Europa Blasphemia 2016 am 02.02.2016 in der Markthalle in Hamburg

„Europa Blasphemia 2016 am 02.02.2016 in der Markthalle in Hamburg“

Eventname: Europa Blasphemia 2016

Headliner: Behemoth

Vorbands: Inquisition, Entombed A.D., Abbath

Ort: Hamburg, Markthalle

Datum : 02.02.2016

Kosten: ca 40,00 Euro

Genre: Black Metal, Death Metal

Besucher: 650

Setlisten:

  1. To War
  2. Winter Bane
  3. Nebula Ravens Winter
  4. Warriors
  5. Ashes Of The Damned
  6. Fenrir Hunts
  7. Tyrants
  8. One By One
  9. Count The Dead
  10. Endless
  11. Root Of The Mountain
  12. All Shall Fall

  1. Blow Your Trumpets Gabriel
  2. Furor Divinus
  3. Messe Noire
  4. Ora Pro Nobis Lucifer
  5. Amen
  6. The Satanist
  7. Ben Sahar
  8. In The Absence Ov The Light
  9. O Father O Satan O Sun!
  10. Pure Evil And Hate
  11. Antichrist Phenomenon
  12. Conquer All
  13. Chant For Eschaton 2000

behemoth 2 2016 Time For Metal

Ein starkes Paket voll mit Black und Death Metal, so weit so gut. Nur beginnt der Spaß heute bereits um 17.30 Uhr, was zumindest für mich als normal arbeitender Mensch nicht drin ist. So kann ich nur sagen, dass Inquisition ihre Rolle als Opener gut gemacht haben sollen. Fotos und einen Bericht aus meiner Hand sind leider nicht am Start.

entombed ad 2 2016 Time For Metal

Die Markthalle ist gut gefüllt, als Entombed A.D. auf die Bühne gehen. Nicht ganz selbstverständlich, sind doch heute die Black Metal-Fans klar in der Überzahl. Aber auch die ursprünglichen Entombed haben damals ihren Teil zu der ganzen Szene beigetragen, so dass eine gesunde Neugier herrscht. Die Band um den wie immer sehr gut aufgelegten Sänger LG Petrov steigt mit Midas in Revers gut ein, bevor mit Stranger Aeons gleich ein alter Kracher folgt. Im Laufe des Sets werden eigentlich nur noch olle Kamellen wie Eyemaster, Wolverine Blues oder (natürlich) Left Hand Path gespielt, was im Publikum zu einigen langen Gesichtern führt. Klar, das sind Hits die jeder Death Metal-Fan kennen sollte, aber hier stehen ja eigentlich Entombed A.D. auf der Bühne. Schwierige Sache, schließlich freue ich mich auch darüber, einen Song wie Living Dead mal wieder live zu hören. Außer LG bewegt sich die Band nicht wirklich, und spielt den Set etwas zu routiniert herunter. Es bleibt einfach ein fader Beigeschmack bei Entombed A.D.

abbath 1 2016 Time For Metal

Dann kommt Abbath auf die Bühne. Das eine Mastermind von Immortal ist ja mittlerweile mit einer eigenen Kapelle unterwegs, aber ähnlich wie bei Entombed lebt auch die Setlist von Abbath von Klassikern aus der Vergangenheit. Allerdings stimmt hier die Verhältnismäßigkeit, denn von den insgesamt zwölf Songs befinden sich nur fünf darunter, die von Immortal bzw. I sind. Dass der Mann einen ordentlichen Sinn für Humor hat, ist mir aber auch neu. Nach dem zweiten Song stellt sich Abbath dann doch mal vor (man kann ja nie wissen!), spricht aber seinen Namen derart schnell und mit einigem Hass aus, dass man eher an einen erkälteten Dackel denkt, der gerade hustet. Das macht er dann noch zweimal, wobei auch er am Ende, wie viele im Publikum, grinsen muss. Wie bei Black Metal üblich, dominierte leider mal wieder der Trockennebel auf der Bühne, so dass man des öfteren die Musiker nur erahnen konnte. Der Sound ist aber richtig stark, und die Leute im Publikum feiern die Band ab, also alles in Ordnung. Alles, nun ja, ein kleiner Makel bleibt dann doch. Der zweite Gitarrist, dessen Namen partout nicht herauszufinden ist, spielt derart bocklos seinen Striemel runter, dass es schon fast an persönliche Beleidigung am zahlenden Besucher grenzt.

behemoth 5 2016 Time For Metal

Nach einer längeren Umbaupause kommt dann der Headliner Behemoth auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Die Einlaufzeremonie hat sich seit ein paar Jahren nicht geändert. Seth und Orion kommen auf die Bühne, gehen an die Seite, bevor Nergal mit zwei kleinen Feuerbällen in den Händen ebenfalls auftaucht. Dann geht es auch schon los, und Behemoth spielen das komplette Album The Satanist durch, bevor es ein paar Tracks älteren Kalibers gibt. Die Polen spielen in der Black Metal Champions League, da muss sich keiner der Illusion hingeben, dass noch irgendwas an der ganzen Show spontan oder kurzfristig passiert. Das Ganze ist von vorne bis hinten einstudiert. Logo, wenn man mit Feuer und so weiter auf der Bühne rumspielt, sollte das auch so sein. Allerdings habe ich das Quartett in den letzten Jahren diverse Mal gesehen, und zumindest bei mir machen sich gewisse Ermüdungserscheinungen breit. Bitte nicht falsch verstehen! Die Band spielt immer noch sautight, Licht und Musik sind super aufeinander eingespielt, und der Sound heute in der Martkhalle ist auch mehr als amtlich. Dazu ein steil gehendes Publikum, was will man mehr. Speziell Nergal hat heute seinen guten Tag und kommuniziert viel mit dem Publikum. Ich persönlich werde dennoch in nächster Zeit einfach einen Bogen um Behemoth machen, denn ich habe mich an der Truppe satt gesehen und möchte sie einfach in ein paar Monaten wieder richtig genießen können!

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