Thronehammer – Slay | Kill | Erase

09.10.2026 – Heavy/Doom/Death Metal – Supreme Chaos Records – 73:31 Minuten

Am 09.10.2026 erscheint über Supreme Chaos Records mit Slay | Kill | Erase das neue Album von Thronehammer. Das vierte Full-Length der deutsch-britischen Doom-Macht wird dabei nicht nur als CD, sondern auch als Kassette und in mehreren, teilweise streng limitierten Vinylvarianten veröffentlicht. Sammler dürfen sich unter anderem auf verschiedene Doppel-LPs freuen.

Drei Gitarren und eine verdammt mächtige Stimme

Für mich ist die Platte vor allem deshalb etwas Besonderes, weil ich Thronehammer seit meinem ersten Livekontakt vor rund zwei Jahren auf dem Hoflärm Festival ganz besonders auf dem Schirm habe. Einige Monate später ging es im Elfer in Frankfurt weiter. Natürlich bin ich ein großer Verehrer dieser Band und mache daraus auch keinen Hehl! Damals noch als Fünfer unterwegs, stehen Thronehammer inzwischen als Sextett auf der Matte. Mit Stuart West, Tobias Utz und Daniel Ringl sorgen gleich drei Gitarren für die nötige Wand aus Sound. Dazu kommen Uwe Void am Bass und Markus Ströhlein am Schlagzeug. Über allem thront Kat Shevil Gillham mit ihrer unverwechselbaren Stimme.

Thronehammer, Hoflärm 2024,
Pic by Big Simonski

Schwere Riffs und große Momente

Diese Kombination funktioniert für mich persönlich auf Slay | Kill | Erase hervorragend. Bereits der Titeltrack kommt nach einem ca. dreiminütigen Intro mit einer Wucht aus den Boxen, die man von Thronehammer erwartet. Die drei Gitarren machen dabei keineswegs nur mehr Lärm, sondern geben dem Sound zusätzliche Tiefe. Es entsteht eine enorme Breite, ohne dass die einzelnen Riffs untergehen.

To Never Return gehört für mich zu den Stücken, die besonders gut zeigen, dass Thronehammer mehr können, als einfach nur langsam und schwer zu spielen. Der Song entwickelt sich, baut Spannung auf und lässt den Gitarren ausreichend Raum. Rise Of Resistance geht mit seinen über elf Minuten noch einen Schritt weiter. Hier darf sich der Doom ausbreiten, ohne dass die Länge irgendwann künstlich wirkt.

Mit Destroy Ov Light, Blade To The Heart und Thrown Into The Abyss wird anschließend wieder ordentlich Druck aufgebaut. Besonders Kat Gillham ist dabei ein entscheidender Faktor. Ihre Stimme besitzt diese Mischung aus Kraft, Dunkelheit und einer gewissen rauen Schärfe, die hervorragend zwischen den massiven Gitarren funktioniert.

Dethroned schlägt anschließend etwas andere Töne an, bevor Onwards To Oblivion das Album abschließt. Der Gastauftritt von Max Hemmann von Motorowl setzt dabei noch einmal einen interessanten Akzent und passt hervorragend zur etwas melodischeren Ausrichtung des Stücks.

Hier! geht es für weitere Informationen zu Thronehammer – Slay | Kill | Erase  in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Auch live gibt es Nachschlag

Wer Thronehammer nicht nur auf Platte erleben möchte, bekommt im Herbst reichlich Gelegenheit dazu. Rund um die Veröffentlichung stehen unter anderem folgende Termine an:

01.10.2026 – Berlin, Neue Zukunft
02.10.2026 – Hamburg, Bambi Galore
03.10.2026 – Oldenburg, MTS Records
04.10.2026 – Dresden, Chemiefabrik
05.10.2026 – Leipzig, Werk 2
06.10.2026 – Hannover, Café Glocksee
07.10.2026 – Kassel, Goldgrube
08.10.2026 – Bochum, Die Trompete
09.10.2026 – Freiburg, ArTik
10.10.2026 – Keep It Low Festival, München
05.12.2026 – Incantation Rites Festival, Nürnberg

Thronehammer – Slay | Kill | Erase
Fazit zu Slay | Kill | Erase
Für mich setzt Slay | Kill | Erase genau dort an, wo Thronehammer live bei mir vor zwei Jahren den bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Drei Gitarren, eine mächtige Rhythmussektion und Kat Gillhams markante Stimme ergeben eine Kombination, bei der ich als Doom-Fan sowieso nur schwer widerstehen kann. Thronehammer bleiben schwer, düster und ausufernd – und genau deshalb funktioniert dieses Album für mich so verdammt gut.

Anspieltipps: Slay | Kill | Erase, Rise Of Resistance und Thrown Into The Abyss
Juergen S.
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