Saor, das schottische Atmospheric-Black-Metal-Projekt des Komponisten, Sängers und Multiinstrumentalisten Andy Marshall, hat am 6. November das neue Album Caledonia über Season Of Mist veröffentlicht. Es umfasst fünf Stücke aus den ersten drei Saor-Alben, die komplett neu aufgenommen wurden und eine Gesamtspielzeit von 51 Minuten bieten.
Das Album ist in voller Länge auf YouTube als Stream verfügbar:
Marshall betrachtet Caledonia nicht als nostalgischen Rückblick, sondern als eine Form der Vollendung. Viele der Kompositionen haben sich im Laufe jahrelanger Proben, Konzerte und Tourneen weiterentwickelt; diese Entwicklung spiegelt sich nun in den Arrangements, der Dynamik und der Darbietung wider, ohne dabei den Kern der Originale zu verfälschen. Tremolo-lastiger Black Metal trifft weiterhin auf Tin Whistle, Uilleann Pipes und Geige – nun jedoch mit jener klanglichen Dimension und atmosphärischen Tiefe, die Marshall von Anfang an im Sinn hatte, auf den frühen Alben aber noch nicht vollständig umsetzen konnte.
Andy erklärt dazu: „Having previously revisited older material through remasters and remixes, this was the first time I could fully reimagine these songs with the benefit of years of experience, stronger performances, and a clearer artistic vision. It felt less like looking backwards and more like completing a circle. The songs carry the same emotions and inspiration, but they now reflect the Saor that exists today.“
Caledonia – Tracklist:
- Aura MMXXVI
- The Awakening MMXXVI
- Carved In Stone MMXXVI
- Hearth MMXXVI
- Tears Of A Nation MMXXVI
Marshall war für Komposition, Gesang, E- und Akustikgitarren, Bass sowie atmosphärische Klangflächen (Pads) verantwortlich. Unterstützt wurde er dabei von Schlagzeuger Carlos Vivas, Sängerin und Multiinstrumentalistin Ella Zlotos sowie der Geigerin Àngela Moya Serrat.
Das Album ist in folgenden Formaten erhältlicht:
- CD Digipak
2×12″ Vinyl Gatefold — Black
2×12″ Coloured Vinyl Gatefold — Black & White Marbled
2×12″ Coloured Vinyl Gatefold — Opaque Orange & Black Marbled
Auf Caledonia unternimmt Andy Marshall etwas, das nur wenige Künstler in seiner Position wagen: Er lässt all das, was er im letzten Jahrzehnt als Produzent, Arrangeur und Musiker gelernt hat, in jene Songs einfließen, mit denen für ihn alles begann. Es ist keineswegs ein Stillstand in der künstlerischen Entwicklung von Saor, sondern ein bewusster handwerklicher Akt: Fünf Kompositionen aus den Alben Roots, Aura und Guardians wurden gemeinsam mit dem Produzenten Chris Fielding von Grund auf neu aufgebaut. Sie erhielten jene Dimension und Tiefe, die Marshall schon immer in ihnen sah, für deren vollständige Umsetzung ihm damals jedoch die nötigen Mittel fehlten.
Caledonia verleiht diesen Stücken die Form, die Marshall von Anfang an im Sinn hatte. Der Charakter der Originale bleibt dabei gewahrt, während sie gleichzeitig mit jener Atmosphäre und Tiefe angereichert werden, die durch Marshalls spätere Produktionsarbeit erst möglich wurden. Gastbeiträge des Schlagzeugers Carlos Vivas, der Sängerin und Multiinstrumentalistin Ella Zlotos (an Tin Whistle, Low Whistle und Uilleann Pipes) sowie der Geigerin Àngela Moya Serrat ergänzen die Folk-Instrumentierung des Albums. Die visuelle Gestaltung – vom Cover-Artwork über das Layout bis hin zum begleitenden Video für Carved In Stone – stammt von der langjährigen Wegbegleiterin Anaïs Chareyre-Méjan. Ihre Arbeit prägt die visuelle Identität von Saor bereits seit Forgotten Paths und verankert auch weiterhin den spezifischen Ort und Kontext, in dem das Projekt verwurzelt ist. Inhaltlich und thematisch hat sich nichts verändert: Die Landschaften und die Geschichte Schottlands, die Verbundenheit mit der Natur, das kulturelle Erbe und persönliche Reflexionen sind genau dort geblieben, wo sie bei der Entstehung dieser Lieder waren. In Marshalls heutiger Interpretation besitzen sie nach wie vor eine solche Kraft, dass es absolut gerechtfertigt ist, sich ihnen erneut zu widmen – nun mit der ganzen Erfahrung, die er in der Zwischenzeit gesammelt hat.
Caledonia erfindet die Vergangenheit von Saor nicht neu. Es vervollständigt sie und bietet den Hörerinnen und Hörern die Gelegenheit zu entdecken, wo diese Lieder schon immer ihren Platz hatten – und wohin Marshall sie nach mehr als einem Jahrzehnt schließlich geführt hat.
Saor online:
https://www.facebook.com/saorofficial
https://www.instagram.com/saormusic


