Dishumane ist eine noch recht junge Band aus den Vereinigten Staaten von Amerika, genauer gesagt Nevada. Junge Band bezieht sich aber auf das Gründungsjahr 2025, denn die Member sind schon etwas länger dabei. Basser Chuck Sherwood spielt seit 2008 bei Incantation und Drummer Dave Procopio war damals bei Drawn And Quatered, Disbelief und Plague Bearer. Lediglich Gitarrist und Sänger James Shanks war in keiner bis dato bekannten Band und ist mit seinen 25 Jahren der Benjamin der Gruppe. Sei es drum. Es scheint ja zu funktionieren und man hat eine gemeinsame Schnittmenge gefunden, und daraus resultiert nun diese EP namens Centurion’s Demise, welche via dem Label Blood Harvest Records auf die Menschheit losgelassen wurde.
Diese drei Songs starke EP startet mit dem Song Conquering The Forlorn.Hier wird von der allerersten Sekunde an geballert, was das Zeug hält. Das Ganze klingt recht dunkel und alles riecht nach alter Schule der amerikanischen Art, und wenn James dann seine Stimmbändchen lockert, kommen mir sowohl vom Sound als eben auch vom Gesang sofort Incantation in den Sinn. Auch eben durch diese angesprochene Dunkelheit und die schmutzige Produktion. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist überwiegend der Frischling James für das Songwriting zuständig, aber mit zwei Recken, die schon länger dabei sind, kann man den Gesamtsound ja noch verfeinern. Feuer frei und volle Attacke. Der Gesang wurde mit Hall hinterlegt und hier und da gibt es Screams. Feine Midtempoparts lockern den Spaß auf, dann ein kleines Gitarrenspiel und wieder volle Attacke, bevor man dann das Tempo herausnimmt und finster daherkommt, mit Overtunes. Man ist immer auf volle Attacke aus, aber gerade diese langsamen und schleppenden, beinahe doomige Klänge bringen dieses gewisse Etwas mit sich. Dann noch einmal Gitarre vorweg und ab auf die Zwölf. Der Gesang wird kurz gedoppelt und man holt zum finalen Schlag aus. Ein Growl erklingt und man lässt den Song mit einem Ton und diabolischem Gesang ausklingen. Jo, macht Laune.
Weiter geht es mit dem Namensgeber der EP, Centurion’s Demise. Geiles Riff gleich zu Beginn. Morbid Angel, ick höre dir trapsen. Auch hier wieder die totale Attacke und man hört beim Drumming meines Erachtens auch alte Drawn And Quattered heraus. Eine Band, die meiner Meinung nach völlig unterschätzt wird. Das Teil fliegt über einen rüber und man kann sich gar nicht so schnell ducken, auch wenn man es wollte. Mit geilen Riffs geht es nur vorwärts. Der Gesang wird an einigen Stellen wieder gedoppelt, so wie es Deicide gerne mögen. Tempo raus und Immolation-hafte Midtempo-Grooves. Gitarre vorweg und ab dafür. So mag ich das. Einen alten Death-Metal-Fan der brutalen Schule kann man damit absolut abholen. Und dann dieses langgezogene Riff, welches sowohl vom Gesang als auch von den Drums betont wird. Geil. Ein wenig schleppend und technisch bringt man dann den Tag zu Ende.
Song Nummer drei hört auf den Namen Soul Spun Malice.Technisch und verspielt geht man hier zu Werke. Ist mir am Anfang ein wenig zu viel, aber dann schleppt man wieder bösartig im Midtempo und die Reise lohnt sich. Klingt alles ein wenig versetzt, aber das kann auch nur mein Empfinden sein. Das Tempo wird dann erhöht und man kehrt zum vorherigen Part zurück. Dann wieder so ein wilder Part, bevor man dann den Keller aussucht. Das klingt ganz schön abgedreht. Die Gitarren haben dann einen komischen und zerstörenden Klang, und auch hier lassen Immolation grüßen. Dann gibt es aber wieder auf die Fresse. Hier passiert echt viel und teilweise ist mir das dann zu viel. Aber auch hier haben sie einen sehr eingängigen Midtempopart am Start, welcher hängen bleibt. Starker Tobak. Hier treffen Gitarrenmelodien auf dunkle Elemente. Muss man mehrfach hören. Ich zumindest.
Zum Schluss gibt es noch das Stück Loom Of Souls. Hierbei handelt es sich allerdings um keinen Song, sondern um ein bösartiges Outro.
Hier geht es für weitere Informationen zu Dishumane – Centurion’s Demise (EP) in unserem Time For Metal Release-Kalender.



