Eventname: Imminence / The Black Finale Europe 2025
Headliner: Imminence
Vorband: Ne Obliviscaris
Ort: Köln, Palladium
Datum: 18.12.2025
Kosten: 41,- €
Genre: Post Metalcore, Progressive Metal
Setliste Imminence:
- Come Hell Or High Water
- Desolation
- Heaven Shall Burn
- Beyond The Pale
- Death By A Thousand Cuts
- Death Shall Have No Dominion
- Come What May (mit Tim Charles)
- Saturated Soul
- Alleviate
- Continuum
- This Is Goodbye
- Love & Grace
- L’appel Du Vide
- Heaven In Hiding
- Infectious
- Erase
- Temptation
- God Fearing Man
- The Black
- Le Noir
Es ist der 18. Dezember und heute erwartet mich ein ganz besonderer Konzertabschluss meines Jahres 2025. Mit Imminence kommt eine Band nach Köln, die in den letzten Jahren enorm an Aufmerksamkeit generiert hat und für mich ganz oben auf der Prioliste für Konzertbesuche stand. Heute ist es endlich so weit und sie kommen mit einem Streichquartett, was das Ganze noch mal zu etwas absolut Außergewöhnlichem macht. Somit stehen für mich heute gleich mehrere Premieren auf dem Programm. Neben den beiden Bands ist es auch das erste Konzert im Palladium für mich. Bisher habe ich nur Gutes davon gehört, und bin gespannt, ob die Erwartungen auch erfüllt werden können.

Den Anfang macht als einzige Vorband heute Ne Obliviscaris. Passende Auswahl und sollte das Publikum entsprechend vorwärmen. Seit 2025 ist neben Tim Charles nun auch James Dorton offiziell fester Bestandteil der Gruppe und nicht nur als Tournee-Ersatz für den ehemaligen Sänger und Gründungsmitglied Xenoyr mit dabei. Die Halle ist schon nahezu voll und mit ihrer Art des Progressive Metal ein klanggewaltiger Auftakt. Für mich eigentlich nur seitens Tool gewohnt, sind die 10 Minuten + Songlängen. Beginn war pünktlich um 19:30 Uhr und nun, zwölf Minuten später, sind wir noch immer bei Song eins, Equus.

Das bedeutet wohl eine kurze Setlist für den Starter. Technisch extrem anspruchsvolle und ausgefeilte Riffs, mit der entsprechenden Untermalung an der Geige durch Sänger Tim Charles und den Einflüssen aus Black und Thrash Metal, machen die Liveperformance zu einem Erlebnis und machen Lust auf mehr Songs und die Headlines. Alles, was ein guter Supporter eben so mitbringen muss. Wir sind eigentlich erst bei Song fünf und trotzdem wurde der letzte Programmpunkt der Männer aus Australien gerade angekündigt. Dies ist aber wohl das bekannteste Werk und nennt sich And Plague Flowers The Kaleidoscope.

Das Warten hat nun aber ein Ende und es wird Zeit, Imminence zu erleben. Es geht ruhig los mit dem Anfang von Come Hell Or High Water und Eddie Berg kommt in schwarzer Kutte auf die Bühne. Ich liebe jetzt schon das Bühnenbild mit beleuchteten Fenstern wie aus einer Kathedrale im Hintergrund. Alles in Nebel getaucht und düster gehalten. Die Songauswahl ist aus meiner Sicht ebenfalls genial, da sich der ganze Aufbau langsam steigert, bis hin zum mächtigen Finale mit CO₂-Fontäne. Es geht Schlag auf Schlag und wir sind bei Song Nummer drei, Heaven Shall Burn, einer meiner Lieblingssongs der Schweden. Imminence schaffen es live einmal mehr, ihre Mischung aus modernem Metalcore und emotionalen Melodien sauber auf die Bühne zu bringen. Besonders Death By A Thousand Cuts funktioniert heute sehr gut, der Refrain wird lautstark mitgesungen. Die Lightshow ist effektiv, ohne zu überladen zu wirken, und unterstützt die düstere Atmosphäre der Songs. Wir sind bei Come What May angekommen und bisher wird 1:1 das Album The Black performt. Es bietet sich jetzt natürlich an, dass Tim Charles von Ne Obliviscaris zu Eddie hinzustößt und das Feature wie auf dem Album zusammen performt. Absolut eindrucksvoll mit den Streichern im Hintergrund und den beiden Sängern inkl. Geigen in vorderster Bühnenfront, die vor allem den ruhigeren Part dieses musikalischen Kunstwerkes dominieren. Was will man hier noch besser machen? Mir fällt nichts ein. Cup-De-Sac unterbricht das Set und es geht nach der Einlage vom Band akustisch weiter.

Kleiner Umbau, das Streichquartett ist jetzt präsenter in der Mitte der Bühne. Mit Stureded Soul und Alleviate werden die ersten Werke gespielt, die nicht vom The-Black-Album stammen. Für mich ist die Akustiksession in der Programmmitte zwar eine gute Idee bezüglich Abwechslung, jedoch passt für mich der Sound in diesem Fall nicht, und ich freue mich, dass es mit Heaven In Hiding im verstärkten Bereich weitergeht. Das war einer der ersten Titel, die Spotify mir 2021 in meine Playlists gespült hat. Heute ist die Halle in Köln ausverkauft und mit 4000 Fans ein Teil der größten Headline-Tour, die Imminence bisher auf die Beine gestellt haben. Jetzt kommt auch noch Kunstschnee zum Einsatz und macht die Show zu God Fearing Man, angelehnt an das dazugehörige offizielle Musikvideo, perfekt. Le Noir schließt den Abend ab und beendet wie das Album auch meinen heutigen Besuch in Köln. Die Reise hat sich für mich gelohnt und eine Wiederholung ist für mich mental schon fest geplant.






















