Die 2014 in Gießen gegründete Formation April Art hat sich mit einer Mischung aus Alternative Metal, Crossover und modernen elektronischen Elementen einen festen Platz in der deutschen Rock- und Metalszene erspielt. Nach Rise & Fall (2019), Pokerface (2022) und Rodeo (2024) steht mit Red das vierte Studioalbum in den Startlöchern beziehungsweise inzwischen in den Regalen. Die Hessen setzen dabei auf ihre bewährte Mischung aus Härte, Eingängigkeit und einer unverwechselbaren Bühnenpräsenz.

Rot ist bekanntlich die Farbe der Leidenschaft, und bei April Art darf es gerne auch ein wenig aggressiver zugehen. Mit Red liefert das Quartett zehn kompakte Songs, die modernen Metal, Alternative Rock und elektronische Einflüsse zu einem kraftvollen Gesamtpaket verbinden. Dabei zeigt sich schnell, dass die Band inzwischen ganz genau weiß, wo ihre Stärken liegen, und setzt diese konsequent ein.
Bereits Bulletproof eröffnet die Scheibe mit druckvollen Riffs, bissigen Shouts und einem Refrain, der sich hartnäckig im Gehörgang festsetzt. Fall Into Pieces schlägt anschließend melodischere Töne an und setzt verstärkt auf Synthesizer und melancholische Klangfarben. Dieser Wechsel zwischen Härte und Eingängigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Album.
Mit Panic Stations und Silent War stehen weitere kraftvolle Nummern bereit, bei denen treibende Rhythmen auf große Hooks treffen. Big Bubble Bullshit punktet mit rotziger Attitüde und elektronischen Akzenten, während Good Guy die partytaugliche Seite der Band unterstreicht. Dass April Art auch emotionalere Momente beherrschen, beweist Unbreakable und Blink Of An Eye, die mit melodischen Refrains und abwechslungsreicher Dynamik überzeugen. Besonders Hungry For Life nimmt etwas Tempo heraus, ohne an Intensität einzubüßen.
Frontfrau Lisa-Marie Watz erweist sich dabei einmal mehr als Trumpfkarte. Ihre Stimme wechselt souverän zwischen kraftvollen Shouts, rauen Passagen und klaren, melodischen Gesangslinien. Zusammen mit Gitarrist Chris Bunnell, Bassist Julian Schuetze und Schlagzeuger Ben Juelg bildet sie ein eingespieltes Quartett, das seinen Sound weiterentwickelt hat, ohne seine Wiedererkennbarkeit einzubüßen. Auch die Produktion präsentiert sich druckvoll und modern, wobei die eingängigen Refrains keineswegs zulasten der nötigen Härte gehen.
Hier geht es für weitere Informationen zu April Art – Red in unserem Time For Metal Release-Kalender.



