Bei Til The End handelt es sich um ein internationales Projekt mit Mitgliedern der Bands Crystal Tears, Last Breed oder Slaves For Scores. Die Member kommen aus Finnland, den USA, Ungarn und Griechenland. Seit dem Jahre 2023 sind sie unterwegs und haben einen Deal mit Lifeforce Records. Nach der starken EP Dark Kings im Jahre 2025 folgt nun das Debüt namens Til The End.
From The Beginning (Genesis) ist schon so ein typisches Intro, welches man aus alten Tagen kennt und welches immer wieder gut ankommt. Genau und absolut. Cleanes Gitarrenspiel, verträumt und etwas Melancholisches. Sehr schön.
Lava beginnt dann mit einem schnellen und melodischen Death-Metal-Part. Kommt gut. Nach kurzer Zeit nimmt man dann das Tempo raus, wird langsam und bietet eine Art dunklen Sprachgesang an. Die Gitarre spielt ein melodisches Riff weiter und man wird auch wieder druckvoll. Tiefe Growls gesellen sich dazu und der Gesang wird nun teilweise gedoppelt. Die Gitarrenarbeit klingt ein wenig technisch, aber im positiven Sinne. Der schnelle Anfangspart kommt wieder und man wiederholt sich dann im Ganzen ein wenig, bleibt dabei sehr variabel und hat eine gute Mischung aus Härte und Melodie. Der gedoppelte Gesang macht Laune und natürlich darf auch ein wildes und langes Solo nicht fehlen. Aber auch zu Recht, denn dieses schockt wieder. Dieser getragene und gediegene Refrainpart wird noch einmal wiederholt und am Ende gibt es kurzes Stakkato-Riffing und Feierabend.
Clean und romantisch geht es zu Beginn von Dismal Paradise zur Sache. Diese Melodie wird dann natürlich aufgegriffen und in einen langsamen Midtempo-Part umgewandelt. Langsam treibend mit screamiger Stimme geht es weiter und weiter, man verschleppt alles ein wenig und kehrt zurück. Sehr headbangerfreundlich und natürlich eine gute Melodie, wenn auch nicht Weltklasse. Man bleibt so und lässt die Geschwindigkeit außen vor, hat dafür aber einen richtig geilen Refrainpart. Hier gehen sicherlich live die Hände zum Himmel und es wird laut mitgesungen. Da bin ich mir sehr sicher. Die Burschen legen sehr viel Wert auf die Gitarrenarbeit, übertreiben es aber nicht. Auch hier darf natürlich ein Solo nicht fehlen und auch dieses wird, im Vergleich zu anderen Combos, recht ausführlich dargeboten.
These Little Voices startet auch erst einmal mit einer Einleitung, um etwas Stimmung zu erzeugen, warum auch nicht? Wieder sehr einfühlsam und mitnehmend. Die dort behandelte Thematik wird natürlich fortgeführt und im Kopfnicker-Modus bewegt man sich wieder fort. Dieser düstere Sprechgesang wird mit den screamigen Vocals kombiniert. Im Hintergrund erklingen auch cleane Vocals und so geht es weiter und weiter. Ein Solo wird zum Besten gegeben und wird mit dem Hauptpart kombiniert. Man drückt hier und da und baut den Song noch einmal auf. Man wird vom Drumming her etwas schneller, aber nur zwischendurch. Die beschriebenen Parts inklusive der cleanen Vocals werden wiederholt. Hat alles was, zieht aber etwas an mir vorbei. Auch hier steht mir die Gitarrenarbeit ein wenig zu sehr im Vordergrund, auch beim zweiten Solo. Die nachfolgende Melodie ist aber gut. Der vorherige Part wird noch einmal wiederholt und so nähert man sich dem Ende, mit cleanen Instrumentalklängen und cleanen Vocals.
Man kann eben nicht aus seiner Haut und so bleibt man sich und der schwedischen Zunft, die es gerne melodisch mag, treu. Hier und da bauen sie aber druckvolle Death-Metal-Parts mit ein, wie z. B. bei I’m Falling Apart. Die Gitarrenarbeit hier ist auch wieder echt gut. Die Burschen haben ein super Händchen für gelungene Melodien.
Ich mag ja den Göteborg-Stil der alten Tage, da dort auch mal ordentlich Gummi gegeben wurde. Diese Verbindung aus schnellen Death-Metal-Elementen und eben gelungenen Melodien finde ich echt lecker, wie es eben früher In Flames oder Gates Of Ishtar gezockt haben und heute noch meine Brüder von Night In Gales spielen. So einen Song wie Awakening. Geile Mischung aus schnellen Elementen, Melodie und spielerischen Fähigkeiten. Sogar der cleane Chorgesang stört mich nicht. Top! Oder Until The End mit dem cleanen Vocal-Anfang und eben dann der aggressiven Death-Metal-Attacke.
Aber auch moderne Klänge wie z. B. bei Hybrid Fragments oder Higher And Beyond sind zu hören.
Wenn man sich das Schaffen der Band Crystal Tears anschaut und anhört und sich mit diesen Klängen das Material von Til The End zu Gemüte zieht, wird man schnell zum Schluss kommen, dass Parallelen vorhanden sind. Schuster, bleib bei deinen Leisten, oder so ähnlich. Zugegeben, ich kenne zwar etwas von der Band, aber total vertraut mit dem Material bin ich nicht, aber dieser Melodic Death Metal der Göteborger Schule spielt natürlich auch hier eine große Rolle, das ist ja klar.
Hier geht es für weitere Informationen zu Til The End – Til The End in unserem Time For Metal Release-Kalender



