Event: In League With Satan Tour
Künstler: Dark Funeral, Dimmu Borgir, Beheomoth
Ort: München, Zenith
Datum: 14.10.2026
Genre: Black Metal
Besucher: ca. 2.200

Ein fettes Black-Metal-Paket rollt da gerade über Europa. Mit dem treffenden Namen In The League Of Satan haben sich keine Geringeren als Dimmu Borgir und Behemoth zusammengetan, um ihren Fans ihre neuen Alben näherzubringen und ein wahres Black-Metal-Feuerwerk bei ihren Konzerten abzufeuern. Mit im Gepäck bei der Tour sind Dark Funeral, die ihren beiden Headlinern in nichts nachstehen und für ein großes Opening beim Konzert im Münchner Zenith sorgen. Pünktlich um 19 Uhr eröffnen sie den Abend mit viel Licht und Rauch und düsteren Elementen, die sich hervorragend an die herrschende Atmosphäre anpassen.
Die Schweden, die ihr neuestes Livealbum A Beast To Praise am 21. August veröffentlichten, haben sich auf schnellen, melodischen und intensiven Black Metal spezialisiert und im Gegensatz zu Bands wie Dimmu Borgir werden hier kaum Keyboards eingesetzt.
Fünfundzwanzig Minuten Spielzeit werden mit Songs wie Unchained My Soul, The Secrets Of The Black Arts oder The Arrival Of Satan’s Empire gut genutzt und den Besuchern schon mal eingeheizt.
Jetzt heißt es, auf die Headliner warten. In München eröffnen Dimmu Borgir die Headline-Show ziemlich pünktlich um 20 Uhr – und werden stürmisch begrüßt. Seit 1993 sind die Black Metaller im Geschäft und zeigten sich in der Vergangenheit auch experimentell mit Klassikelementen oder Gitarrenspiel à la 80er-Jahre-Metal. Aber ihre Fans wollen die Band eigentlich so, wie sie sie kennengelernt haben: mit düsteren Einschlägen, Feuer- und Lichtelementen, schnellen Gitarrensoli, gelegentlicher Untermalung mit dem Keyboard und natürlich dem durchdringenden gutturalen Gesang von Stiant Tomt „Shagrath“ Thoresen, einem der Gründungsväter der Norweger.
Bei ihrer Show ziehen sie alle Register, feuern das Publikum immer wieder an und beteuern: „Wie schön es mal wieder ist, in München zu spielen.“ Die Fans geben alles und die Band sowieso: Über Ulvgjeld & Blodsodel, Mourning Palace, Kings Of The Carnival Creation, Council Of Wolfves And Snakes, Aetheric, Ascent oder Cataclysm Children fehlt kein Kracher und auch aktuelle Songs aus dem Album Grand Serpent Rising dürfen nicht fehlen. Die Menge feiert Dimmu – und Dimmu Borgir die Fans. Kurz nach 21 Uhr ist Schluss.
Behemoth lassen sich mit ihrem Umbau etwas Zeit und erst gegen 21:48 Uhr geht es weiter.
Dann aber gewaltig. Eine riesige Bühne auf zwei Ebenen, Feuerwalzen und Lichtshows rücken Nergal und Co. ins rechte Licht, die auch gleich richtig loslegen und da anknüpfen, wo Dimmu Borgir aufhörten – mit Krachern wie Noce Szatana, Daimonos, Ora Pro Nobis Lucifer, Thy Becoming Eternal, The Shit Ov God, Conquer All, Blow Your Trumpets Gabriel, I Sclvptor oder Ov Fire And The Void.
Eine weitere Stunde mit einem der Vorreiter des Black Metals, diesmal aber eine Spur härter, eine Spur düsterer, eindrucksvoller und roher, was auch sicherlich den Death-Metal-Parts geschuldet ist, die einen Teil der Musik von Behemoth beherrschen.
Leider wandern schon während des Sets einige Zuschauer ab, was ich sehr schade finde, denn beide Bands können durchgehend mit Show und mit Set überzeugen. Auch dass allgemein nicht viel los ist heute, wundert mich sehr. Vielleicht liegt es auch an dem stolzen Eintrittspreis von 90 Euro? Wer weiß – musikalisch jedenfalls gesehen war die Show von Dimmu Borgir und Behemoth überragend.


















