Event: Metallica M72 World Tour 2026
Künstler: Avatar, Pantera, Metallica
Ort: Frankfurt, Deutsche Bank Park
Datum: 24.05.2026
Genre: Metal
Besucher: ca. 50.000

Bestes Bade- und Biergartenwetter lockt, aber die zahlreichen Metallica-Fans aus Nah und Fern pilgern lieber in den Deutsche Bank Park nach Frankfurt. Zwei Tage satt, Freitag und Sonntag, mit Metallica in ihrer „No Repeat“-Doppelschau im Rahmen ihrer M72-Tour. Das heißt jeweils mit einem anderen Programm und anderen Vorbands – wer will sich diesen Leckerbissen schon entgehen lassen? Wir auf jeden Fall nicht, und so sind wir heute, am Sonntag, vor Ort, dank Time For Metal und Live Nation. Und man kann auf jeden Fall schon resümieren, dass das Konzert mit eines der herausragendsten von Metallica auf dieser Tour ist, was uns auch andere der rund 50.000 Gäste, die schon Freitag vor Ort waren, bescheinigen.
Doch kommen wir erst mal zu den Vorbands, die auch ganze Arbeit leisten. Am Anfang, gegen 18 Uhr, dürfen die Schweden von Avatar mit ihrem Metalprogramm ran. Ein sattes Programm, das viele Highlights bietet und bei dem der Sänger Johannes Eckerström mit gutem Deutsch glänzen kann – „jedenfalls besseren als das Schwedisch des Publikums“, so der sympathische Sänger mit einem Augenzwinkern. Die Band ist auf jeden Fall Feuer und Flamme, dass sie heute bei Metallica im Vorprogramm dabei ist, und nutzt die 360-Grad-Bühne, die mittig im Stadion aufgebaut ist, auch gut für ihre Show, bei der Songs wie In The Airwaves, Let It Burn, The Eagle Has Landed oder Smells Like A Freakshow nicht fehlen durften.
Gute vierzig Minuten sind die Schweden on stage und werden dann um 18:50 Uhr von Pantera abgelöst. Die Altmeister des Groove-Metals, die auch schon eine Trennung hinter sich hatten, sind mit Recht bei der Tour von Metallica dabei. So viel Coolness, so viel purer Metal gehören einfach zu dem Programm dazu. Und die Band um Phil Anselmo ist eine der Großen der Szene und kann musikalisch ohne jeden Schnickschnack glänzen. Ein Kracher nach dem anderen prasselt auf die Fangemeinde nieder: A New Level, Mouth For War, Becoming, I’m Broken, This Love, Walk, Domination/Hollow oder Cowboys From Hell. Eine wahrhaft tolle Show und bis dato meine Favoriten des Abends. Bis natürlich Metallica auftreten und die letzten Plätze, die man sich ergattern kann, immer schwieriger zu verteidigen sind.
Das Publikum ist on fire und will jetzt endlich die Hauptattraktion des Abends hören. Die hat dann auch schon mal ein schickes Intro von AC/DC dabei: It’s A Long Way To The Top Of Rock’n Roll. 20:50 Uhr ist dann Metallica-Time. Keinen hält es mehr auf den Sitzen, der Pogo geht auf, es wird getanzt, gesungen und gepogt, die Stimmung von 0 auf 100. Das können auch nur die Metallica-Fans. Die Setlist vom Feinsten: Whiplash, For Whom The Bell Tolls, The Shortest Straw sind schon mal die Eingangssongs und die Halle bebt. Until It Sleeps, Lux Aeterna, Leper Messiah und das Accept-Cover von Kirk und Rob Fast As A Shark kommen gut an. Dann geht es Schlag auf Schlag weiter mit Fade To Black, Wherever I May Roam, The Call Of Ktulu, The Unforgiven und – zu meiner Freude – Whiskey In The Jar. Die Band ist bestens drauf, beteuert immer wieder ihre Liebe zu Deutschland und „dass sie das Gefühl von Heimkommen hier haben“. Kein Wunder, so oft wie Metallica hier zu Gast sind und trotzdem immer noch die Fans aufs Neue überzeugen können. Blackened, Moth Into Flame, One (juhuu), Enter Sandman und The Ecstasy Of Gold sind die letzten Songs. Ein gut durchdachtes Konzept, gepaart mit perfektem Sound, tollen Lichteinspielungen, klasse Showelementen und Metallica in Höchstform. Dass die Fans die Band auch nach zweieinhalb Stunden nicht von der Bühne lassen wollen, ist Ehrensache. Dass es beim Einlass etwas hakte, vergessen. Das ist Performance vom Feinsten – das ist Metallica.


























