Wenn es um die Hansestadt Hamburg und Metal-Musik geht, dann werden viele Menschen mit den bekannten Namen wie Helloween, Gamma Ray, Iron Savior oder eventuell noch Endseeker um sich werfen. Im Sektor Doom und Melancholie agieren seit mehr als 20 Jahren Ophis. Zwei Menschen des Fünfers Fvneral Fvkk sind auch bei Ophis aktiv. Dazu kommt Sänger Cantor Cinaedicus mit einer Ophis-Vergangenheit. Fvneral Fvkk formierten sich vor circa zehn Jahren und haben sich dem epischen Doom im Sinne von Solitude Aeturnus, Isole oder auch Candlemass verschrieben. Sieben Jahre hat es gedauert, bis zur Veröffentlichung von Indecent Idols, dem Nachfolger von Carnal Confessions.
Epic Doom aus Hamburg: Indecent Idols von Fvneral Fvkk
Der Bandname fällt auf und sieht besonders trve aus. Wie gut, dass Fvneral Fvkk niemandem ein X für ein U vormachen. Nach dem Intro gibt es genau die Musik, die von Fans von Epic Doom erwartet wird. Crosses To Gallows ist schwer und melancholisch, erdrückt aber nicht. Genau diesen schmalen Grat wandern Fvneral Fvkk auf Indecent Idols nahezu perfekt. Der Gesang klingt klagend, aber auch mitreißend, und insgesamt haben die Nummern eine sehr starke Atmosphäre.
Spoken Words sind im Doom keine ungewöhnliche Sache. Die Eröffnung zu A Hidden Threnody nutzt einige gesprochene Worte und legt bezüglich Melancholie eine Oktave drauf, sowohl vom Bass als auch vom ganz starken Gesang, der vor allem mehrstimmig an die großen Acts der Zunft erinnert. The Beasts Of Speyer versinkt anfangs nahezu in Melancholie. Aber auch hier schaffen Fvneral Fvkk den Spagat, sich nicht in der eigenen Melancholie zu suhlen. Vor allem die Saitenarbeit und die Melodieführung stechen hervor und dürften nicht nur bei eingefleischten Doom-Anhängern punkten. Wer sich im melancholischen und melodischen Death Metal tummelt, sollte hier ebenfalls ein Ohr riskieren. Nicht nur einmal kommt der Name Insomnium in den Sinn. Die Hamburger Doom-Metaller klingen, als wären sie in den skandinavischen Wäldern beheimatet.
Egal ob das härtere Bishop Of The Iron Guard, die Leichensynode oder das Finale Even In Death (We Possess You): Fvneral Fvkk dürften sich mit Indecent Idols aus der Gruppe der Geheimtipps im Epic Doom verabschieden. Die Platte rückt den wenig bis kaum aktiven Bands, die den Status Platzhirsch noch innehaben, mächtig auf die Pelle, sodass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die bekannten Festivals für epische Klänge hier zugreifen.
Tipp für Genre-Fans aus dem Großraum Hamburg: Am 29.11.2026 spielen Fvneral Fvkk mit High Warden und Ascian ein Release-Requiem im Bambi Galore, das am Nachmittag um 15 Uhr losgeht. Es gibt einen Leichenschmaus mit Kaffee und Kuchen, bevor um 17 Uhr das Release-Requiem im Keller beginnt. Tickets gibt es hier (Klick).
Hier geht es für weitere Informationen zu Fvneral Fvkk – Indecent Idols in unserem Time For Metal Release-Kalender.



