“Ein etwas anderer Abend mit bekannten Gesichtern“
Eventname: Dead-End-Street-Tour
Headliner: [soon]
Vorband: PAN2M
Ort: Helvete Metal Club, Oberhausen
Datum: 29.11.2014
Kosten: 10,00€ AK
Genre: Rock, Hardrock, Dark Metal
Veranstalter: [soon] (https://www.facebook.com/soonfans)
Link: https://www.facebook.com/events/577040335739321
Setlisten:
- Worst Case
- Straight
- Alleinsein
- Mother
- Benchmark
- Amplified
- Verknallt
- My Way
- Schrei Nach Liebe
- Was Hast Du
- Higher Ground
- Pressure
- Time
- Stand Out From The Crowd
- Just An Illusion
- On A String
- All I Wanted
- A Different Way
- Grown Apart
- Someone Else
- Lonely Way
- Another Try
- Everything Has Changed
- Trust
- Estrangement
- Desperate
Zugabe:
- Dead-End Street
Wer lesen kann, ist ganz klar im Vorteil. Ich hatte in der Facebook-Veranstaltung leider nur etwas von 20:00 Uhr gelesen. Dass das die Uhrzeit ist, zu der das Helvete seine Türen öffnet, die Show aber erst um 21:00 Uhr beginnen soll, war mir dabei entgangen. So bin ich also sehr pünktlich um 19:30 Uhr vor Ort und überlege schon, ob ich mir mit einem Bummel über den Oberhausener Weihnachtsmarkt die Zeit vertreiben soll. Zum Glück für mich stehen dann aber Lenny und Torben von [soon] am Merchandise-Stand. Auch ein Fan aus Köln ist schon da. Für sie ist es heute das fünfte Konzert im Rahmen dieser Tour. Nachdem dann auch noch Eric, der Sänger von [soon], zu uns stößt, vergeht die Zeit bis zum Auftritt der Supportband PAN2M wie im Flug.

Pünktlich um 21 Uhr kommt PAN2M dann auch auf die Bühne. Die Band gibt es seit dem Jahr 2008, die Mitglieder kommen aus Essen und Bochum. Das führt auch zu einigen Frotzeleien auf der Bühne, bei denen es um die unterschiedlichen Ligen geht, in denen die jeweiligen Fußballvereine spielen. Hier hat Bochum eindeutig die Nase vorn, was Sänger und Bassist Peer Tiedjen doch die Schadenfreude ins Gesicht schreibt. Musikalisch bewegt man sich im breiten Feld des Rock, wobei sowohl englisch- als auch deutschsprachige Songs zum Besten gegeben werden. Auch eine Rockversion des Ärzte-Songs Schrei nach Liebe gibt es auf die Ohren. Auch an einen Reggae-Song wagt sich PAN2M, auch wenn die Frage von Peer Tiedjen, ob wir denn Reggae mögen würden, mehrheitlich mit „Nö“ beantwortet wird. Bei dem anschließenden Song kann allerdings sogar ich es mir nicht verkneifen, im Rhythmus vor mich hin zu wackeln J Während der einstündigen Spielzeit gibt es einige Wechsel auf der Bühne. So übernimmt Peer Tiedjen nach einiger Zeit den Bass von Nadine Küntzel (Gesang, Bass), die sich danach voll auf das Singen konzentrieren kann. Im weiteren Verlauf geht der Bass dann weiter an Andreas Pabel (Gitarre, Bass), der dafür seine Gitarre aus der Hand legt.

Nach einer erfreulich kurzen Umbaupause steht dann gegen 22:00 Uhr der Headliner des Abends auf der Bühne. Die Band [soon] aus Hamburg besteht aktuell nur aus drei Mitgliedern, wobei auch Schlagzeuger Torben Neuss den Posten nur übergangsweise einnimmt. Sänger Eric beruhigt die Anwesenden allerdings insoweit, als an diesem Abend sowohl Gitarre als auch Bass von Lenny übernommen werden, sozusagen „Lenny 2.0“. So ganz genau habe ich es trotz eindrucksvoller optischer und akustischer Demonstration von Lenny nicht verstanden, aber es steckt definitiv mehr in den Bodenpedalen, als ich bislang auch nur ansatzweise ahnte.
Ich durfte [soon] bereits im letzten Jahr an genau der gleichen Stelle erleben, damals schrieb ich gerade das Review zum aktuellen Album und auch Namensgeber der Tour, nämlich Dead-End Street. Die Setlist bzw. auch die Art der Show können aber unterschiedlicher nicht sein, wobei mir persönlich definitiv der letzte Auftritt sehr viel besser gefallen hat. Das liegt in meinem Fall sicherlich daran, dass ich eher die schnelleren Lieder mag, und die gibt es am 29.11. zur Genüge.
Vor der Tour war von [soon] schon angekündigt worden, dass es während der Show eine kleine Überraschung geben würde. Die besteht darin, dass zum ersten Mal Songs in einer akustischen Version präsentiert werden. Funktioniert nicht immer, aber wie nicht anders zu erwarten, heute Abend hervorragend und wird vom Publikum begeistert aufgenommen. Und so hört man dann Another Try, Everything Has Changed und Trust in einem ganz neuen Gewand. Vielleicht sollte sich [soon] überlegen, ein Akustikalbum zu veröffentlichen 😉
Ein Grund, warum ich diese kleineren Konzerte liebe, ist die Tatsache, dass sich die Bands wenn nicht vor, so zumindest nach der Show sehr viel Zeit nehmen und sich intensiv um ihre Fans kümmern. Das ist bei [soon] nicht anders, jedes der Bandmitglieder ist mit einem anderen Grüppchen in Gespräche vertieft, es werden Fotos gemacht und Erinnerungen ausgetauscht. Währenddessen gehen die fleißigen Kollegen der [soon]-Crew schon an den Abbau, und als ich das Helvete schließlich gegen 1:00 Uhr Nachts verlasse, kann die Bühne besenrein übergeben werden.



![[soon] - Live @ Helvete 2014](https://time-for-metal.eu/wp-content/uploads/2014/11/2014-11-29-soon-33-200x300.jpg)
![[soon] - Live @ Helvete 2014](https://time-for-metal.eu/wp-content/uploads/2014/11/2014-11-29-soon-26-300x200.jpg)
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