Am 25.09.2026 ist über Napalm Records mit Un-Alive From Pol’and’Rock 2025 ein neues Livealbum von Wednesday 13 erschienen. Über das Label ist das Album als CD und in verschiedenen Vinylvarianten erhältlich.
Horror-Punk, schwarzer Humor und jede Menge Druck
Der selbsternannte Duke Of Spook bringt auf Un-Alive From Pol’and’Rock 2025 eine Setlist auf die Bühne, die verschiedene Phasen seiner Karriere miteinander verbindet. Zwischen Horror-Punk, knackigem Metal, punkiger Rotzigkeit und morbidem Humor ist für reichlich Abwechslung gesorgt. Ich selbst habe Wednesday 13 zuletzt 2018 im kleinen Club des Kubana in Siegburg live erlebt. Umso interessanter ist es, nun mit diesem Konzertmitschnitt erneut in die musikalische Welt des Horror-Rockers einzutauchen und zu hören, wie sich seine Songs im großen Festivalrahmen präsentieren.

Von Murderdolls bis Mid Death Crisis
Wer Wednesday 13 kennt, weiß, dass hier nicht lange um den heißen Brei herumgespielt wird. Statt ausufernder Ansagen gibt es vor allem Musik, die schnell auf den Punkt kommt und mit eingängigen Refrains im Gedächtnis bleibt. Den Auftakt machen nach dem kurzen Intro Blood Fades To Black die Songs Look What The Bats Dragged In und Too Fast For Blood, die mit knackigen Gitarren und ordentlich Tempo direkt die Richtung vorgeben.
Das aktuelle Studioalbum Mid Death Crisis kommt auf dem Mitschnitt natürlich nicht zu kurz. Mit Rotting Away, In Misery und When The Devil Commands sind gleich mehrere Stücke vertreten, die sich bestens für die Bühne eignen. Gerade die Kombination aus düsteren Texten, treibenden Rhythmen und hymnischen Refrains funktioniert live hervorragend. Wednesday 13 setzt dabei auf seine markante, raue Stimme, die dem Material den nötigen Biss verleiht.
Für Fans der frühen Jahre gibt es ebenfalls Grund zur Freude. Mit Summertime Suicide und 197666 stehen bekannte Nummern aus der Murderdolls-Ära auf der Setlist. Dazu gesellt sich I Walked With A Zombie, das mit seinem eingängigen Charakter zum Mitmachen einlädt. Good Day To Be A Bad Guy setzt noch einen drauf und verbindet rotzigen Punk mit einer ordentlichen Portion schwarzer Ironie. Hier wird schnell klar, dass Wednesday 13 seine Songs nicht bierernst verstanden wissen möchte. Vielmehr entsteht aus Horror, Provokation und eingängigen Melodien eine ziemlich unterhaltsame Mischung.
Direkt aus Polen ins Wohnzimmer
Soundtechnisch geht es erfreulich ungeschliffen zur Sache. Die Gitarren haben Druck, das Schlagzeug treibt die Songs nach vorne und auch das Publikum ist gut wahrnehmbar. Dadurch entsteht eine lebendige Konzertatmosphäre, ohne dass die Aufnahme künstlich auf Hochglanz poliert wirkt. Die Band spielt routiniert und mit der nötigen Energie, während Wednesday 13 einmal mehr zeigt, dass er sein Handwerk als Frontmann beherrscht.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings: Der Auftritt liegt ausschließlich als Audioaufnahme vor. Bei einer Show dieser Größenordnung und gerade bei Wednesday 13 wäre eine zusätzliche DVD oder Blu-ray durchaus reizvoll gewesen. Immerhin lässt sich die Stimmung auch ohne bewegte Bilder nachvollziehen.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Wednesday 13 – Un-Alive From Pol’and’Rock 2025 in unserem Time For Metal Release-Kalender.



