der Band – zu streifen. Es führt durch die morbide und zugleich faszinierende Geschichte alter Totenstädte, erzählt von Geistern und festgehalten in Büchern, die eigentlich verboten sein müssten. Zudem gleicht das Album einer Zeitreise: Die Musik der Band – heute als Stoner- oder Doom-Metal gefeiert – klingt genau wie jener Heavy Metal vergangener Jahrzehnte, der seinerzeit für echtes Entsetzen sorgte. Und das völlig zu Recht.
Weitere Informationen findet ihr hier. Tickets sind auf der Festival-Website erhältlich.


