Eventname: Audrey Horne Europa-Albumtournee 2026
Headliner: Audrey Horne
Vorband: Motorowl
Ort: Turock, Essen
Datum: 09.10.2026
Kosten: ab 34,00 € (zzgl. Gebühren) VVK
Genre: Hard Rock, Heavy Metal
Besucher: ca. 250 Besucher (Ausverkauft)
Veranstalter: concert team nrw GmbH (https://www.concertteam.de/)
Link: https://www.facebook.com/AudreyHorne
Irgendwann an diesem Abend ist von einem der Gitarristen nur noch der Gitarrenhals zu sehen, der zwischen den Köpfen im Publikum aufragt. Bis dahin war schon einiges passiert.

Motorowl eröffnen den Abend, und das Turock ist zu diesem Zeitpunkt bereits gut gefüllt – was für eine Vorband nicht selbstverständlich ist. Die Thüringer passen klanglich hervorragend ins Programm: Der eigene Sound greift genug von dem auf, was später folgen soll, um das Publikum abzuholen, ohne dabei zur bloßen Vorbereitung zu verkommen. Auch der Sound stimmt, für einen Support-Slot gut abgemischt.
Dann der beste Intro-Doppelschlag des Jahres: erst Balls To The Wall von Accept, dann das Muppet-Show-Theme. Wer an dieser Stelle noch nicht weiß, worauf dieser Abend hinausläuft, hat es spätestens jetzt verstanden.

Audrey Horne starten direkt mit Achilles, und das Turock ist rappelvoll. Von der ersten Nummer an ist klar, dass die Norweger selbst Lust auf diesen Abend haben. Keine abgespulte Routine, sondern eine Band, die sichtlich Spaß an dem hat, was sie tut – und ein Publikum, das diese Laune sofort erwidert. Durch den Abend tragen Nummern wie This Is War, Youngblood, Pretty Little Sunshine und Blaze Of Ashes. Dann eben jener Moment, als einer der Gitarristen kurzerhand von der Bühne steigt und mitten im Publikum weiterspielt. In einem Laden wie dem Turock funktioniert so etwas, weil die Distanz zwischen Band und Besuchern ohnehin kaum existiert. Genau diese Nähe macht Clubshows aus, und Audrey Horne haben sie heute voll ausgereizt.
Der Sound ist durchgehend hervorragend. Druckvoll, klar, nichts matscht. Beim Publikum fällt auf, dass der Altersschnitt eher im oberen Bereich liegt. Das überrascht bei einer Band, deren Sound tief im klassischen Hardrock verwurzelt ist, nicht wirklich. Jüngere Gesichter sind aber ebenfalls dabei – und spätestens beim Mitsingen ist ohnehin nicht mehr zu unterscheiden, wer wann zur Band gefunden hat. Unterm Strich: ein Abend, wie man ihn sich für eine Clubshow wünscht. Volle Hütte, gut gelaunte Band, Publikum voll dabei und ein Gitarrist, der mitten unter den Leuten steht.


































