Taskforce Toxicator Bandfoto 2026 Credits Marvin Brauer
Taskforce Toxicator Bandfoto 2026 Credits Marvin Brauer

Taskforce Toxicator stellen sich vor

Zehn Fragen an Dominik Rothe

Die alte Riege des Teutonen-Thrash-Metal zieht sich zurück (Sodom) oder ist in die Jahre gekommen (Tankard, Kreator etc.), womit der Blick in die Zukunft nicht mehr so sehr lang ist. Eine der Nachwuchshoffnungen kommt aus dem Westen der Republik. Taskforce Toxicator überzeugten mit ihrem aktuellen Album Countdown To Death. Gitarrist Dominik Rothe beantwortet uns zehn Fragen und stellt Taskforce Toxicator vor.

Taskforce Toxicator - Countdown To Death - Cover Artwork
Taskforce Toxicator – Countdown To Death – Cover Artwork

Wann hast du erstmalig ein Instrument in die Hand genommen und welches Instrument war das?

Da war ich so ungefähr zehn Jahre alt und es war eine Gitarre, eine Akustikgitarre, um genau zu sein. Das war auch ein etwas kleineres Modell, extra für Kinder. Darauf hatte ich zwar keinen Bock, aber irgendein Musikschullehrer meinte, man müsse erst Akustikgitarre spielen, bevor man sich an die E-Gitarre wagt. Das ist absoluter Quatsch, aber damals wusste ich es nicht besser, also bin ich den Weg mitgegangen. Für die Motivation war das anfänglich nicht so zuträglich. Ich wollte schließlich Metal spielen und nicht Wonderwall, haha.

Welche Platte hast du dir als Erstes selbst gekauft?

Das war Meteora von Linkin Park, eine der wichtigsten Bands auf meinem Weg zur harten Gitarrenmusik. Von da aus ging’s dann über Slipknot ganz schnell zu Metallica und Iron Maiden.

Wann und wo war dein erstes Livekonzert als Zuschauer und wer stand auf der Bühne?

Das war der 6. Dezember 2003. Mit meinem Vater und seinem besten Freund habe ich damals Metallica im Gelredome in Arnheim gesehen. Das war ein von vorne bis hinten überwältigendes Erlebnis, das ich niemals vergessen werde. Schon beim zweiten Song hatte ich Freudentränen in den Augen und wusste: Das will ich auch machen. Vorband waren Godsmack. Die haben mich allerdings gar nicht interessiert, ich wollte nur Metallica sehen.

Wann und wo hast du erstmalig selbst auf der Bühne gestanden und ein Konzert/einige Songs gespielt?

Boah, das „wann“ weiß ich gar nicht mehr so genau. Es war auf jeden Fall mit einer Band, die ich mit ein paar Freunden aus der Schule gegründet habe. Damit sind wir in unserem damaligen Wohnort Greven im örtlichen Jugendheim aufgetreten und haben ein paar Coversongs gespielt. Wir waren allerdings alles andere als gut, haha.

Welche Musiker:innen sind deine Vorbilder?

Da stehen James Hetfield und Kirk Hammett bis heute an erster Stelle. Metallica sind der Grund, warum ich überhaupt angefangen habe, selbst Musik zu machen, und bis heute ein großer Einfluss. Ansonsten auf jeden Fall Eddie Van Halen, Gary Holt, Adrian Smith und Alex Skolnick. Die Liste könnte ich noch endlos fortsetzen, aber das dürften die wichtigsten sein.

Welche Bedeutung hat für dich der Bandname Taskforce Toxicator und wie sind du und deine Band-Member auf den Namen gekommen?

Der Toxicator ist unser Bandmaskottchen. Er taucht auch ab und zu in den Lyrics unserer Songs auf. Er ist ein Weltraumsöldner, der gegen Tyrannen und Ungerechtigkeit jeder Art ankämpft. Dabei ist er nicht allein, sondern bekommt Unterstützung von einer ganzen Truppe von Kriegern, die ihm helfen und eben die Taskforce Toxicator bilden.

Wo und wann haben Taskforce Toxicator erstmalig live auf der Bühne gestanden und wie waren die Reaktionen des Publikums?

Unser erster Auftritt überhaupt war 2017 bei der Geburtstagsfeier unseres damaligen Schlagzeugers Sascha. Er wohnte etwas außerhalb von Greven und hatte dort ein riesiges Zelt samt Bühne und Anlage aufgebaut. Da haben gleich mehrere Bands gespielt, unter anderem wir. Es war ein super Abend und wir haben nur positive Rückmeldungen von allen bekommen, was sehr gut war, da wir kurz darauf schon einige weitere Shows anstehen hatten, die wir nach dieser Feuertaufe im privaten Rahmen etwas entspannter angehen konnten.

Bei welchen Bands mit welcher musikalischen Ausrichtung spielst du noch oder hast du bereits gespielt?

Darkness – Keep It True Rising V 2025

Neben Taskforce Toxicator spiele ich aktuell noch bei den Teutonen-Thrashern Darkness. Da haben wir vergangenes Jahr mit Death Squad Chronicles eine Platte herausgebracht, auf der wir alte Songs neu aufgenommen haben. Für mich war es das erste Mal, dass ein Album, auf dem ich zu hören bin, in den Charts gelandet ist, was ein super geiles Gefühl war. Ansonsten habe ich 2024 für ein Jahr bei den Power-Metallern Scanner gespielt, was eine großartige Erfahrung war. Davor war ich noch ein paar Jahre bei Cerebral Invasion aktiv und 2011 bis 2016 spielten Taskforce-Toxicator-Gitarrist Lars und ich zusammen bei Marauder.

Nenn uns fünf Platten, die für deine Entwicklung als Musiker essenziel waren?

Metallica – Master Of Puppets
Iron Maiden – Live After Death
Exodus – Bonded By Blood
Testament – The Formation Of Damnation
Kreator – Enemy Of God

Wenn du zu Hause entspannen möchtest, was legst du auf?

Zur Entspannung darf es gerne ein Filmsoundtrack wie Der Herr Der Ringe oder irgendwas von John Carpenter sein. Aber das eine oder andere Synthwave-Album von College oder The Midnight (nicht zu verwechseln mit den Midnight ohne „The“) findet da auch seinen Weg auf den Plattenteller.

Danke, die finalen Worte gehören dir.

Vielen Dank für euren Support und danke auch an alle, die uns über die vergangenen knapp zehn Jahre in jedweder Form unterstützt haben! Hört niemals auf, echte Musik und Kunst jeder Art zu unterstützen, denn Kunst und Kultur machen uns als Menschen aus und das darf sich niemals ändern.