Am 30.10.2026 erscheint nach Down The White Waters (2018) und Traces (2022) mit All Must Wither das neue Album von Ash Of Ashes beim Berliner Label Metalloscope Music. Erhältlich ist es über das Label als CD und in den Vinylvarianten (jeweils 150 Stück) Black und Clear. Ich denke, da sollte man mit dem Ordern schnell sein und am besten direkt beim Label hier bestellen!
Große Vorfreude bereits in der Balver Höhle
Manchmal merkt man schon im Vorfeld einer Veröffentlichung, wie viel Herzblut in einem Album steckt. Bei All Must Wither, dem dritten Werk von Ash Of Ashes, habe ich das sogar hautnah miterlebt. Wie in den letzten Jahren traf ich Monte, den Labeleigner von Metalloscope Music, auch in diesem Jahr auf dem Prophecy Fest persönlich. Dort habe ich bereits erlebt, wie sehr er der Veröffentlichung von All Must Wither entgegengefiebert hat. Nach dem Hören kann ich diese Vorfreude absolut nachvollziehen. Das Duo um Skaldir und Morten aus dem Sauerland präsentiert ein Album, das mit musikalischer Vielfalt, großen Emotionen und einer beeindruckenden kompositorischen Tiefe überzeugt.
Zwischen erhabenen Melodien und düsterer Wucht
Ash Of Ashes haben sich längst von einer reinen Pagan-Metal-Zuordnung gelöst. Natürlich finden sich auch auf All Must Wither folkloristische Elemente und hymnische Melodien, doch die Band verbindet diese mit symphonischen Klangfarben, progressiven Ideen und überraschend heftigen Ausbrüchen. Dabei wirkt nichts überladen. Vielmehr greifen die unterschiedlichen Einflüsse so selbstverständlich ineinander, dass sich mit jedem Durchlauf neue Details entdecken lassen.
The Great Deceiver eröffnet die Reise mit ordentlich Vorwärtsdrang und einer Melodie, die sich schnell festsetzt und in den Gehirnwindungen hängen bleibt. Der Gesang hat dabei einen echten Wiedererkennungswert: Die warmen, klaren Passagen besitzen eine melancholische Note, die mich unmittelbar abholt. Auf My Old Friend treffen emotionale Momente auf kantige Riffs, während King Of The Fallen mit seinen härteren Passagen und dem kraftvollen Refrain ordentlich Druck aufbaut. Genau diese Wechsel zwischen Eingängigkeit und Dunkelheit machen den besonderen Reiz der Platte aus.
Mit The River bekommt das Album eine wunderbar getragene, beinahe sehnsüchtige Seite. Der Titeltrack All Must Wither wiederum setzt auf eine melancholische Atmosphäre, in der Klavier und Streicher ihre Wirkung entfalten. Hier darf die Musik atmen, bevor der Track Ash Of Ashes mit markanten Riffs und großen Melodiebögen wieder deutlich an Fahrt aufnimmt.
Die Instrumentalarbeit von Skaldir verdient natürlich besondere Aufmerksamkeit. Auch die beiden Gäste dürfen an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Dennis Strillinger sorgt am Schlagzeug für das nötige Fundament, während Simon Bihlmayer mit seinen Gitarrensoli auf The Great Deceiver, Ash Of Ashes und The Chronicler starke Akzente setzt. Die Produktion bleibt dabei transparent und druckvoll, sodass sowohl die feinen Arrangements als auch die härteren Passagen ihren Platz bekommen.
Siebzehn Minuten, die wie im Flug vergehen
Der eigentliche Prüfstein wartet zum Schluss: The Chronicler bringt es auf rund 17 Minuten und könnte mit seiner musikalischen Bandbreite problemlos für sich allein stehen. Ruhige Passagen, symphonische Momente, eingängige Melodien und aggressive Black-Metal-Ausbrüche wechseln sich ab, ohne dass der Spannungsbogen abreißt. Für mich ist das der eindrucksvollste Beleg dafür, wie souverän Ash Of Ashes inzwischen mit unterschiedlichen Stimmungen und musikalischen Ideen umgehen.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Ash Of Ashes – All Must Wither in unserem Time For Metal Release-Kalender.



