Eventname: In League With Satan – Evropa 2026
Headliner: Behemoth
Vorband: Dark Funeral, Dimmu Borgir
Ort: Rockhal, 5, Avenue du Rock’n’Roll, L-4361 Esch-sur-Alzette, Luxemburg
Datum: 11.10.2026
Kosten: 74,50 Euro Vorverkauf, 77 Euro Abendkasse
Genre: Black Metal
Besucher: ~1500
Veranstalter: Rockhal
Setlists:
- Unchain My Soul
- The Arrival Of Satan’s Empire
- The Secrets Of The Black Arts
- Let The Devil In
- Where Shadows Forever Reign
- Ulvgjeld & Blodsodel
- Mourning Palace
- Kings Of The Carnival Creation
- Council Of Wolves And Snakes
- Ætheric
- Ascent
- Cataclysm Children
- The Serpentine Offering
- Puritania
- Gateways
- Progenies Of The Great Apocalypse
- Daimonos
- Ora Pro Nobis Lucifer
- Thy Becoming Eternal
- The Shit Ov God
- Conquer All
- Blow Your Trumpets Gabriel
- I, Scvlptor
- Ov Fire And The Void
- To Drown The Svn In Wine
- Bartzabel
- In League With Satan (mit Shagrath von Dimmu Borgir)
- Chant For Eschaton 2000
- O Father O Satan O Sun!
Aktuell sind Behemoth gemeinsam mit Dimmu Borgir und Dark Funeral auf der In League With Satan Tour in Europa unterwegs und machen dabei auch in der Rockhal in Luxemburg Halt – da sind wir natürlich gerne mit am Start!

Kurz vor 19 Uhr gehen dann die Lichter aus und die Bühne wird in blaues Licht getaucht. Dazu heult ein Wind durch die Halle und Ketten klimpern vor sich hin. Nach und nach betreten dann die Musiker von Dark Funeral die Bühne und werden einzeln mit einem Spot hervorgehoben – das ist schon mal ein sehr eindrucksvoller Beginn! Los geht es, passend zum Intro, mit Unchain My Soul vom 2016er-Album Where Shadows Forever Reign. Der Sound ist direkt on point und man merkt, dass die Jungs richtig Bock haben. Danach schwört Frontmann Heljarmadr die Fans ein und fordert sie auf, ihre Stimmen zu benutzen, um mit „Hail Satan“-Rufen The Arrival Of Satan’s Empire einzuleiten. Anschließend geht es 30 Jahre zurück in der Zeit zum ersten Album The Secrets Of The Black Arts. Von dieser Kultscheibe gibt es dann auch den Titeltrack auf die Ohren. Ich persönlich feiere die Jungs total, leider ist die Rockhal zu diesem Zeitpunkt nur so leidlich gut gefüllt und die Fans sind noch etwas verhalten. Mit Let The Devil In gibt es im Anschluss einen neueren Song vom 2022er-Studioalbum, bevor sich Dark Funeral mit Where Shadows Forever Reign verabschieden. Das war leider unerwartet kurz, ich hätte mir noch einen weiteren Song gewünscht, aber schließlich geht es um 20 Uhr direkt weiter mit Dimmu Borgir und dafür muss noch etwas umgebaut werden.

