The Quill – Master Of The Skies

08.05.2026 – Doom Metal / Heavy Rock – Metalville – 45:28 Minuten

Die Schweden The Quill haben im Mai ihr aktuelles Album Master Of The Skies veröffentlicht. Gleich vorweg, eine Schande, die Jungs so lange übersehen zu haben. Die Skandinavier sind die moderne Antwort auf Black Sabbath, Ozzy und Zakk Wylde. Master Of The Skies strotzt nur so vor grandiosen Heavy-Rock-Momenten und legt den Finger tief in die Doom-Wunde, ohne nur auf den alten Pfaden zu wandeln. Klar spürt man die Magie der Legenden in jedem Song von The Quill, die es jedoch schaffen, auch ganz eigene Gedanken zu interpretieren. Der aktuelle Silberling kommt auf 45 Minuten und wurde über Metalville über den Globus gejagt.

Nostalgie, legendäre Klänge und eine eigene Handschrift

Als Opener fungiert der Titelsong Master Of The Skies. Sechs Minuten dreht der erste Track seine frechen wie doomigen Kreise. Die Vocals von Magnus Ekwall sind unglaublich gut, auch wenn sie so brutal nah an denen von Ozzy liegen. Dieser Vergleich dürfte Magnus ganz bestimmt nicht stören. Allein seine Präsenz auf dem Album reicht aus, um die Platte zu lieben. Die große persönliche Frage: Warum, verdammt noch mal, entdecke ich The Quill erst nach 26 Jahren und mit der elften Veröffentlichung? Diese Frage treibt einem die Schamesröte ins Gesicht, schließlich sitzt man an der musikalischen Quelle. Zurück zu Master Of The Skies, dem Opener mit Hit-Charakter. Die Spielzeit verfliegt und man landet nach gefühlten wenigen Sekunden bei Dark City. Ein etwas lockerer Track, auch weiter weg von genannten Acts, aber immer noch mit einem tollen Groove und dunklen Atmosphären. Die dornige Ballade You Can Not Kill My Soul springt zurück in die späten Siebziger und frühen Achtziger. Die Genrewurzeln brechen aus dem Untergrund und verschlingen die Melodien mit kräftigen Rankeln. Im Verlauf lassen sich The Quill nicht von ihrem Weg abbringen. Langsame Momente, härtere Riffs oder doch im Balladenmodus sammeln sie fleißig Punkte beim Genre-Fan. Wer wie meine Person gepennt hat, sollte spätestens mit Master Of The Skies geweckt werden und bei dem Longplayer zugreifen.

HIER! geht es für weitere Informationen zu The Quill – Master Of The Skies in unserem Time For Metal Release-Kalender.

The Quill – Master Of The Skies
Fazit zu Master Of The Skies
Master Of The Skies läuft jetzt seit einigen Tagen und ist mein Doom-Metal-Glücksgriff des Jahres. Alles, was man auf einem solchen Werk erwartet, setzten The Quill leidenschaftlich um. Dabei setzten sie auf eine Old-School-Basis, ohne sich frischen Ansätzen zu verschließen. Ein Album, das im Alltag wunderbar laufen kann und einen perfekt durch den grauen Herbsttag trägt oder den Wein am Kamin versüßt.

Anspieltipps: Master Of The Skies, It’s Over und If Tomorrow Never Comes
René W.
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