Schwere Vorwürfe gegen den Veranstalter Diablo Productions: Die indonesischen Extreme-Metal-Bands Jasad, Death Vomit und Deadsquad sehen sich offenbar mit erheblichen Problemen auf ihrer aktuellen Europatournee konfrontiert.
Die Situation soll nach einem Auftritt im Lost Lane in Dublin eskaliert sein. Nach Angaben der beteiligten Bands habe der Veranstalter Diablo Productions beziehungsweise Anna Bikuña anschließend weder die notwendige Unterkunft noch den Transport für die Weiterreise organisiert. Dadurch konnten die geplanten Konzerte in Cork (Irland) und London (England) nicht wie vorgesehen stattfinden.

In einer gemeinsamen Stellungnahme schildern die Bands erhebliche organisatorische und finanzielle Probleme. Demnach seien zahlreiche Absprachen nicht eingehalten worden. Die Künstler sprechen von einem „ernsthaften Mangel an Vorbereitung, Organisation, Kommunikation und Professionalität“ seitens des Veranstalters. Zudem erklären sie, sich durch Diablo Productions „schwer getäuscht und im Stich gelassen“ zu fühlen.
Auch von anderer Seite (The Underworld Camden) werden schwere Vorwürfe erhoben. In einer weiteren Stellungnahme heißt es, Diablo Productions beziehungsweise Anna Bikuña sei nicht mehr erreichbar, habe auf Kontaktversuche nicht reagiert und seine eigenen Social-Media-Accounts entfernt. Zudem soll die Veranstaltungsstätte für eine geplante Show weder gebucht noch bezahlt worden sein. Die Verantwortlichen sprechen von einer „zusammenbrechenden und finanziell erheblichen EU-Tournee“ und zeigen sich insbesondere mit Blick auf die drei indonesischen Bands betroffen.
Trotz der entstandenen Probleme wollen die drei indonesischen Bands ihre Europatournee nach eigener Aussage fortsetzen. Ab dem 20. August soll die Reise in Eindhoven (Niederlande) weitergehen und am 21.August sind alle drei Bands auf dem Deathfeast in Andernach zu sehen. Als neuer Partner wird DF-Bookings (Lukas Swiaczny) genannt, ein erfahrener Veranstalter im Bereich Extreme Metal und langjähriger Freund der Bands.
Die Bands betonen trotz ihrer Enttäuschung, ihre Europatournee zu Ende bringen zu wollen. Gleichzeitig verstehen sie ihre Stellungnahme als Warnung und als Beitrag zur Transparenz innerhalb der internationalen Extreme-Metal-Szene. Sie hoffen, dass andere Künstler von vergleichbaren Erfahrungen verschont bleiben.
Hinweis: Die hier genannten Vorwürfe und Darstellungen beruhen auf den veröffentlichten Stellungnahmen der beteiligten Bands beziehungsweise Veranstaltungsparteien. Eine Stellungnahme von Diablo Productions beziehungsweise Anna Bikuña liegt in den vorliegenden Informationen nicht vor. Wir haben Diablo Productions um eine Stellungnahme zu den Darstellungen bis zum 23.08.2026 gebeten, diese ist jedoch seitens Diablo Productions ausgeblieben.
Am 22.08.2026 konnten wir auf dem Deathfeast in Andernach ein kurzes Interview mit Stevie Morley Item von Deadsquat führen, welches ihr hier nachlesen könnt.


