Beyond The Black – Break The Silence

09.01.2026 - Symphonic Metal - Nuclear Blast Records - 37:29 Minuten

Seit ihrem Debüt Songs Of Love And Death (2015) haben sich Beyond The Black als feste Größe im Symphonic Metal etabliert. Mit Break The Silence, das am 9. Januar 2026 erscheint, präsentiert die Band ihr sechstes Studioalbum – ein Werk, das nicht nur musikalisch, sondern auch thematisch neue Wege geht. Es ist ein Konzeptalbum über das Schweigen und die Kraft der Kommunikation, über Isolation und das Wiederfinden von Verbindung in einer Welt, die oft auseinanderdriftet.

Verbindung in zerrissener Welt

Schon der Opener Rising High macht klar, wohin die Reise geht: ein energiegeladener Song, der mit treibenden Drums und hymnischen Refrains sofort ein Gefühl von Aufbruch vermittelt. Er ist ein Statement für Selbstbefreiung und setzt den Ton für das gesamte Album. Direkt im Anschluss folgt der Titeltrack Break The Silence, der die zentrale Botschaft des Albums auf den Punkt bringt. Atmosphärisch dicht, mit kraftvollen Chören und Jennifer Habens ausdrucksstarker Stimme, entfaltet sich ein Song, der das Schweigen durchbricht und Mut zur Offenheit macht.

Besonders eindrucksvoll ist The Art Of Being Alone, bei dem Chris Harms von Lord Of The Lost als Gast mitwirkt. Seine dunkle, markante Stimme verleiht dem Stück eine zusätzliche emotionale Tiefe und macht es zu einem der intensivsten Momente des Albums. Ganz anders, aber ebenso faszinierend, wirkt Let There Be Rain, das durch den bulgarischen Frauenchor The Mystery Of The Bulgarian Voices eine fast sakrale Stimmung erzeugt. Hier verschmelzen Ethno-Elemente mit orchestralen Arrangements zu einem Klangbild, das Gänsehaut garantiert.

Mit Ravens liefert die Band eine Hymne über Zusammenhalt, die durch ihre mitreißende Melodie und das Fan-Video bereits vor Release für Begeisterung sorgte. The Flood hingegen ist dynamisch und drängend, thematisiert metaphorisch Überwältigung und Neubeginn und überzeugt durch seine kraftvolle Instrumentierung. Ein weiteres Highlight ist Can You Hear Me, bei dem Asami von Lovebites für zusätzliche Power sorgt. Der Song ist ein Aufruf, gehört zu werden, und kombiniert starke Riffs mit einem einprägsamen Refrain.

Mit (La Vie Est Un) Cinéma schlägt die Band cineastische Töne an: orchestrale Crescendi und ein französischer Titel, der das Leben als Film inszeniert. Hologram bringt eine moderne Note ins Spiel, indem es synthetische Elemente integriert und so ein surreales Klangbild erzeugt. Den Abschluss bildet Weltschmerz, ein tief introspektiver Track, der minimalistisch instrumentiert ist und die emotionale Essenz des Albums verdichtet – verletzlich, ehrlich und berührend.

Die Produktion ist makellos: Orchestrale und chorale Ebenen sind perfekt in den Mix eingebettet, die Gitarren klingen druckvoll, die Drums organisch, und Jennifers Stimme bleibt das strahlende Zentrum. Die Gastmusiker fügen sich harmonisch ein und erweitern den Sound, ohne die Identität der Band zu überlagern.

Hier geht es für weitere Informationen zu Beyond The BlackBreak The Silence in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Beyond The Black – Break The Silence
Fazit zu Break The Silence
Break The Silence ist mehr als nur ein weiteres Symphonic-Metal-Album - es ist ein künstlerisches Statement. Beyond The Black gelingt der Spagat zwischen vertrautem Bandsound und mutiger Weiterentwicklung. Die Songs sind abwechslungsreich, emotional und konzeptionell durchdacht. Besonders die Kollaborationen und ethnischen Einflüsse verleihen dem Album eine neue Dimension, ohne die Wurzeln zu verleugnen.
Wer Symphonic Metal liebt, findet hier ein Werk, das sowohl Herz als auch Verstand anspricht. Break The Silence ist ein Album, das berührt, inspiriert und zeigt, dass Beyond The Black weiterhin bereit sind, Grenzen zu verschieben. Eine Platte, die man nicht nur hören, sondern erleben sollte.

Anspieltipps: The Art Of Being Alone, Let There Be Rain und Ravens
Sebastian U.
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