Generation Steel kommen aus Hessen und haben sich 2019 gegründet. Mit Steelmachine veröffentlicht die Truppe ihren dritten Longplayer via Fireflash Records. Das klingt nach einer Newcomer-Band. Wenn aber die Bandmitglieder vorher bei Grave Digger, Running Wild, Holy Moses, Risk oder Jutta Weinhold aktiv waren, dann ist klar, dass hier keine Newbies unterwegs sind. Ein Haufen erfahrener Recken hat sich mit Sänger Micke Stark (ehemals Steel Attack), dem ehemaligen Running-Wild– und Grave-Digger-Gitarristen Thilo Hermann und Fabian „Fabs“ Watermann (Jutta Weinhold, Velvet Viper, Mad Max) als Generation Steel neu orientiert. Was haben uns die Recken auf die Stahl-Machine gepresst?
Generation Steel und Steelmachine holen einen Haufen erfahrener Recken zurück auf die Bildfläche
Wenn eine Band Generation Steel und die Platte Steelmachine heißt, dazu Querverweise zu Grave Digger und Running Wild existieren, ist dann noch die Erwähnung des Genres notwendig? Der Auftakt klingt nach Grave Digger. Der Titeltrack kommt geradlinig daher und auf den Punkt zockt sich die Truppe genau so durch die Nummer, wie es der Titel verspricht. Der Gesang erinnert an der einen oder anderen Stelle an Chris Boltendahl.
Der Titel Wings Of Fire trieft vor Klischees, das macht aber nichts, solange die Nummer ordentlich rockt. Der Stampfer sollte vor allem live gut funktionieren. Was gibt es bei Witches Cross zu hören, oder bei The Priest inklusive Grüße an die einzig wahren Metal Gods? Wer klassischen Metal im Style der 80er nicht mag, der ist bei Generation Steel von A bis Z falsch.
Wer abwechslungsreiches Material will oder moderne Klänge sucht, ist falsch abgebogen. Egal ob das eingängige I Am The Storm, Field Of Pain, Rise Up (mit Unterstützung von Iron-Savior-Chef Piet Sielck) oder New Frontier: Old School Metal, wie er auf den bekannten Undergroundfestivals gerne gehört und gefeiert wird, ertönt gute 40 Minuten.
Der Schlusspunkt Island Of Tragedy mit mehr als acht Minuten Laufzeit sticht beim Blick auf den Titel und die Eckdaten bereits hervor. Bei erfahrenen Metalheads klingelt es sofort. Island und Longtrack, dazu die Verbindung zu Running Wild. Dass Treasure Island als Inspiration diente, dürften die Protagonisten kaum verleugnen. Generation Steel sind etwas anders unterwegs als Running Wild, klingen insgesamt düsterer und nicht so prägnant wie Rock ’n‘ Rolf und seine Freibeuter Anfang der 90er.
Hier geht es für weitere Informationen zu Generation Steel – Steelmachine in unserem Time For Metal Release-Kalender.



