Durch die Lappen gegangen. Bei der Flut an monatlichen Veröffentlichungen rutscht mal eine relevante neue Platte durch, allen voran während der Festivalsaison. So passiert bei Achilles von Audrey Horne. Das Quintett ist unverändert seit mehr als zehn Jahren unterwegs und legt den Nachfolger der 2022er-Scheibe Devil’s Bell auf den Tisch. Unverändert und sofort erkennbar ist der Sound von Audrey Horne. Irgendwo zwischen Heavy Metal und Hard Rock geht es auch auf Achilles zur Sache.
Auch auf Achilles klingen Audrey Horne unverkennbar
Der Opener und Titeltrack Achilles legt für Audrey-Horne-Verhältnisse experimentierfreudiger los, ohne die bekannten Trademarks zu vernachlässigen. Das setzt sich mit dem nicht nur einmal nach Thin Lizzy klingenden In The Eye Of The Hurricane fort, wo vor allem Fans der frühen NWoBHM feuchte Augen bekommen sollten. Melodie und Saitenarbeit greifen nahezu perfekt ineinander und Sänger Toschie veredelt das Ding mit seinen Vocals.
Galoppierende Rhythmen (Vampires), nach vorne gehende, aber durchaus tanzbare Rockmusik (God Damn Beautiful mit Bassist Espen Lien am Gesang) oder balladeske Töne (Pretty Little Lies): Audrey Horne beackern sicher das rockige Terrain, klingen dabei niemals altbacken und transportieren den Sound und die Spielfreude der 80er in das Hier und Heute.
Die weiteren Nummern wie Prodrome, Hell Is Eternity oder Six Feet In The Ground pendeln in dem angesprochenen Bereich, wobei das Pendel insgesamt mehr in Richtung der rockigen NWoBHM und des Heavy Metals ausschlägt.
Zum Ende hauen Audrey Horne mit Running Through The Night eine regelrechte Hymne raus, die auf der Bühne noch besser zur Entfaltung kommen sollte als auf Platte. Nicht nur wegen des Titels verbindet die Nummer Assoziationen zum Smash-Hit Waiting For The Night. Ob ein neuer Star gefallen ist? Zumindest ist New Star Falling der Schlusspunkt unter einer knappen Dreiviertelstunde Achilles von Audrey Horne, womit die Truppe nochmals Grüße an Thin Lizzy sendet.
Hier geht es für weitere Informationen zu Audrey Horne – Achilles in unserem Time For Metal Release-Kalender.