Das „etwas umbauen“ ist dann doch eine größere Angelegenheit, denn gefühlt steht nachher nur noch das Schlagzeug an derselben Stelle auf der Bühne. Dazu gibt es diverse Säulen mit Statuen, Banner und ein unfassbar krasses Bühnenbanner. Ich habe Dimmu Borgir gefühlt vor mehr als 15 Jahren das letzte Mal gesehen und freue mich wie ein kleiner Junge auf die Norweger. Und es geht auch direkt mit einem großen Knall los! Den Opener macht Ulvgjeld & Blodsodel vom aktuellen Album Grand Serpent Rising. Die neuen Songs kenne ich noch nicht so gut, aber trotzdem geht die Melodie gut ins Ohr und auch das Publikum geht direkt deutlich mehr mit. Danach hauen die Herrschaften Shagrath und Silenoz nebst Mitmusikern richtig auf die Pauke. Es schallen Mourning Palace vom 1997er-Album Enthroned Darkness Triumphant und im Anschluss Kings Of The Carnival Creation vom 2001er-Album Puritanical Euphoric Misanthropia durch die Rockhal. Das sind definitiv zwei meiner persönlichen Hymnen und ich feiere es sehr, diese im Set zu hören. Mit Council Of Wolves And Snakes, Ætheric und Ascent folgen drei Songs vom vorletzten Album Eonian und der aktuellen Scheibe. Mit Cataclysmic Children springen wir zurück ins Jahr 2003 und zum Album Death Cult Armageddon. Hier lassen Dimmu Borgir dann ordentlich, passend zum Songtitel, die Flammen lodern, um uns anschließend mit The Serpentine Offering von In Sorte Diaboli und Gateways (Abrahadabra) wieder zu den etwas neueren Scheiben vorzuarbeiten. Dazwischen gibt es aber noch Puritania von Puritanical Euphoric Misanthropia auf die Ohren. Den Abschluss macht schließlich Progenies Of The Great Apocalypse vom 2003er-Album Death Cult Armageddon. Was für ein Feuerwerk! Und das nicht nur aus musikalischer Sicht. Das Bühnenbild ist hervorragend gelungen, die Jungs haben unfassbar viel Spaß auf der Bühne und Licht und Flammen rahmen den Auftritt perfekt ein! Das war ganz großes Kino!

Nach einer etwas längeren Umbaupause ist dann die Bühne bereit für den Headliner des Abends. Behemoth sind in der Rockhal schon des Öfteren zu Gast gewesen und wissen, wie man das Publikum hier zum Kochen bringt. Während des Intros hängt auch heute Abend wieder ein weißes Banner vor der Bühne, auf das zum Intro ein Video projiziert wird. Und schon die ersten Songs zeigen, dass die Polen Bock haben und wieder alles geben. Los geht es mit Daimonos von der 2009er-Scheibe Evangelion, gefolgt von Ora Pro Nobis Lucifer (The Satanist) und Thy Becoming Eternal (Opvs Contra Natvram). Die Bühnenpräsenz von Nergal und seinen Mitstreitern ist auch dieses Mal wieder unfassbar intensiv. Kritiker mögen nun sagen, dass es alles einstudiert ist, was sicherlich auch nicht von der Hand zu weisen ist, aber trotzdem schaffen es Behemoth meiner Meinung nach, aus einem „Konzert“ eine „Show“ zu machen. Und das liegt definitiv auch an der Performance. Insgesamt ist die Setlist wieder ein Ritt durch die verschiedenen Epochen der Band mit frühen Songs wie Chant For Eschaton 2000 von der Satanica oder Conquer All von der Demigod. Aber natürlich gibt es auch Songs vom aktuellen Album The Shit Ov God, unter anderem den gleichnamigen Titeltrack und To Drown The Svn In Wine. Aber auch die Hymnen O Father O Satan O Sun!, Ov Fire And The Void, Blow Your Trumpets Gabriel und Bartzabel fehlen nicht. Vor I, Scvlptor fällt erneut ein Banner vor der Bühne herunter, auf dem ein Video läuft, während Nergal auf ein Podest steigt und nach oben gefahren wird. Als das Banner fällt, steht er mit zwei Flammenwerfern in der Hand da und speit ordentlich Feuer durch die Halle, während er den neusten Song zum Besten gibt. Zum Ende kommt noch einmal Shagrath von Dimmu Borgir auf die Bühne, um gemeinsam mit Behemoth das Venom-Cover In League With Satan zu spielen. Der Song findet sich auf der I, Scvlpter EP, die Anfang September erschienen ist – in Anbetracht des Todes von Venom-Frontmann Conrad „Cronos“ Lant eine mehr als passende Hommage. Die In League With Satan Tour – Evropa 2026 ist definitiv ein Highlight meines Konzertjahres. Etwas schade, dass die Show in der Rockhal nicht so gut besucht war, was der Stimmung aber keinen Abbruch getan hat.























