Jawbreaker Records hat sich in den vergangenen Jahren zu einem interessanten Undergroundlabel für klassisches, aber außergewöhnliches Material gemausert. Ein Beispiel sind die Schweden Templar, die Ende des Jahres mit Medieval Steel zu erleben sind. Immer wieder schleppt das schwedische Label interessante neue Bands an. Wie aber die neuseeländische Band Wolfshead ausgerechnet zu einem schwedischen Label kommt, dürfte ein spannendes Thema sein. Wolfshead haben sich 2022 gegründet und liefern im Oktober 2026 ihr selbstbetiteltes Debüt.
Wolfshead aus Neuseeland veröffentlichen via Jawbreaker Records aus Schweden
Bis die endgültige Bandbesetzung zusammen war, zogen einige Jahre ins Land, sodass die Protagonisten die circa vier Jahre Zeit für ihr Debüt benötigten. Wolfshead klingt nach eher düsterem Genre, ist aber klassischer Metal, der mit Ecken und Kanten daherkommt und den typischen Undergroundcharme versprüht.
Tyranny & The Hunter ist eine Art langgezogenes Intro, das mit Sprechgesang ergänzt wird und auf Ashen Fawn vorbereitet. Mit ordentlich Speed starten die Protagonisten, fassen sich aber nicht kurz, sondern legen diverse Drehungen und Wendungen hin. Durchaus melodisch, aber mit einem sehr rauen Charme, eröffnen Wolfshead ihr Debüt.
Auch das nachfolgende Wreathed In Fire ist unorthodox und zieht sich über weit mehr als fünf Minuten, wo sich Speed Metal mit Hard Rock und Heavy Metal vermischt. Dazu sind die Vocals speziell, sodass die Nummer des Öfteren für Kopfschütteln, was kein Headbangen ist, sorgen wird. Balladesker Anfang bei Dust And Smoke und das nächste Teil mit einer Laufzeit von mehr als fünf Minuten. Auch das Ding ist alles andere als Standardmaterial, aber lange nicht so schräg wie das vorherige Wreathed In Fire.
Einmal Klischee bitte? Cold Wings Of Steel klingt danach, ist mit etwas mehr als zwei Minuten Laufzeit eher im Speed Metal anzusiedeln, aber insgesamt eine Art Zwischenspiel. Es folgen anschließend mehr als sechs Minuten Storm Of Beasts, der ebenfalls mit einer Mixtur aus schnellen Sequenzen und typischen Heavy-Metal-Parts um die Ecke kommt und sich rhythmisch nicht nur einmal verändert.
Zwei Tracks hat die Truppe noch. Die Bandhymne Wolfshead wirkt teilweise derart ruppig, um sich anschließend in den NWoBHM-Galopp zurückzubesinnen, womit sich die Bandhymne zu den ungewöhnlichen Nummern sortiert. On Top gibt es mehr als acht Minuten Pervade The Pyres, der trotz der langen Laufzeit nicht so unorthodox präsentiert wird wie andere Nummern. Verschachtelt ist das Stück natürlich, aber ohne zu viele Richtungswechsel.
Wie so oft verzichtet Jawbreaker Records auf Videos. Aber auf Bandcamp lässt sich in die Scheibe reinhören.
Hier geht es für weitere Informationen zu Wolfshead – Wolfshead in unserem Time For Metal Release-Kalender.



